MEDIENMITTEILUNGEN
Archiv 2002
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Medienmitteilung vom 19. Dezember 2002
Zufriedene Kundinnen und Kunden im ZVV
Die Kundinnen und Kunden des ZVV sind mit dem öffentlichen Verkehr zufriedener als noch vor zwei
Jahren. Dies hat die Servicequalitätsmessung 2002 ergeben. Insbesondere in den Bereichen Preis,
Zuverlässigkeit und Fahrgastinformation sowie im Umgang mit Reklamationen stellen die Befragten
eine Qualitätsverbesserung fest. Der öffentliche Verkehr ist im Empfinden der Fahrgäste jedoch
weniger sauber und weniger sicher als noch vor zwei Jahren. Der ZVV hat bereits Massnahmen in
diesen Bereichen eingeleitet.
Gesamtnote verbessert
Bereits zum vierten Mal hat der ZVV im Herbst 2002 die Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs
befragt. Die Resultate der alle zwei Jahre durchgeführten Kundenzufriedenheitsstudie zeigen auf,
inwiefern der ZVV und die Verkehrsunternehmen im ZVV die Erwartungen der Kundinnen und Kunden
erfüllen. Die Gesamtnote ist von 73 auf 74 Punkte gestiegen. Auch das Image des ZVV hat sich
verbessert und die Bereitschaft, den öffentlichen Verkehr weiter zu empfehlen, ist höher als noch
vor zwei Jahren.
Gezielte Massnahmen haben sich gelohnt
Beim Preis, bei der Zuverlässigkeit, bei der Fahrgastinformation sowie beim Umgang mit
Reklamationen geben die Kundinnen und Kunden dem ZVV bessere Noten als in der Kundenbefragung 2000.
Die Massnahmen, die in diesen Bereichen im Anschluss an die letzten Kundenbefragungen eingeleitet
wurden, zeigen also Erfolg.
Problembereiche Sauberkeit und Sicherheit
Die Befragten schätzen die Sicherheit und Sauberkeit insbesondere auf der S-Bahn deutlich
schlechter ein als noch vor zwei Jahren. Aufgrund der Servicequalitätsmessung 2000 hat der ZVV
deshalb eine Arbeitsgruppe in diesem Bereich eingesetzt. Im Dezember 2002 stellten der ZVV und die
SBB gemeinsam ein neues Massnahmenpaket für die S-Bahn Zürich vor. Im Zentrum steht dabei die
Begleitung der S-Bahnen nach 21 Uhr sowie der Einsatz eines mobilen Reinigungsteams. Der ZVV ist
überzeugt, dass mit diesen Massnahmen das Sicherheitsgefühl auf der S-Bahn wieder besser wird.
Umgang mit Reklamationen: ZVV-Contact
Den Umgang mit Reklamationen beurteilen die Kundinnen und Kunden besser als noch vor zwei
Jahren. Als Reaktion auf die schlechten Noten im Jahr 2000 hat der ZVV eine Kontaktstelle für alle
Fragen rund um den öffentlichen Verkehr im Verbundgebiet eingerichtet. ZVV-Contact hat am 15.
Dezember 2002 seinen Betrieb aufgenommen.
Verbesserte Resultate auch bei den Verkehrsunternehmen
Das verbesserte Gesamtergebnis spiegelt die verbesserten Ergebnisse der Verkehrsunternehmen
im ZVV. Für Fragen zu den Ergebnissen der einzelnen Verkehrsunternehmen wenden Sie sich bitte
direkt an die jeweiligen Unternehmen.
Medienmitteilung vom 19. Dezember 2002
ZVV-Nachtnetz: Erfolgreicher Start mit ein paar Unklarheiten
Der Start des ZVV-Nachtnetzes vom letzten Wochenende war ein Erfolg. Rund 3'400 Fahrgäste
nutzten das neue Angebot, beinahe drei Mal so viele wie bisher. Unklarheiten bestanden betreffend
des Zuschlags von 5 Franken. Dieser muss mit der Tastenkombination *162 am Automaten gelöst werden.
Weiter ist darauf zu achten, dass die Liniennummern, die Linienführung und die Fahrpläne nicht mit
jenen der bisherigen Nachtbusse übereinstimmen
Beinahe drei Mal so viele Fahrgäste unterwegs
In der Nacht vom vergangenen Samstag auf den Sonntag fuhren zum ersten Mal die S-Bahnen und
Busse des ZVV-Nachtnetzes. Vier S-Bahn- und 32 Buslinien bedienten 80% der Gemeinden im Kanton
Zürich. Der Start war erfolgreich. Über 3'400 Fahrgäste benutzten in dieser Nacht das
ZVV-Nachtnetz. Dies entspricht beinahe einer Verdreifachung der Frequenzen im Vergleich zu den
bisherigen Nachtbus-Linien. Mit den vier neuen S-Bahn-Nachtlinien fuhren über 1'000 Fahrgäste. Am
meisten Benutzerinnen und Benutzer des ZVV-Nachtnetzes kehrten mit den 2-Uhr-Kursen nach Hause.
Unklarheiten mit Linienführung und Zuschlag
Auf dem ZVV-Nachtnetz sind zwei Tickets erforderlich, nämlich ein ZVV-Ticket und ein
Nachtzuschlag von 5 Franken. Dies war in den frühen Morgenstunden des letzten Sonntags noch nicht
allen Fahrgästen bewusst. Ticket und Zuschlag sind unbedingt vor der Fahrt am Automaten zu lösen
(Code Nachtzuschlag: *162), denn in den Nachtbussen können keine Tickets verkauft werden. Für den
Zuschlag empfiehlt sich die Zuschlags-Multikarte (6 Zuschläge zum Preis von 5). Auch dass
Liniennummern, Linienführung, Takt und Fahrzeiten nicht mit den bisherigen Nachtbussen
übereinstimmen, war nicht allen Kundinnen und Kunden klar. Infos mit Fahrplan und Liniennetzplan
sind an allen Verkaufsstellen, sowie bei ZVV-Contact unter 0848 988 988 erhältlich.
Medienmitteilung vom 17. Dezember 2002
MobilPlus: Ein Ticket für alle
Mit dem Konzept MobilPlus will der ZVV den öffentlichen Verkehr schrittweise behinder-tengerecht
gestalten. Bis 2014 soll ein flächendeckendes, attraktives Netz bereitstehen, das die Mobilität und
die Integration behinderter Menschen fördert. Bis 2014 sollen auch die Informationssysteme und die
Verkaufsstellen behindertengerecht ausgebaut sein. Der Vollausbau soll bis 2024 abgeschlossen sein.
Damit werden die Anforderungen des neuen Behindertengleichstellungsgesetzes erfüllt.
Ein neues Zeitalter für Behinderte
Im Einzugsgebiet des ZVV leben rund 150'000 Menschen mit einer Behinderung. Neben
Roll-stuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern gehören dazu auch Personen mit einer Seh- oder
Hörbe-hinderung und mit taktilen, geistigen, psychischen oder altersbedingten Einschränkungen. Für
sie bricht in den nächsten Jahren ein neues Zeitalter an. Der öffentliche Verkehr im Lebens- und
Wirtschaftsraum Zürich wird behindertengerecht ausgestaltet. Integral und auf allen
Verkehrsmitteln. Das Konzept heisst MobilPlus. Es wurde vom ZVV in enger Zusammenarbeit mit
Behinder-tenorganisationen, Verkehrsunternehmen und Fachleuten erarbeitet.
Mobilität und Integration
MobilPlus sorgt dafür, dass behinderten Menschen im Kanton Zürich bis 2014 ein attraktives,
flächendeckendes Verkehrsnetz zur Verfügung steht. Zudem werden die Informationssysteme sowie die
Verkaufsstellen den Bedürfnissen behinderter Menschen angepasst. Bis 2014 wird ein Grossteil der
Fahrzeuge über Niederflureinstiege verfügen und mit akustischen und visuellen Informationsmitteln
ausgerüstet sein. Wichtige Haltestellen und Stationen werden behindertengerecht umgebaut. Dazu
gehören alle grossen Umsteigepunkte und Haltestellen, die für behinderte Menschen von besonderer
Bedeutung sind, weil sie in der Nähe von Behinderteninstitutionen, Krankenhäusern oder Altersheimen
liegen. Das Netz wird ergänzt durch Haltestellen, die die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
erleichtern. Sie liegen im Umfeld von wichtigen Arbeitsplätzen, Schulen, Ämtern, Theatern, Museen
usw. So fördert MobilPlus nicht nur die Mobilität, sondern auch die Integration.
Ein Ticket für alle
Als Sofortmassnahme wird in den nächsten Monaten ein Grossteil der 190 Niederflurbusse mit
mobilen Rampen nachgerüstet. Damit können noch keine festen Linien oder Fahrpläne eingerichtet
werden, aber Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer können sich telephonisch erkundigen, wann und
wo ein solcher Bus im Einsatz steht. Ab 2006 werden erste durchgängige Reiseketten auf
verschiedenen Verkehrsmitteln angeboten. Dann wird aus "Ein Ticket für alles" auch "Ein Ticket für
alle".
Eine Investition für alle
Die gesamten Investitionen werden jährliche Kosten von 13 - 14 Millionen Franken verursachen.
Diesen Kosten stehen voraussichtlich Mehrerlöse gegenüber, denn neben der neuen Kundengruppe der
behinderten Personen dürften auch Reisende mit schwerem Gepäck oder Kinderwagen vermehrt den
öffentlichen Verkehr benutzen. Auch sie profitieren von den Erleichterungen beim Ein- und
Umstieg.
Medienmitteilung vom 10.Dezember 2002
S-Bahn Zürich mit Begleitung in den Abendstunden
Ein Gesamtkonzept bringt zusätzliche Sicherheit
In enger Zusammenarbeit haben ZVV und SBB ein «Sicherheitspaket» für die S-Bahn Zürich definiert. Die Massnahmen ergänzen die bestehenden Sicherheitsanstrengungen und werden ab 15. Dezember 2002 schrittweise in die Praxis umgesetzt. Im Zentrum steht die Begleitung der S-Bahnen ab 21 Uhr.
Auf den Linien der S-Bahn Zürich kommen künftig jeweils ab 21 Uhr erstmals spezialisierte Begleitpersonen zum Einsatz. Damit decken ZVV und SBB die spezifischen Bedürfnisse der S-Bahn-Kundinnen und -kunden ab.
Die neue Funktion wird als «Zugchef S-Bahn» bezeichnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser neu geschaffenen Funktion verfügen über eine Basisausbildung als Zugbegleiter und werden von den SBB auf die Aufgaben innerhalb des Regionalverkehrs vorbereitet. Das Aufgabengebiet des Zugchefs S-Bahn umfasst die Billett-Kontrolle, die sichtbare Präsenz in den S-Bahnen während den Abendstunden sowie Informations- und Dienstleistungsfunktionen.
Ziel des ZVV und der SBB ist es, die Begleitung nach 21 Uhr schrittweise auszubauen. Im Januar 2003 wird die S6 als erste S-Bahn ab 21 Uhr durch einen Zugchef und einen Begleiter betreut. Ab 30. Juni 2003 folgen die S1, die S2, die S3 und die S5, ab 13. Dezember 2003 werden auch die S7, die S8, die S9, die S12, die S14 und die S16 begleitet sein. Ab 30. Juni 2004 werden sämtliche Linien der S-Bahn Zürich durch zwei Personen begleitet sein.
Mit der integralen Begleitung ab 21 Uhr wird der Einsatz der Bahnpolizei angepasst. Die
Bahnpolizei wird von der reinen Begleitfunktion von S-Bahnzügen entlastet und kommt dann zum
Einsatz, wenn ein polizeiliches Eingreifen erforderlich ist.
Treffpunktwagen in jeder S-Bahn-Komposition
Die Auswertung des Versuchs mit dem Treffpunktwagen hat gezeigt, dass dieses Angebot einem Bedürfnis entspricht. Nach dem Fahrplanwechsel vom kommenden 15. Dezember 2002 werden alle S-Bahn-Kompositionen mit einen speziell bezeichneten Treffpunktwagen ausgerüstet.
Übergangslösungen
Bis zur vollständigen Begleitung aller Kompositionen der Zürcher S-Bahn durch einen Zugchef S-Bahn jeweils ab 21 Uhr sind Übergangslösungen vorgesehen. Im Jahr 2003 wird die Bahnpolizei insbesondere in den Abendstunden vermehrt patrouillieren. Verstärkte Fahrausweiskontrollen werden die Schwarzfahrerquote senken. Da ein direkter Zusammenhang zwischen der Sauberkeit des Rollmaterials und dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Fahrgäste besteht, werden zusätzlich zur bestehenden Reinigung mobile Reinigungsteams eingesetzt. Die SBB können dabei auf die positiven Erfahrungen der Clean-Teams innerhalb der Expo.02 zurückgreifen. Die Mitarbeiter werden für diese Aufgabe speziell rekrutiert und ausgebildet.
Videoüberwachung
Das neue Rollmaterial wird über die notwendigen technische Installationen verfügen, die eine systematische Videoüberwachung ermöglichen. Im Bedarfsfall können die Wagen in kürzester Zeit mit Videokameras ausgerüstet werden. Der ZVV wird gemeinsam mit den SBB entscheiden, wann und in welchem Umfang die Videoüberwachung zum Einsatz kommen soll.
Medienmitteilung vom 19. November 2002
Eröffnung ZVV-Contact: Eine Nummer für alles
Per Fahrplanwechsel vom 15. Dezember startet ZVV-Contact, die zentrale Anlaufstelle für alle
Anliegen rund um den öffentlichen Verkehr im Kanton Zürich.
Unter der Nummer 0848 988 988 (8 Rappen pro Minute) sind Informationen zu sämtlichen
Unternehmungen im Zürcher Verkehrsverbund neu aus einer Hand erhältlich.
Das Team von ZVV-Contact wird täglich von 6 bis 22 Uhr seinen Kundinnen und Kunden für sämtliche Dienstleistungen rund um den öffentlichen Verkehr im Kanton Zürich zur Verfügung stehen. Die Angebotspalette reicht von Fahrplan- und Tarifauskünften, der Bearbeitung von Lob und Tadel, dem Verkauf von ZVV-Fahrausweisen bis hin zu Informationen zu Betriebsstörungen, Veranstaltungen oder Ausflugstipps. ZVV-Contact kann via Telefon, E-mail, Brief, Fax oder Internet kontaktiert werden.
Ein partnerschaftliches Unternehmen
Die Verkehrsbetriebe Zürich betreiben ZVV-Contact im Auftrag des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ZVV-Contact arbeiten eng mit den Partnerunternehmungen im ZVV zusammen. Die Kosten für den Betrieb im ersten Jahr sind auf rund 1.3 Mio. Franken budgetiert.
Medienmitteilung vom 14. November 2002
Einführung ZVV-Nachtnetz per 15. Dezember: Am Wochende öV rund um die Uhr
In der ersten Morgenstunde am Sonntag, 15. Dezember werden die 4 S-Bahn- und 32 Bus-Linien des
ZVV-Nachtnetzes ihren Betrieb aufnehmen. Damit fährt der öffentliche Verkehr im Kanton Zürich ab
dem nächsten Fahrplanwechsel jeweils von Freitag bis Sonntag rund um die Uhr, sodass nun auch die
ausdauernsten Nachtschwärmer voll auf den öffentlichen Verkehr setzen können.
Per Fahrplanwechsel vom 15. Dezember 2002 wird das ZVV-Nachtnetz seinen Betrieb auf-nehmen.
Damit werden die bisherigen, von privater oder kommunaler Initiative ausgehenden Nachtbusse
abgelöst. Zum Einsatz gelangen S-Bahnen und Busse, die rund ums Jahr Freitag nacht und Samstag
nacht in der Regel bis um vier Uhr früh fahren.
Wichtige Ausgehzentren erschlossen
Das ZVV-Nachtnetz erschliesst die wichtigen Ausgehzentren im Kanton Zürich. Eigentliche
Verkehrsknoten sind Bellevue/Bahnhof Stadelhofen, Central/Zürcher Hauptbahnhof,
Escher-Wyss-Platz/Bahnhof Hardbrücke und Bahnhof Winterthur. Die S-Bahn zwischen Zürich und
Winterthur verkehrt im Stundentakt. Die S-Bahn-Linien am rechten Seeufer, im Zürcher Oberland und
im Limmattal fahren im Zweistundentakt. Die Nachtbusse zur Erschliessung der Städte Zürich und
Winterthur erhalten einen Stundentakt mit Linienverlängerungen in die näheren
Agglomerationsgemeinden. In den Regionen werden verschiedene Buslinien für die Feinerschliessung
sorgen, zum Teil als Anschluss an die Nacht-S-Bahn. Gegenüber heute wird das Angebot massiv
ausgebaut. Das ZVV-Nachtnetz erschliesst über 80% der Gemeinden im Kanton Zürich. Fahrpläne können
an ZVV-Verkaufsstellen bezogen werden. Unter www.zvv.ch sind sie auch elektronisch verfügbar.
Weitere Auskünfte erteilt ZVV-Contact unter 0848 988 988.
Nachtzuschlag
Der Betrieb des ZVV-Nachtnetzes muss kostendeckend sein. Deshalb lösen die Benutzerinnen und
Benutzer des ZVV-Nachtnetzes neben einem im ZVV gültigen Fahrausweis für die zu befahrenden Zonen
zusätzlich einen Nacht-Zuschlag. Der Zuschlag beträgt pauschal fünf Franken, unabhängig von der
Anzahl der zu befahrenden Zonen. Er ist 12 Stunden gültig (d.h. eine Nacht). Die Kundinnen und
Kunden des Nachtnetzes lösen sowohl Ticket wie auch Zuschlag mit Vorteil vor Antritt der Reise am
Automaten oder Schalter. Wer Ticket oder Zuschlag erst in der S-Bahn löst, bezahlt einen
substanziellen Aufpreis.
Begleitete Nacht-S-Bahnen
In jeder Nacht-S-Bahn fahren je zwei Zugsbegleiter mit. Sie werden durch frei zirkulierende
Patrouillen der Bahnpolizei unterstützt. Primäre Aufgaben der Zugsbegleitung sind Ticketkontrolle
und Auskunftserteilung.
Medienmitteilung vom 19. September 2002
Präzisierung der S-Bahn Schwarzfahrerquote
Anlässlich seiner heutigen Sitzung diskutierte der Kantonsrat die Antwort des Regierungsrats auf
das dringliche Postulat 1544 (Mehr Sicherheit und Einnahmensicherung bei den Verkehrsmitteln des
ZVV). Dabei wurde die Höhe der von der SBB erhobenen Schwarzfahrerquote nicht zuletzt aufgrund
einer irreführenden Schlagzeile in der heutigen Ausgabe von 20 Minuten in Zweifel gezogen. Der ZVV
präzisiert: Die Schwarzfahrerquote in der Region Zürich von Januar bis September 2002 beträgt
3,58%. Ein Drittel dieser „Schwarzfahrer“ sind im Besitz eines gültigen Abos, das sie jedoch bei
der Kontrolle nicht auf sich trugen.
In seiner Antwort auf das Dringliche Postulat 1544 (Mehr Sicherheit und Einnahmensicherung
bei den Verkehrsmitteln des ZVV) schreibt der Regierungsrat, dass „die Schwarzfahrerquote
schätzungsweise bei 2,5 bis 3%“ liege, „wobei zwischen der S-Bahn und den übrigen
Verkehrsunternehmen keine grössere Abweichung festzustellen ist.“ Diese Aussage wurde an der
heutigen Sitzung des Kantonsrats kontrovers diskutiert. Im Namen des Vorstehers der
Volkswirtschaftsdirektion, Regierungsrat Ruedi Jeker, präzisiert der ZVV die von der SBB erhobene
Schwarzfahrerquote.
3,58% Schwarzfahrer auf der S-Bahn
Von Januar bis September 2002 kontrollierten die SBB 2,33 Millionen Fahrausweise auf der
Zürcher S-Bahn. Bei diesen Stichkontrollen trugen 83'380 Fahrgäste keinen gültigen Fahrausweis auf
sich. Die Schwarzfahrerquote von Januar bis September dieses Jahres betrug somit 3,58%. Ein Drittel
dieser „Schwarzfahrer“ sind im Besitz eines gültigen Abos, welches sie jedoch bei der Kontrolle
nicht auf sich trugen. Aus diesem Grund wird in der oben zitierten Antwort des Regierungsrats von
2,5 bis 3% gesprochen.
Irreführende Schlagzeile in 20 Minuten
Eine irreführende Schlagzeile in der heutigen Ausgabe von 20 Minuten unterstützte die im
Kantonsrat geäusserten Zweifel an der Schwarzfahrerquote: „S-Bahn: Fast jeder Dritte ohne Billett
unterwegs“. Diese Aussage bezieht sich wie im Artikel nachzulesen ist auf eine gezielte Kontrolle
von Personen, die der Bahnpolizei verdächtig erschienen. Sie entspricht also nicht der generellen
Schwarzfahrerquote.
Medienmitteilung vom 19. September 2002
S-Bahn Zürich „Treffpunktwagen“ wird weitergeführt
Zahlreiche Kundinnen und Kunden wünschen eine Weiterführung des Treffpunktwagens in der S-Bahn Zürich, der vor zwei Monaten erfolgreich als Versuch startete. ZVV und SBB entwickeln in enger Zusammenarbeit zusätzliche Massnahmen mit dem Ziel, die Sicherheit im öffentlichen Verkehr auszubauen.
Der seit zwei Monaten laufende Versuch mit einem „Treffpunktwagen“ auf der Linie S5 zeigt, dass dieses Angebot einem Bedürfnis der Reisenden entspricht. Deshalb haben der Zürcher Verkehrsverbund ZVV und die SBB vereinbart, den Treffpunktwagen weiterzuführen. Die Sicherheitsleute, die den Wagen begleiten, werden künftig zudem Kontrollgänge durch den ganzen Zug vornehmen.
Wie bereits angekündigt, sind ZVV und SBB daran, weitere Massnahmen im Bereich Sicherheit auszuarbeiten. Zentrales Element wird eine verstärkte Begleitung der Züge in den Abendstunden sein. Aber auch Themen wie Videoüberwachung sowie Vandalismus und das Fahren ohne gültigen Fahrausweis werden berücksichtigt. ZVV und SBB werden das Massnahmenpaket Ende des laufenden Jahres vorstellen.
Medienmitteilung vom 2. September 2002
Zürcher Verkehrsverbund: Nachtnetz-Zuschlag auf 5 Franken festgesetzt
Der Regierungsrat hat für das geplante Nachtnetz-Angebot des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) die Einführung eines Zuschlages genehmigt und diesen auf 5 Franken pro Nacht festgesetzt. Verfügt ein Fahrgast über einen gültigen Fahrausweis, kauft aber den Zuschlag nicht im Voraus, sondern beim Zugpersonal der begleiteten Nacht-S-Bahnen, beträgt der Zuschlag 10 Franken. Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis können beim Zugpersonal ein Spezialticket zum Pauschalpreis von 25 Franken (2. Klasse) beziehungsweise 35 Franken (1. Klasse) beziehen. In diesem Preis ist der Nachtzuschlag nicht enthalten. Das Nacht-Angebot des ZVV wird dank dem Nachtnetz-Zuschlag weitgehend selbsttragend sein. Der ZVV führt per 15. Dezember 2002 den Betrieb eines Nachtnetzes ein, das an Wochenenden neu bis in die frühen Morgenstunden Mobilität mit Bahn und Bus anbietet. Der ZVV wird während der Nacht 137 Gemeinden mit insgesamt 851 Haltestellen erschliessen. Somit werden 80 Prozent der Gemeinden im Kanton Zürich mit mindestens einer Haltestelle ins Netz aufgenommen.
Medienmitteilung vom 2. September 2002
Rahmenkredit 2003/2004 für den Zürcher Verkehrsverbund: Geringe Kostenzunahme bei deutlich verbessertem Angebot
ki. Der Regierungsrat engagiert sich weiterhin für einen attraktiven und leistungsfähigen öffentlichen Verkehr. Er beantragt dem Kantonsrat für den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) einen Rahmenkredit von rund 610 Millionen Franken für die Fahrplanperiode 2003/2004. Gleichzeitig unterbreitet er dem Kantonsrat die mittel- und langfristige Strategie des ZVV. Diese sieht unter anderem bis ins Jahr 2008 eine Steigerung der Nachfrage um 15 Prozent und eine Tarifanpassung auf Anfang 2005 vor.
Medienmitteilung vom 27. August 2002
ZVV befragt seine Kundinnen und Kunden
Bereits zum dritten Mal befragt der ZVV (Zürcher Verkehrsverbund) seine Kundinnen und Kunden
nach ihrer Meinung zur Qualität des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zürich. Die Resultate dieser
Befragung ermöglichen es dem ZVV, sein Angebot den Bedürfnissen seiner Benutzerinnen und Benutzer
optimal anzupassen.
Vom 26. August bis zum 22. September verteilt das Marktforschungsinstitut LINK im Namen des
ZVV 8'200 Fragebogen an seine Kundinnen und Kunden in Tram, Bus und Bahn. Diese seit 1998 alle zwei
Jahre durchgeführte Befragung ermöglicht es dem ZVV, die Qualität seiner Dienstleistungen aus
Kundensicht zu erfahren. Aufgrund der Befragungen von 1998 und 2000 wurden verschiedene Projekte
wie z.B. die Errichtung eines Contact Centers oder die Optimierung der Fahrgastinformation
ausgelöst. Die Servicequalitätsmessung erlaubt zudem, den Erfolg der eingeführten Massnahmen zur
Qualitätsverbesserung zu bemessen. Der ZVV hofft deshalb auf eine engagierte Teilnahme seiner
Kundinnen und Kunden.
Medienmitteilung vom 7. August 2002
ZVV als Party-Shuttle der Streetparade 2002: VBZ durchgehend, S-Bahn und Busse im ZVV bis 3 Uhr morgens
In der Nacht vom 10. auf den 11. August 2002 verkehren S-Bahn und Busse im ZVV-Gebiet über Mitternacht hinaus bis Sonntagmorgen um drei Uhr nach Spezialfahrplan. Die meisten Tramlinien der VBZ fahren sogar durchgehend und verbinden die verschiedenen Partys und Locations miteinander. Der öffentliche Verkehr im Kanton Zürich wird damit zum offiziellen Party-Shuttle der Streetparade 2002.
Die Tramlinien der VBZ Züri-Linie zirkulieren mit Ausnahme der Linien 8 und 15 die ganze Nacht hindurch im 15 Minuten-Takt. Bis 3 Uhr morgens fahren die VBZ-Busse Nr. 31, 32, 34, 46, 62, 67, 70 und 80 (ebenfalls im 15 Minuten-Takt), und die S-Bahn Zürich verkehrt mit den Linien S3 bis S18 (ohne S14) im Stundentakt in die Agglomeration. In Ergänzung zu den S-Bahn-Zügen fahren auch die Sihltalbahn (SZU), die Bremgarten-Dietikon-Bahn (BD) und die Forchbahn (FB) ebenfalls bis 3 Uhr morgens im Stundentakt. Damit die Heimreise nicht am Bahnhof endet, bieten verschiedene Regionalbusse Anschluss. Im Einsatz stehen der Postautodienst der Region Zürich, die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland, die Verkehrsbetriebe Glattal, die Winterthurer Verkehrsbetriebe sowie die Zimmerbergbusse der SZU.
Für die Reise mit dem Angebot des ZVV in der Street Parade Partynacht vom 10./11. August 2002 gilt das normale Fahrausweissortiment, ohne Zuschlag.
Für Fahrten im Zürcher Verkehrsverbund empfiehlt der ZVV folgende Fahrausweise:
- bis 5 Tarifzonen: Die Tageskarte.
Sie kostet nicht mehr als zwei Einzelbillette, ist aber 24 Stunden unbeschränkt gültig. Die Tageskarte kann an allen Billettautomaten im Verbundgebiet bezogen werden. - ab 6 Tarifzonen: Den 9-Uhr-Tagespass.
Er berechtigt zur unbeschränkten Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel im Zürcher Verkehrsverbund. Während der Street Parade Partynacht ist der 9-Uhr-Tagespass bis am 12. August um 6 Uhr morgens gültig. Er kann mit Code *141 ebenfalls an allen Billettautomaten im Verbundgebiet bezogen werden.
Für die Anreise ausserhalb des ZVV-Gebietes nach Zürich empfielt der ZVV:
- Das „Zürich City Ticket“ (SBB bis Zürich sowie Tram und Bus der VBZ).
Medienmitteilung vom 9. Juli 2002
ZVV-Angebotsverbesserungen beschlossen
Der Verkehrsrat, das oberste Organ des ZVV (Zürcher Verkehrsverbund), hat diversen Erweiterung des ZVV-Netzes per Fahrplanwechsel vom 15. Dezember 2002 zugestimmt.
Wesentliche Angebotserweiterungen bei der S-Bahn
Aufgrund der grossen Nachfrage wird das ZVV-Angebot per Fahrplanwechel 2002 (15. Dezember 2002) auf verschiedenen Linien des S-Bahnnetzes verdichtet resp. ergänzt:
- Auf dem Abschnitt Zürich – Rapperswil der S5 werden sieben zusätzliche Züge eingesetzt. Im Oberland entsteht damit in Lastrichtung morgens und abends während jeweils vier Stunden ein Viertelstundentakt.
- Zwischen Zürich und Winterthur werden abends zwei weitere Zusatzzüge zur S12 eingeführt.
- Die S-Bahnen am rechten Zürichseeufer werden auch am Wochenende nach dem heutigen Werktagsfahrplan fahren. Damit wird ein wesentlicher Schritt in Richtung eines durchgehend einheitlichen Fahrplans für das rechte Zürichseeufer unternommen.
- Im Wehntal wird im Sinne einer Uebergangslösung zum geplanten Halbstundentakt in den Hauptverkehrszeiten ein „Shuttle-Betrieb“ zwischen Niederweningen und Oberglatt mit Anschluss an die S5 aus Rafz realisiert.
- Zürich und Schaffhausen werden neu auch nach 21 Uhr mit zwei zusätzlichen Schnellzügen verbunden, die S22 zwischen Bülach und Schaffhausen wird abends den heute tagsüber gültigen Stundentakt fahren. Daraus entsteht ein regelmässiges Angebot bis Mitternacht.
- Auf der S33 (Winterthur-Schaffhausen) wird der heute in den Hauptverkehrszeiten in Lastrichtung angebotene Halbstundentakt abends um je einen Zug pro Richtung ergänzt.
- Die S41 zwischen Bülach und Winterthur erhält am Abend und am Morgen je ein zusätzliches Zugspaar. In den Hauptverkehrszeiten entsteht dadurch ein Halbstundentakt auf der S41.
- Die S30 und die S35 erhalten am Abend je einen zusätzlichen Zug zur Ausdehnung zum Halbstundentakt.
Neue Angebote und Angebotsausbauten im Bus-, Tram- und Schiffsverkehr
Im Bus-, Tram- und Schiffsverkehr werden auf den nächsten Fahrplanwechsel zahlreiche
Ergänzungen vorgenommen. Um eine durchgängige Reisekette zu gewährleisten, werden die Anpassungen
auf der S-Bahn auch im Busnetz nachvollzogen. Zentral ist auch der Aspekt der Qualitätssicherung.
So werden nicht nur neue Angebote eingeführt, bestehende Linien verdichtet und Taktlücken gefüllt,
sondern auch Anschlüsse optimiert und schwer merkbare Angebote neu konzipiert.
ZVV-Nachtnetz
Ebenfalls per nächsten Fahrplanwechsel wird der ZVV an den Wochenenden einen Nachtbetrieb
einführen. Er wird die heutigen, durch private oder kommunale Initiative betriebenen Nachtbusse
ablösen. Zum Einsatz gelangen S-Bahnen und Busse, die rund ums Jahr Freitag nacht und Samstag nacht
in der Regel bis um vier Uhr früh fahren. Die S-Bahn zwischen Zürich und Winterthur verkehrt im
Stundentakt. Die S-Bahn-Linien am rechten Seeufer, im Zürcher Oberland, im Limmattal fahren im
Zweistundentakt. Auf allen Nacht-S-Bahnen werden Zugbegleiter eingesetzt. Die Nachtbusse zur
Erschliessung der Städte Zürich und Winterthur erhalten einen Stundentakt mit Linienverlängerungen
in die näheren Agglomerationsgemeinden. In den Regionen werden verschiedene Buslinien für die
Feinerschliessung sorgen, zum Teil als Anschluss an die Nacht-S-Bahn. Gegenüber heute wird das
Angebot massiv ausgebaut und es werden rund 85% der Bevölkerung des Kantons Zürich bedient.
Wer das Nachtangebot benutzen möchte, muss über einen gültigen ZVV-Fahrausweis für die zu
befahrenden Zonen verfügen und einen Nacht-Zuschlag lösen. Der Zuschlag beträgt pauschal fünf
Franken, unabhängig von der Anzahl der zu befahrenden Zonen.
Medienmitteilung vom 2. Juli 2002
Der ZVV im Fahrplanjahr 2000/2001: Grosse Nachfrage, grosses Ertragswachstum
Der ZVV-Geschäftsbericht für das Fahrplanjahr 2000/2001 berichtet Erfreuliches: Dank unerwartet
hohen Verkehrserträgen ist das Defizit des ZVV entgegen den Prognosen nicht angestiegen. Deutlich
mehr Fahrgäste als noch im letzten Geschäftsjahr haben das ZVV-Angebot benutzt. Weitere
Ausbauschritte insbesondere auf der S-Bahn sind nötig. Ausserdem ist die erste Tariferhöhung seit
1996 geplant.
Steigende Erträge, steigende Kosten, stabiles Defizit
Im Fahrplanjahr 2000/2001 stiegen die Verkehrserträge des ZVV im Vergleich zur
Vorjahresperiode um 12,3% auf 280,9 Mio. Franken. Verantwortlich für das gute Ergebnis waren die
deutlich gestiegene Nachfrage und mehr Einnahmenanteile aus General- und Halbtaxabonnementen. Die
in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesenkten Aufwände erhöhten sich im Fahrplanjahr 2000/2001
vor allem aufgrund der Entwicklung bei den Personalkosten um 4,2% auf 632,3 Mio. Franken. Trotzdem
ist das Defizit nicht wie erwartet gestiegen. Es beträgt 254 Mio. Franken und konnte gegenüber dem
Vorjahr um 2,9 Mio. Franken verringert werden.
Rahmenkredit deutlich unterschritten
Der Kantonsrat gewährt dem ZVV jeweils einen Rahmenkredit für eine Fahrplanperiode von zwei
Jahren. Für die Periode 1999/2001 wurde ein Kredit von 621.2 Mio. Franken bewilligt. Aus den
Abrechnungen des Fahrplanjahres 1999/2000 mit einer Kostenunterdeckung von 256,9 Mio. Franken und
2000/01 mit 254,0 Mio. Franken ergibt sich eine Beanspruchung des Rahmenkredits 1999/2001 von 510.9
Mio. Franken. Der Rahmenkredit 1999/2001 schliesst damit deutlich unter dem bewilligten Betrag ab.
Die Verbesserung ist frankenmässig zu etwa gleichen Teilen auf die Ertrags- und Aufwandentwicklung
zurückzuführen.
Weitere Angebotsverbesserungen bei der S-Bahn zum Entscheid bereit
Im letzten Geschäftsjahr wurden Angebote zur weiteren Verbesserung der Direktverbindungen
zwischen Wohn- und Arbeitsplatzgebieten definiert. Auch die hierzu notwendigen Streckenausbauten
sowie die Anforderungen an neu zu bestellendes Rollmaterial wurden bestimmt. Damit sind die
Arbeiten so weit gediehen, dass der politische Genehmigungsprozess eingeleitet werden kann.
Breit abzustützende Finanzierung
Die geplanten Ausbauten sowie Verbesserungen im Bereich Servicequalität werden zusätzliche
finanzielle Mittel erfordern, Mehrerträge und weitere Effizienzsteigerungen der Verkehrsunternehmen
werden nicht mehr genügen. Aus diesem Grund soll nach einer seit 1996 andauernden Phase mit
unveränderten Ticketpreisen eine Tariferhöhung geprüft werden. Höhe und Zeitpunkt dieser
Tariferhöhung werden im Rahmen der Strategie 2005-2008 bestimmt und voraussichtlich im Spätherbst
2002 vom Kantonsrat beschlossen werden.
Medienmitteilung vom 30. April 2002
Keine Preiserhöhung im ZVV
Die Preise der ZVV-Tickets bleiben auch im Jahr 2002 unverändert
Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und die SBB erinnerten am Montag an die bereits im
vergangenen Herbst beschlossenen Preiserhöhungen per 1. Mai 2002.
Wir legen Wert auf die Feststellung, dass der ZVV seine Preise nicht erhöht. Die Kundinnen
und Kunden des ZVV fahren auch im 2002 zum selben Tarif Tram, Bahn, Bus und Schiff. Und dies seit
1996.
Medienmitteilung vom 26. April 2002
Autofahren mit dem ZVV: Neues Kombiabo ZVV - Mobility
Ab sofort erhalten alle ZVV-Kundinnen und -Kunden mit einem persönlichen Jahresabo Zugang zum
gesamten CarSharing-Angebot von Mobility. Mit dieser Kooperation baut der ZVV seine Position als
führender Mobilitätsanbieter im Kanton Zürich aus.
"Jetzt bin ich auch ein Auto." Der ZVV baut zusammen mit Mobility CarSharing Schweiz sein
Mobilitätsangebot deutlich aus. Inhaberinnen und Inhaber eines ZVV-Jahresabonnementes, d.h. des
ZVV-Regenbogens, der Bonuskarte und des 9-Uhr-Passes, können gegen einen bescheidenen Aufpreis
Mobility-Kundinnen und -Kunden werden und ein neues Kombiabonnement erwerben. Sie können damit das
gesamte Angebot des europaweit führenden CarSharing-Unternehmens nutzen. In der Schweiz sind das
zusammen mit den 120 smart der SBB-Tochter RailLink rund 1'870 Autos. Allein im Kanton Zürich
stehen 600 Fahrzeuge vom kleinen smart bis zum geräumigen Transporter zu Verfügung.
Der ZVV bekennt sich zur kombinierten Verkehrsmittelwahl. Er positioniert sich deshalb als
Gesamtmobilitätsanbieter. Mit dem Slogan "Ein Ticket für alles" setzt sich der ZVV im Kanton Zürich
schon länger für die vernetzte Mobilität ein. Das neue Kombiabonnement erweitert das Angebot von
Tram, Bus, Bahn und Schiff nun um das Auto.
Auch wer gern und aus Prinzip den öffentlichen Verkehr nutzt, braucht gelegentlich ein Auto.
Mobility CarSharing Schweiz ist deshalb der ideale Partner für den Zürcher Verkehrsverbund. Die
Autos von Mobility sind in Städten, Agglomerationen und ländlichen Gebieten, in Wohnquartieren
ebenso wie an zentralen Orten und in der Nähe von Bahnhöfen und an Stationen öffentlicher
Verkehrsmittel stationiert. Ergänzt wird dieses Angebot durch die an den grossen Bahnhöfen
bereitgestellten smart von RailLink.
Inhaberinnen und Inhaber eines persönlichen ZVV-Jahresabonnements können gegen die Gebühr von
Fr. 25.- eine Kombikarte erwerben. Dabei wird das ZVV-Jahresabo neu mit dem Mobility-Chip ergänzt,
welcher nach vorgängiger Reservation per Internet oder Telefon den Zugang zum Auto öffnet. Die
Nutzung der Mobility-Flotte kostet pro Stunde je nach Fahrzeugtyp zwischen Fr. 3.70 (Kleinwagen)
und Fr. 5.20 (Transporter) pro Stunde, sowie zwischen 25 und 88 Rp. pro Kilometer. In der Nacht
(23.00 Uhr - 07.00 Uhr) beträgt der Stundentarif Fr. 1.60.
Medienmitteilung vom 14. Januar 2002
ZVV-Werbung „Ich bin auch...“ ist Kampagne des Jahres
Der ZVV hat für seine Kampagne 2001 die Auszeichnung «Werbekampagne des Jahres» erhalten. Der
ZVV freut sich über diesen Preis - wohl wissend, dass er ihn nur dank der hervorragenden
Zusammenarbeit mit den öffentlichen Verkehrsunternehmen im Kanton Zürich gewinnen konnte. Der ZVV
dankt allen beteiligten Verkehrsunternehmen für die gute Teamleistung.
Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) hat für seine Kampagne „Ich bin auch …. Ein Ticket für
alles“ einmal mehr einen Preis gewonnen. Die bis anhin bedeutendsten Prämierungen sind: Design
Preis Schweiz/Sieger Service Design; Sieger Innovationspreis öffentlicher Verkehr; ein Silber-„
EFFIE“ für Effizienz in der Werbung sowie dreimal Silber des Art Directors Club Schweiz. Die
jüngste Auszeichnung als «Werbekampagne des Jahres» ist in dieser Reihe zweifellos eine prominente
Auszeichnung. Der ZVV freut sich, dass der gesamte öffentliche Verkehr im Kanton Zürich auf diese
Weise geehrt wird.
Eine Werbung kann nur dann erfolgreich sein, wenn die damit angepriesene Leistung eine hohe
Qualität aufweist. Der Publikumserfolg zeigt, dass der öffentliche Verkehr im Grossraum Zürich
diesem Anspruch gerecht wird. S-Bahn, Trams und Busse befördern Jahr für Jahr mehr Fahrgäste.
Allein im Jahr 2001 konnten 10'000 neue ZVV-Abonnenten gewonnen werden.
Der ZVV ist für die Gestaltung und Vermarktung des öffentlichen Verkehrsnetzes im Kanton
Zürich zuständig, während die Verkehrsunternehmen federführend in der Leistungserstellung sind. Sie
sind es, welche Tag für Tag über eine Million Fahrgäste pünktlich und bequem an ihr Ziel führen.
Damit legen sie die Basis für das gute Image des öffentlichen Verkehrs.
«Ein Ticket für alles» ist eine vergleichsweise kostengünstige Kampagne. Rund 1 Mio Franken
hat der ZVV im Jahr 2001 dafür eingesetzt. Es ist zudem eine gute Investition. Allein im
vergangenen Jahr konnte der ZVV seinen Umsatz um über 20 Millionen Franken steigern. Das ist nicht
ausschliesslich der Verdienst von «Ein Ticket für alles». Mit Sicherheit hat aber die Kampagne ihre
Kosten um ein Mehrfaches eingespielt.
Wie weiter? Der ZVV wird zusammen mit den Verkehrsunternehmen alles daran setzen, den
öffentlichen Verkehr im Kanton Zürich noch attraktiver zu machen und entsprechend zu vermarkten.
Konkret ist ein markanter Ausbau des Angebots in Planung (3. Teilergänzung der S-Bahn und
Einführung der Glattalbahn). Die Markteinführung dieser Leistungs-Erweiterungen soll mit
ansprechenden Werbekampagnen unterstützt werden. Das alles mit dem Ziel, dass der Anteil der
Bevölkerung, der sich mit öffentlichem Verkehr bewegt, weiterhin wächst.
Medienmitteilung vom 14. Januar 2002
ZVV verpflichtet sich einseitig zur Einhaltung von Mindestanstellungsbedingungen für das Fahrdienstpersonal
Seit bald drei Jahren verhandelt der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) mit den Gewerkschaften über Mindestanstellungsbedingungen. Heute wurden die Verhandlungen abgebrochen. Trotz weitgehender Übereinstimmung konnte beim Mindestdurchschnittslohn keine Einigung erzielt werden. Gleichwohl nimmt der ZVV seine soziale Verantwortung war: Er verpflichtet sich einseitig zur Einhaltung von guten Mindestanstellungsbedingungen.
Der ZVV und die IG ZVV - ein Zusammenschluss der Gewerkschaften und Personalverbände im Bereich öffentlicher Verkehr - verhandeln seit bald drei Jahren über Mindestanstellungsbedingungen für das Fahrdienstpersonal im öffentlichen Verkehr im Kanton Zürich. Diese Verhandlungen wurden nun abgebrochen, da im zentralsten Punkt trotz offensivem Angebot des ZVV keine gemeinsame Lösung gefunden werden konnte.
ZVV und Gewerkschaften sind sich über folgende Punkte einig:
Das Fahrdienstpersonal hat Anrecht auf einen Mindestlohn von Fr. 60‘000.--, 63 Freitage, Lohnfortzahlung bei Krankheit und Unfall von 80 % des versicherten Lohnes während 720 Tagen, bei Mutterschaft auf 14 Wochen Urlaub bei 80 % des Lohnes. Auch bei der beruflichen Vorsorge wurde eine Einigung erzielt, die deutlich über der gesetzlichen Regelung liegt. Grundsätzliche Einigkeit konnte auch bei der Erholungszeiten-Regelung gefunden werden. Der ZVV offeriert nebst den üblichen Pausen mindestens 30 Minuten Erholungszeit für das Fahrdienstpersonal in Blöcken à mindestens 5 Minuten. Über die operative Umsetzung dieser Regelung konnte noch keine einvernehmliche Lösung gefunden werden.
Keine Einigung konnte bei den Mindestdurchschnittslöhnen erzielt werden. Der ZVV stimmte dem Vorschlag der IG ZVV, neben Mindestlöhnen, d.h. Minimallöhnen, auch Mindestdurchschnittslöhnen festzulegen aus sozialpolitischer Überzeugung zu. Mindestdurchschnittslöhne erlauben eine ausgewogene Durchmischung des Personals, so dass auch ältere oder erfahrenere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden können. In der letzten Verhandlungsrunde offerierte der ZVV einen Mindestdurchschnittslohn von Fr. 74'000.— im ganzen Kantonsgebiet, Preisstand 1.1.2002.
Wie geht es weiter? Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV bedauert das Scheitern der Verhandlungen ausserordentlich, zumal aus seiner Sicht ein sehr gutes Angebot auf dem Tisch lag. Doch nimmt der ZVV seine soziale Verantwortung gegenüber dem Fahrdienstpersonal weiterhin war. Er wird dem Verkehrsrat beantragen, bei künftigen Ausschreibungen im Wesentlichen jene Mindestanstellungsbedingungen einzuhalten, die er heute den Gewerkschaften gegenüber offeriert hat.