MEDIENMITTEILUNGEN
Archiv 1999
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Medienmitteilung vom 2. Dezember 1999
Öffentlicher Verkehr mit Weltformat!
Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ist international ausgezeichnet worden. Eine Jury der Weltausstellung "EXPO 2000 Hannover" hat das "Moderne Mobilitätsmanagement" des ZVV als vorbildliches "Weltweites Projekt" anerkannt.
Die Weltausstellung " EXPO 2000 Hannover" ist dem Leitthema "Mensch – Natur – Technik. Eine neue Welt entsteht" gewidmet. Vom 1. Juni bis 31. Oktober 2000 werden 40 Millionen Besucherinnen und Besucher erwartet. Im Zentrum der Weltausstellung steht die nachhaltige Entwicklung, also ein Handeln, durch das der gegenwärtige Bedarf gedeckt wird, ohne gleichzeitig späteren Generationen die Möglichkeit zur Deckung ihres Bedarfs zu verbauen.
Erstmals in der Geschichte der Weltausstellungen soll die "EXPO 2000 Hannover" nicht nur an einem Ort stattfinden, sondern gewissermassen über den ganzen Globus verteilt. So sind in den vergangenen Jahren weltweit Projekte nominiert worden, welche die Weltausstellung ergänzen und ihrem Leitthema gerecht werden. Anerkannte "Weltweite Projekte" zeigen praktische Lösungen auf. Sie sind nachhaltig, zukunftsorientiert und beispielhaft. Weltweite Projekte sind die lokale Antwort auf eine globale Herausforderung.
Eines dieser ausgewählten weltweiten Projekte ist das " Moderne Mobilitätsmanagement" des ZVV. Es umfasst vier hauptsächliche Elemente:
- ein attraktives, leistungsfähiges Verkehrsangebot mit Taktfahrplan und kurzen Umsteigezeiten
- ein einfaches, kundenfreundliches Tarifsystem
- eine gerechte, integrale Finanzierung
- eine effiziente, moderne Führungsstruktur.
Die hervorragende Zusammenarbeit verschiedenster Partner unter dem Dach des ZVV ermöglicht eine intelligente Vernetzung des Systems. Das wirkt sich zusammen mit modernen Techniken positiv auf die Umwelt aus und steigert gleichzeitig die Standortattraktivität des gesamten Wirtschaftsraumes Zürich. Davon profitieren nicht nur die Kunden des öffentlichen Verkehrs, sondern die gesamte Bevölkerung.
Die Anerkennung durch die Weltausstellung "EXPO 2000 Hannover" ist eine Auszeichnung, die nur dank dem grossen Engagement der rund 9'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ZVV, der breiten politischen Abstützung und der Treue der Kundinnen und Kunden möglich wurde. Die Auszeichnung zeigt, dass der öffentliche Verkehr im Kanton Zürich dem internationalen Vergleich nicht nur Stand hält, sondern dass er sogar Vorbildcharakter hat.
"Modernes Mobilitätsmanagement" des ZVV – der öffentliche Verkehr im Kanton Zürich hat Weltformat.
Medienmitteilung vom 13. November 1999
ZVV (Zürcher Verkehrsverbund) - deutlich mehr Fahrgäste als Folge der Angebotsverbesserungen
Die Bilanz nach vier Monaten sieht sehr positiv aus. Seit dem Fahrplanwechsel am 30. Mai ist die Zahl der Fahrgäste auf den S-Bahn-Linien am rechten Zürichseeufer und zum Flughafen im Gebiet des ZVV (Zürcher Verkehrsverbund) deutlich gestiegen. Dies belegen Messungen während den Monaten Juni bis September.
Mit dem Fahrplanwechsel am 30. Mai 1999 wurde der Viertelstundentakt am unteren rechten Zürichseeufer eingeführt. Am oberen rechten Ufer wurden alle S-Bahn-Verbindungen beschleunigt, was die Reisezeiten in die City von Zürich um rund 10 Minuten verkürzt. Zusätzlich wird mit der neuen Linie S16 eine Direktverbindung von Herrliberg via Zürich Stadelhofen und Hauptbahnhof zum Flughafen angeboten.
Am oberen Seeufer wurden auf der S-Bahn im Vergleich zum Vorjahr 1'000 Fahrgäste pro Tag mehr gezählt. Dies entspricht einer Zunahme von 14%, Tendenz steigend. Am unteren Seeufer hat die Zahl der Reisenden um 1600 Personen zugenommen. Dies sind 25% mehr als im Vorjahr.
Ein voller Erfolg ist die Verdoppelung der Fahrgastzahlen auf den Linien S2 und S16, die zum Flughafen führen.
Erkannt sind auf der Linie S16 gewisse Kapazitätsengpässe in den Zügen. Entsprechende Massnahmen zur Behebung dieser Situation werden zur Zeit geprüft. Der Nachteil, dass Reisende zwischen dem oberen und dem unteren Ufer in Meilen umsteigen müssen, wird durch schlanke Anschlüsse am gleichen Perron gemildert.
Die Zahlen belegen es: das neue Angebotskonzept ist erfolgreich gestartet und diese höchst erfreuliche Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Erfahrungsgemäss dauert es rund zwei bis drei Jahre, bis das Potential voll ausgeschöpft ist.
Medienmitteilung vom 17. September 1999
Neue Betreiberin der Buslinien in den Gemeinden Thalwil, Oberrieden und Langnau a.A. (TROL) ab 2001
Ab 1.1.2001 werden die Linien TROL 1, 2 und TROL 1/3 in den Gemeinden Thalwil, Oberrieden und Langnau a.A. von der AHW Busbetriebe AG, Horgen betrieben. Das beschloss der Verkehrsrat, oberstes Organ des Zürcher Verkehrsverbundes, an seiner letzten Sitzung. Um das öffentlich ausgeschriebene Leistungspaket hatten sich vier Anbieter beworben.
Aufgrund der nicht befriedigenden Zusammenarbeit zwischen dem Transportbeauftragten und der Gemeinde Thalwil als Konzessionärin sowie dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) hatte der Verkehrsrat am 11. März dieses Jahres beschlossen, die Leistung vom Ausschreibungsmoratorium auszuschliessen und sie auf den 1.1.2001 neu auszuschreiben.
Das Ausschreibungsverfahren erfolgte nach den Vorschriften der kantonalen Submissionsverordnung. Diese gewährleistet, dass nebst der finanziellen, der wirtschaftlichen sowie der fachlichen und organisatorischen Leistungsfähigkeit, auch die Qualität berücksichtigt wird. Dies inbesondere dann, wenn preislich gleichwertige Angebote vorliegen. Zentral ist auch die Einhaltung von orts- und branchenüblichen Vorschriften. Dazu gehört unter anderem auch die Einhaltung von Mindestlöhnen.
An der Ausschreibung beteiligten sich insgesamt vier Unternehmen. Das Angebot der AHW Busbetriebe AG, Horgen präsentiert sich gegenüber der heutigen Situation bei einem um 10% günstigeren Angebot mit hohem Qualitätsstandard als optimal. Die AHW Busbetriebe AG wird mit neuen, grösseren, komfortableren und umweltfreundlichen Bussen fahren.
Medienmitteilung vom 15. September 1999
Umweltfreundliche Busse im Einsatz
Erste Busse fahren dank umweltfreundlichem schwefelfreiem Diesel und dem Einsatz von modernsten CRT-(Continous Regenerating Trap) Abgasnachbehandlungs-Systemen schadstoffarm. Und das kaum zwei Monate, nachdem der ZVV eine entsprechende Richtlinie erlassen hat.
Ein schmucker Kleber mit der Aufschrift "Noch ein Grund einzusteigen – wir fahren schwefelfrei" ziert die Busse, die dank dem Einsatz modernster Umwelttechnologie seit wenigen Tagen noch umweltfreundlicher fahren. Auf Initiative des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) wird im ganzen Verbundgebiet schrittweise schwefelfreier Diesel für alle Busse eingeführt. Damit nicht genug: bereits werden erste Fahrzeuge der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) und der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) für den Betrieb mit CRT-Systemen ausgerüstet.
Der schwefelfreie Diesel bewirkt, dass der Schadstoffausstoss bereits deutlich reduziert wird. Dieser Treibstoff kostet wegen der Entschwefelung pro Liter bis zu 6 Rappen mehr als konventioneller Diesel. Die so entstehenden Zusatzkosten werden vom ZVV übernommen. Anfangs September 1999 wurde die VBZ-Tankstelle Hagenholz auf schwefelfreien Diesel umgerüstet. Schon beim Uebergang ins neue Jahrtausend werden alle Fahrzeuge an dieser Tankstelle nur noch mit schwefelfreiem Diesel betankt.
Ergänzt man diese Massnahme durch den Einbau von sogenannten CRT-Filtern, so wird dank der Abgasnachbehandlung eine Reduktion kleinster Russpartikel, Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxide um 90-98% erreicht. Ein weiterer Vorteil dieser umweltfreundlichen Technologie ist, dass sich das System laufend selbst regeneriert und daher wartungsfrei ist. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis beim kombinierten Einsatz von schwefelfreiem Diesel und CRT-Filtern ist ausgezeichnet.
Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden im ZVV rund 100 Fahrzeuge auf CRT umgerüstet. Die verbleibenden 460 Busse werden bis ins Jahr 2005 schrittweise durch neue, umweltfreundliche Fahrzeuge ersetzt.
Medienmitteilung vom 20. Juli 1999
Der ZVV will den Schadstoffausstoss bei Dieselbussen um 90-99% vermindern. Möglich wird dieser Schritt durch schwefelfreien Diesel und modernste Abgasnachbehandlung bei Dieselbussen.
Die Verkehrsunternehmen im ZVV betreiben heute rund 550 Dieselbusse. Ihr Schadstoffausstoss wurde bisher durch den Einsatz moderner Motorentechnik und teilweise durch den Einsatz von Filtern vermindert. Der ZVV geht jetzt einen Schritt weiter. Er setzt zusätzlich auf schwefelfreien Diesel und das seit kurzem serienmässig erhältliche CRT-Abgasnachbehandlungssystem.
Ausgangspunkt für eine massgebliche Schadstoffreduktion ist schwefelfreier Diesel. Mit dieser neuen Treibstoffqualität kann der Ausstoss verschiedener Schadstoffe vermindert werden, z.B. Stickoxid von 440 t/Jahr auf 390 t/Jahr. Bei Schwefeldioxid (SO2) ist sogar eine Reduktion um 99% auf 0.2 t/Jahr möglich. Der ZVV will deshalb den schwefelfreien Diesel so schnell wie möglich im ganzen Verbundgebiet einführen, auch wenn der Liter wegen der Entschwefelung zur Zeit noch knapp 6 Rp. mehr kostet. Bei den Winterthurer Verkehrsbetrieben wird seit knapp zwei Monaten mit schwefelfreiem Diesel gefahren.
Der schwefelfreie Diesel ist auch zwingende Voraussetzung für eine zusätzliche Massnahme, die der ZVV in den nächsten Jahren zur weiteren Entlastung der Umwelt verwirklichen wird: den Einsatz von CRT-Systemen (Continuous Regenerating Trap). CRT-Systeme dienen der Abgasnachbehandlung und reduzieren kleinste Russpartikel (PM10), Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxide um 90-98%. CRT-Filter haben sich bewährt und sind heute bereits serienmässig verfügbar. Eine Erweiterung des Systems um eine DeNOx-Katalyse (SCRT-Filter) dürfte auch die Stickoxide um mindestens 90% vermindern. SCRT-Systeme dürften ab ca. 2002 serienmässig verfügbar sein.
SCRT-Systeme können zusammen mit schwefelfreiem Diesel zu Schadstoffverminderungen führen, die die Werte von alternativen Antriebstechniken wie Gasbussen erreichen und zum Teil übertreffen, aber deutlich weniger kosten. Neben der verbundweiten Einführung des schwefelfreien Diesels werden deshalb alle neu beschafften Busse im ZVV mit CRT und später mit SCRT-Systemen ausgerüstet. Mit der Realisierung soll noch dieses Jahr gestartet werden. Bis ins Jahr 2003 dürften bereits ¾ aller Dieselbusse im ZVV mit den neuen Techniken ausgestattet sein. Die übrigen Fahrzeuge sollen bis 2005 ersetzt werden. Die Zusatzkosten für das schwefelfreie Benzin und die neuen Filtersysteme werden vom ZVV übernommen.
Gefordert ist nun auch die Politik. Eine steuerliche Vergünstigung des umweltfreundlichen, schwefelfreien Diesels könnte diesem Treibstoff und den neuen Techniken auf breiter Basis zum Durchbruch verhelfen und damit die Umweltqualität nachhaltig verbessern.
Medienmitteilung vom 13. Juli 1999
Der ZVV im Fahrplanjahr 97/98: Steigende Qualität bei sinkenden Kosten
Das Geschäftsjahr 1997/98 des ZVV zeigt zwei erfreuliche Tendenzen. Die Kunden sind mit den Leistungen zufriedener als 1996 und bei den Finanzen wurde eine Trendwende erreicht: die Beiträge von Kanton und Gemeinden lagen erstmals tiefer als im Vorjahr.
Zufriedene Kunden sind treue Kunden. Der ZVV führt deshalb seit 1996 Kundenbefragungen durch. Die Resultate der im letzten Jahr durchgeführten Befragung sind erfreulich. Gegenüber 1996 ist die Bewertung von 70 auf 74 Punkte gestiegen. Die Verkehrsunternehmen haben vor allem für ihre Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und die Bedienung an den Verkaufsstellen sehr gute Noten erhalten. Die Fahrgäste fühlen sich auch sicherer als 1996. Und sogar die Billettpreise werden deutlich freundlicher beurteilt als noch zwei Jahre zuvor. Ausschlaggebend dürfte sein, dass der ZVV die Tarife seit Jahren nicht mehr angehoben hat und seit 1997 den preisgünstigen 9-Uhr-Pass anbietet.
Positive Nachrichten gibt es auch aus dem Finanzbereich. Nachdem die Kostenunterdeckung in den früheren Jahren kontinuierlich angestiegen ist, hat sie sich im Fahrplanjahr 97/98 erstmals verringert. Gegenüber dem Vorjahr liegt sie mit 288 Mio. Franken wesentlich tiefer als im Vorjahr (326,4 Mio. Franken). Die Einsparung von rund 38,4 Mio. Franken kommt Kanton und Gemeinden zugute, weil sie die Kostenunterdeckung gemeinsam tragen. Der positive Rechnungsabschluss hat verschiedene Gründe. Produktivitätssteigerungen, straffes Kostenmanagement, tiefes Zinsniveau und günstige Treibstoffpreise haben ebenso dazu beigetragen wie ein leichte Ertragssteigerung dank mehr Fahrgästen.
Medienmitteilung vom 2. Juli 1999
50 mal ausfliegen im Zürcher Verkehrsverbund
Sommerzeit – Ferienzeit – Ausflugszeit.
Unter www.zvv.ch/ausflugstipps präsentiert der ZVV ab sofort über 50 Ausflugstipps im ganzen
Kanton Zürich.Für jeden Geschmack, jedes Alter, jedes Wetter. Ob Fun oder Natur, ob Sport oder
Kultur.
Ein Klick auf die animierte Sonne genügt und der nächste Freizeitausflug beginnt auf den Websites des ZVV. Mit vier Suchkriterien erhalten Reiselustige ihre persönlichen Ausflugstipps zum Auswählen. Ein Kurzbeschrieb des Reiseziels, Öffnungszeiten und Preise sowie ein Reiseplan vermitteln erste Informationen.
Medienmitteilung vom 15. Juni 1999
Rasche Reaktion auf Nachfragesteigerung: 800 zusätzliche Sitzplätze auf der S5 und S7
Der erfolgreiche Start der neuen Angebote des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) hat in Spitzenzeiten vor allem am rechten Seeufer (S6 und S7) und im Zürcher Oberland (S5) zu Kapazitätsengpässen geführt. ZVV und SBB haben umgehend reagiert und in enger Zusammenarbeit Lösungen zur raschen Behebung der morgendlichen Kapazitätsengpässe entwickelt und umgesetzt:
- Die S7 Rapperswil ab 6.40 Uhr – Zürich HB an 7.18 Uhr, verkehrt bereits seit 14.6.99 neu mit drei statt mit zwei Doppelstockkompositionen. Dadurch werden knapp 400 zusätzliche Sitzplätze angeboten.
- Zur Entlastung der S5 verkehrt ab Montag, 21. Juni 1999, ein Zusatzzug mit rund 400 Sitzplätzen. Der Zusatzzug verkehrt auf der Strecke Bubikon – Zürich HB – Zürich Hardbrücke mit folgenden Abfahrtszeiten:
Bubikon ab 7.24 Uhr
Wetzikon ab 7.30 Uhr
Uster ab 7.37 Uhr
Zürich Stadelhofen an 7.49 Uhr
Zürich HB an 7.53 Uhr
Zürich Hardbrücke an 7.57 Uhr
Der Zusatzzug verkehrt täglich von Montag bis Freitag, ohne allg. Feiertage und 1. Mai
2000.
Medienmitteilung vom 9. Juni 1999
Erfolgreicher Start des neuen Fahrplans, erste Kapazitätsengpässe
Mit dem neuen Fahrplan vom 30. Mai 1999 hat der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) bei gleichbleibenden Preisen einen markanten Leistungsausbau eingeführt. Die neuen Angebote sind schon in der ersten Woche auf grosses Interesse gestossen. Der erfolgreiche Start des neuen Fahrplanes führt in Spitzenzeiten teilweise zu Kapazitätsengpässen. Das gilt vor allem für das rechte Seeufer (S6 und S7) sowie für das Zürcher Oberland (S5). ZVV und SBB arbeiten zur Zeit intensiv an Lösungen, mit denen diese Engpässe so rasch als möglich behoben werden können.
Medienmitteilung vom 18. Mai 1999
Massive Aufwertung des öffentlichen Verkehrs im Raum Zürich
Schneller in die City und zum Flughafen
Mit dem neuen Fahrplan vom 30. Mai 1999 bietet der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) bei gleichbleibenden Billett- und Abo-Preisen einen markanten Leistungsausbau: Noch bessere Einbindung des Flughafens Kloten ins öffentliche Verkehrsnetz, mehr und schnellere Verbindungen am rechten Zürichseeufer und doppelt so viele Züge im Tösstal - so lauten die Schlagworte des neuen ZVV-Angebots mit kantonsweiter Auswirkung. Detaillierte Information: www.zvv.ch oder elektronischer ZVV Fahrplan (an Verkaufsstellen erhältlich).
Ende der 60er-Jahre wurde auf der Bahnlinie zwischen Rapperswil und Zürich der Halbstundentakt eingeführt ("Goldküsten-Express"). Abgesehen von der direkten Verbindung Stadelhofen - Hauptbahnhof und vom Einsatz von Doppelstockzügen blieb das Bahnangebot am rechten Zürichseeufer seither praktisch konstant. Die Nachfrage ist werktags während den Stosszeiten enorm. Die Pendler-Statistik zeigt, dass beispielsweise in Meilen rund 65 Prozent der Arbeitspendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Die Folge ist ein sehr hoher Auslastungsgrad in Spitzenzeiten. Mit dem neuen Fahrplan erhalten die Gemeinden rechts des Zürichsees nun eine stark verbesserte S-Bahn-Verbindung zur City.
Viertelstundentakt am rechten Seeufer ab Herrliberg-Feldmeilen Richtung City
Am unteren Seeufer wird die neue S-Bahn-Linie S16 eingeführt. Sie verkehrt halbstündlich zwischen Herrliberg-Feldmeilen und dem Flughafen Kloten via Zürich HB. Die S6, bisher zwischen Baden und Tiefenbrunnen zirkulierend, wird neu an Werktagen bis Uetikon verlängert und zwar im Halbstundentakt bis 20 Uhr. Vom Zusammenspiel von S16 und S6 profitieren vor allem die Bewohner des unteren Seebeckens. Auf der Strecke Herrliberg-Feldmeilen bis Zürich HB haben sie nun wochentags bis 20 Uhr jede Viertelstunde eine S-Bahn-Verbindung.
Nonstop Meilen - Zürich in 10 Minuten
Aber auch die Bevölkerung des oberen Seebeckens profitiert von Neuerungen. Zwischen Meilen und Stadelhofen verkehrt die S7 neu ohne Halt und benötigt für diese Strecke lediglich 10 Minuten, was einer Halbierung der bisherigen Fahrzeit entspricht. Von Rapperswil nach Zürich HB wird man mit der S7 nur noch 37 Minuten unterwegs sein.
Zürich HB - Flughafen: 8 Züge pro Stunde!
Mit dem neuen Fahrplan wird auch die Einbindung des Flughafens Zürich ins S-Bahn-Netz verbessert. Bis heute wird der Flughafen seitens der S-Bahn lediglich durch die S2 erschlossen. Sie verbindet das linke Zürichseeufer via Hauptbahnhof stündlich und das Oberland halbstündlich mit dem Flughafen. Mit der neuen S16 erhält nun auch das rechte Seeufer eine umsteigefreie Verbindung zum Flughafen und zwar im Halbstundentakt. So wird man künftig beispielsweise vom Seefeldquartier (Tiefenbrunnen, Stadelhofen) in knapp 20 Minuten ohne Umsteigen zum Flughafen gelangen. Daneben werden aber auch ganze Regionen wie das Limmattal, das Furttal oder der Zimmerberg - Umsteigen am HB bzw. an der Hardbrücke oder in Oerlikon vorausgesetzt - von dieser Angebotserweiterung profitieren. Insgesamt werden ab dem 30. Mai drei umsteigefreie S-Bahn-Züge pro Stunde den HB mit dem Flughafen verbinden. Zusammen mit dem nationalen Bahnangebot werden zwischen HB und Flughafen ab 30. Mai 1999 nicht weniger als acht Züge pro Stunde verkehren.
Drei neue Schnellbuslinien zum Flughafen
Der Flughafen soll aber nicht nur für die Stadt, sondern auch für umliegende Gemeinden besser erschlossen werden. Der ZVV erweitert deshalb das 1997 eingeführte Konzept der Schnellbusse durch drei zusätzliche Linien mit Zielort Flughafen. Die Quellorte sind Regensdorf, Dielsdorf und Nürensdorf. Vom Angebot dieser neuen S-Busse profitieren vor allem die in diesen Ortschaften ansässigen Flughafen-Mitarbeiter.
Tösstal: Neu zwei Züge pro Stunde
Von Fahrplanverbesserungen wird man auch im Tösstal profitieren. Die S26 - bisher eine klassische Regionallinie von Winterthur nach Rapperswil mit Stundentakt - wird zwischen Winterthur und Bauma zu einer effizienten S-Bahn ausgebaut. Auf dieser Strecke wird neu von Montag bis Freitag bis 20 Uhr stündlich eine zusätzliche Verbindung angeboten. Damit verkehren zwischen der Eulachstadt und Bauma zwei Züge pro Stunde.
Halt auf Wunsch
Es entspricht einer Zielsetzung des ZVV, das öffentliche Verkehrsangebot individueller zu gestalten. Eine Massnahme in diesem Sinne ist das Konzept "Halt auf Wunsch". Konkret geht es darum, auf Buslinien am Abend zusätzliche Ausstiegspunkte anzubieten, sodass der Fussweg nach Hause verkürzt wird. Die Haltepunkte sind auf der Strasse mit einem gelben Streifen (mit integrierten "A") markiert. Ab Fahrplanwechsel findet ein Pilotversuch auf zwei Postautolinien im Weinland und auf zwei Linien des Ortbus Wädenswil statt.
Weitere bedeutende Neuerungen
- Furttal: die S-Bahn S6 fährt neu auch an Wochenenden (bis 21.00 Uhr) halbstündlich bis Regensdorf (bisher stündlich).
- Wehntal: neuer direkter Zug von Stadelhofen nach Niederweningen
- Weinland: zweimal täglich Interregio Schaffhausen - Zürich mit Halt in Andelfingen; einmal in Gegenrichtung
Trotz diesen substantiellen Angebotsverbesserungen wird der ZVV dieses und voraussichtlich auch die nächsten Jahre auf Tariferhöhungen verzichten. Damit wird das Angebot des Zürcher Verkehrsverbundes noch konkurrenzfähiger. Insbesondere Flugpassagiere, Pendler vom rechten Seeufer mit Zielort Zürich oder Kloten sowie Freizeitreisende werden von den schnellen und häufigen Verbindungen profitieren können.
Wichtigste Fahrplanänderungen und neue Angebote per 30.5.99
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Name |
Startort und Zielort |
Leistung |
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S16 |
Herrliberg-
Feldmeilen |
Flughafen
Kloten |
Neue S-Bahn-Linie. Umsteigefreie Verbindung zwischen Herrliberg-Feldmeilen und
Flughafen Kloten via Zürich HB
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S6 |
Baden | Uetikon | Verlängerung der S6 von Tiefenbrunnen bis nach Uetikon
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S6 |
Zürich | Regensdorf | Neu verkehren die Züge der S6 auch an Wochenenden (bis 20.30 Uhr) halbstündlich bis Regensdorf (bisher stündlich) |
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S7 |
Rapperswil | Winterthur | Änderung des Fahrplans. Beschleunigte S-Bahn nonstop Meilen-Stadelhofen in 10
Minuten (von Rapperswil bis Meilen mit Halt an jeder Station).
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S26 |
Winterthur | Bauma - Rapperswil | Änderung des Fahrplanes. Im Tösstal zwischen Winter-thur und Bauma neu auf der
S26.
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| S-Bus Linien | Dielsdorf
Regensdorf Nürensdorf |
Flughafen
Kloten |
3 neue Schnellbuslinien
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Medienmitteilung vom 12. März 1999
Aktion: 9-Uhr-Pass Probeabo
Seit Mai 1997 bietet der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) unter der Marke 9-Uhr-Pass ein neues Fahrausweissortiment an. Der 9-Uhr-Pass ist der ideale Fahrausweis für Einkauf und Besorgungen, zum Ausgehen in die City und für Ausflüge in die Natur.
Vom 15. März bis zum 14. April 1999 gibt es den 9-Uhr-Pass als Probeabonnement für 9 Tage zum Preis von:
- Fr. 15.- für die Stadt und Agglomeration Winterthur (Zonen 20, 22, 23, 60, 63, 64, 70)
- Fr. 20.- für die Stadt und Agglomeration Zürich (Zonen 10, 11, 21, 40, 50, 54, 55)
- Fr. 25.- für das gesamte Verbundgebiet (Alle Zonen)
Wer anschliessend an die Aktion einen 9-Uhr-Pass für einen Monat oder ein Jahr kauft, erhält den Preis des Probeabos angerechnet.
Mit dieser Aktion erhalten insbesondere Gelegenheitskunden die Möglichkeit, die Vorzüge des 9-Uhr-Passes selber auszuprobieren.
Medienmitteilung vom 26. Januar 1999 / 22.45 Uhr (ZVV, Stadtrat, VPOD)
Einigung zwischen ZVV, VBZ und Gewerkschaften
Nach intensiven Verhandlungen sind der Zürcher Verkehrsverbund (Direktor Franz Kagerbauer), der Vorstand des Departementes der Industriellen Betriebe (Stadtrat Dr. Thomas Wagner) und die Vertreter des VPOD (Gewerkschaftssekretäre Heinz Jacobi und Stephan Giger) übereingekommen, rasch möglichst das Gespräch aufzunehmen und das weitere Vorgehen festzulegen, um verbindliche Mindestarbeitsbedingungen für Transportunternehmungen im Gebiet des ZVV auf der Basis der im öffentlichen Verkehr üblichen Anstellungs- und Arbeitsbedingungen zu vereinbaren. Mit diesem Verhandlungsergebnis werden die Gewerkschaftsvertreter vor der VBZ-Betriebsaufnahme darauf hinwirken, dass auf die angedrohte Protestaktion von morgen Mittwoch, den 27. Januar 1999, verzichtet wird.
Medienmitteilung vom 26. Januar 1999
VPOD-Kampagne: Verdrehungen und falsche Behauptungen
Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ist empört, dass der VPOD in letzter Zeit mit verschiedenen ungerechtfertigten Vorwürfen und falschen Behauptungen ein Klima der Konfrontation und Aggression schürt.
Der ZVV weist den Vorwurf, er drücke sich vor Verhandlungen mit den Gewerkschaften, entschieden zurück. Der ZVV hat sich von Anfang an verhandlungsbereit gezeigt. Es ist der VPOD, dem Verhandlungen plötzlich nicht mehr wichtig sind. Der Beweis: Der VPOD lässt zentrale Fragen statt auf dem Verhandlungsweg lieber gerichtlich beurteilen - er hat im Oktober 1998 beim Verwaltungsgericht Beschwerde eingereicht. Wie soll verhandelt werden, wenn man den Entscheid dem Gericht überträgt ! Der ZVV hat deshalb die Verhandlungen bis zum Gerichtsurteil sistiert.
Der VPOD nimmt es auch in anderen Bereichen mit der Wahrheit nicht genau. So behauptet er der ZVV wolle die Arbeitszeit der VBZ-Angestellten von 41 auf 42 Stunden erhöhen.
Tatsache ist: Die Arbeitszeit für das städtische Personal beträgt heute 42 Stunden. Davon sitzen die VBZ-Chauffeure nur 33 Stunden am Lenkrad bei einem durchschnittlichen Jahresverdienst von rund 80'000 Franken. Die Chauffeure in anderen Verkehrsunternehmen (z.B. Postauto) sitzen 38 Stunden am Lenkrad.
Der VPOD behauptet, der ZVV wolle die VBZ zerstückeln.
Tatsache ist: Bis zum Jahr 2003 wird keine einzige Linie mehr ausgeschrieben. Es herrscht ein Moratorium. Bis jetzt wurden sechs Regionalbuslinien ausgeschrieben, bei denen die VBZ lediglich Transportbeauftragte der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) waren. Der Entscheid für diese Ausschreibungen wurde 1993 einvernehmlich mit den VBZ und der VBG gefällt.
Der VPOD behauptet, der ZVV gefährde Arbeitsplätze.
Tatsache ist: Allein bei den VBZ werden im laufenden Jahr 60 neue Arbeitsplätze entstehen. Es ist der VPOD, der mit seiner unfairen Kampagne dem öffentlichen Verkehr Schaden zufügt und am Mittwochmorgen mit einem ungerechtfertigten dreistündigen Ausstand die Kunden verärgert.