MEDIENMITTEILUNGEN
Archiv 2004
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Medienmitteilung vom 22. Dezember 2004
Stille Nacht auch für das ZVV-Nachtnetz und Spezialfahrplan am Silvester
Dieses Jahr fallen Heiligabend und der Weihnachtstag auf ein Wochenende. Da die Nachfrage im
Zürcher Nachtnetz geringer eingeschätzt wird als die Auslastung um den Weihnachtsbaum, werden in
beiden Nächten keine Nacht-S-Bahnen und -busse verkehren. An Silvester jedoch fahren S-Bahn, Tram
und Busse im ZVV bis vier Uhr morgens nach Spezialfahrplan.
In den beiden Nächten vom 24. auf den 25. Dezember und vom 25. auf den 26. Dezember verkehren
keine Nacht-S-Bahnen und -busse im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV). Die Nachfrage an diesem
Wochenende wird als zu gering eingeschätzt.
Dafür verkehren die S-Bahnen, Trams und Busse im ZVV in der Silvesternacht nach
Spezialfahrplan und sind bis vier Uhr morgens auf Achse, damit alle Nachtschwärmer nach dem Feiern
sicher nach Hause kommen. Auch in dieser Nacht ist ab ein Uhr zum gültigen Ticket noch der
Nachtzuschlag von CHF 5.- pro Person zu bezahlen.
Auch tagsüber Sonderfahrpläne
Am Freitag, 24. Dezember, gilt im ZVV der Werktagsfahrplan mit Ausnahme der beiden Städte
Zürich und Winterthur, wo abends Sonderfahrpläne gelten. Kundinnen und Kunden können sich über
www.zvv.ch, ZVV-Contact oder über die lokalen Fahrplanhinweise informieren. Am Samstag, 25.
Dezember, sowie am Sonntag, 26. Dezember, fahren S-Bahn, Tram und Busse nach Sonntagsfahrplan.
Nachtzuschlag von fünf Franken
Wer das ZVV-Nachtnetz benutzen möchte, muss zusätzlich zum ZVV-Fahrausweis einen
Nachtzuschlag lösen. Dieser beträgt pauschal fünf Franken und ist 12 Stunden gültig. Er kann am
Automaten mit *162 bezogen werden. Da viele Fahrgäste den Zuschlag oft unmittelbar vor der Abreise
lösen, führt dies nicht selten zu Warteschlangen an den Automaten. Wesentlich bequemer und erst
noch günstiger geht es mit der Zuschlags-Multikarte (sechs Zuschläge für 27 Franken), die an
bedienten Verkaufsstellen bezogen werden kann. Am günstigsten fahren Inhaberinnen und Inhaber einer
ZKB-Nightcard: Sie müssen keinen Nachtzuschlag lösen.
Kontakt: Marco Rüdisühli , Projektleiter Nachtnetz: 043 288 48 33
Medienmitteilung vom 20. Dezember 2004
Kundinnen und Kunden im ZVV zufriedener als noch vor zwei Jahren
Schon zum vierten Mal hat der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) seine Kundinnen und Kunden nach
ihrer Meinung zur Qualität des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zürich befragt. Sie sind mit den
Leistungen des öffentlichen Verkehrs zufriedener als noch vor zwei Jahren. Insbesondere in den
Bereichen Sauberkeit und Sicherheit stellen die Befragten eine Verbesserung fest. Der Umgang mit
Reklamationen wurde schlechter bewertet.
Gutes Gesamtresultat
Alle zwei Jahre führt der ZVV eine Kundenzufriedenheitsstudie im ganzen ZVV-Gebiet durch.
Diese soll zeigen, inwiefern der ZVV und die Verkehrsunternehmen im ZVV die Erwartungen der
Kundinnen und Kunden erfüllen. Die Gesamtnote der diesjährigen Umfrage ist von 74 auf 76 Punkte
gestiegen. Diese Zahl widerspiegelt die hohe Zufriedenheit mit den Leistungen des öffentlichen
Verkehrs im Kanton Zürich. Auch die Rücklaufquote der 8481 verteilten Fragebogen lag mit 78%
erfreulich hoch.
Verbessertes Sicherheitsgefühl und bessere Noten für die Sauberkeit
Im Bereich Sicherheit gaben die Kundinnen und Kunden dem ZVV deutlich bessere Noten als noch
vor zwei Jahren. Die damals eingeleiteten Massnahmen, insbesondere die Begleitung der S-Bahnen ab
21.00 Uhr, haben sich gelohnt. Das Sicherheitsgefühl am Abend und in der Nacht hat sich deutlich
verbessert, jenes am Tag ist nach wie vor sehr gut. Bezüglich Sauberkeit schnitt der ZVV ebenfalls
deutlich besser ab als bei der letzten Befragung. Die eingeleiteten Massnahmen, wie beispielsweise
mobile Reinigungsteams, sind also erfolgreich.
Umgang mit Reklamationen und Fahrgastinformationen
Die Anzahl der beim ZVV eingegangen Reklamationen blieb konstant. Die Kundinnen und Kunden
beurteilen den Umgang mit Reklamationen aber schlechter als bei der letzten Befragung. Als Reaktion
auf die schlechten Noten im Jahr 2000 richtete der ZVV eine Kontaktstelle für Fragen rund um den
öffentlichen Verkehr im Verbundgebiet ein. ZVV-Contact hat Ende 2002 seinen Betrieb aufgenommen.
Die dennoch tiefe Benotung rührt vermutlich daher, dass erst etwa ein Drittel der Reklamationen an
ZVV-Contact gerichtet wurde.
Als Anlaufstelle für Fragen zum Fahrplan ist das ZVV-Contact sehr beliebt. Auch der
Internet-Fahrplan wird rege benutzt und sehr gut bewertet. Die Mini-Fahrpläne schnitten hingegen
schlechter ab.
- Für Informationen zu den ZVV-Ergebnissen wenden Sie sich bitte an:
Kathrin ter Hofte, 043 288 48 22 - Für die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) wurde ein Umfragebogen verteilt, der speziell auf Touristik abgestimmt ist. Die Ergebnisse werden separat ausgewiesen. Für Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die ZSG.
- Für Informationen zu den Ergebnissen der übrigen Verkehrsunternehmen im ZVV wenden Sie sich bitte ebenfalls direkt an das entsprechende Unternehmen.
Medienmitteilung vom 9. Dezember 2004
ZVV-Nachtnetz: neuer Fahrplan, mehr Angebot
Der Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag bringt schweizweit zahlreiche Änderungen im
öffentlichen Verkehr. Davon ist auch das Zürcher Nachtnetz betroffen. Schon in der Nacht vom
Samstag auf den Sonntag (11./12. Dezember) fahren die S-Bahnen und Busse des ZVV-Nachtnetzes nach
neuem Fahrplan mit mehr Linien und Verbindungen.
Am 12. Dezember ab ein Uhr nachts verkehren Nacht-S-Bahnen und -busse im Zürcher
Verkehrsverbund (ZVV) bereits nach dem neuen Fahrplan - und mit zusätzlichem Angebot. Für die
Kundinnen und Kunden ergeben sich einige Änderungen bei den Abfahrtszeiten, den eingesetzten
Verkehrsmitteln sowie bei den Haltestellen. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Änderungen
im ZVV-Nachtnetz:
- Die Nacht-S-Bahn SN5 und die Anschlussbusse N72, N81, N86, N87 und N88 im Zürcher Oberland und Glattal werden neu im Stundentakt angeboten.
- Am linken Zürichseeufer wird der bisherige Nachtbus N18 durch eine neue Nacht-S-Bahn SN8 mit Anschlussbuslinien in Horgen (N26) und Wädenswil (N27) ersetzt.
- Anstelle des bisherigen Nachtbusses N63 verkehrt zwischen Winterthur und Schaffhausen die neue Nacht-S-Bahn SN4.
- Ins Knonaueramt verkehren neu zwei Nachtbusse (N22, N23) mit neuen Fahrzielen.
- Auf verschiedenen Nachtbuslinien wird die Linienführung angepasst. Einzelne Haltestellen werden nicht mehr bedient.
Benutzer und Benutzerinnen können sich auf www.zvv.ch über den neuen Fahrplan informieren.
Broschüren mit dem Fahrplan sowie dem Liniennetz sind an den Verkaufsstellen und Bahnhöfen
erhältlich.
Nachtzuschlag von fünf Franken
Wer das ZVV-Nachtnetz benutzen möchte, muss zusätzlich zum ZVV-Fahrausweis einen
Nachtzuschlag lösen. Dieser beträgt pauschal fünf Franken und ist 12 Stunden gültig. Er kann am
Automaten mit *162 bezogen werden. Da viele Fahrgäste den Zuschlag oft unmittelbar vor der Abreise
lösen, führt dies nicht selten zu Warteschlangen an den Automaten. Wesentlich bequemer und erst
noch günstiger geht es mit der Zuschlags-Multikarte (sechs Zuschläge für 27 Franken), die an
bedienten Verkaufsstellen bezogen werden kann. Am günstigsten fahren Inhaberinnen und Inhaber einer
ZKB-Nightcard: Sie müssen keinen Nachtzuschlag lösen.
Kontakt: Marco Rüdisühli , Projektleiter Nachtnetz: 043 288 48 33
Medienmitteilung vom 29. November 2004
ZVV Fahrplan 2005 auf Internet und CD-ROM
Der neue Fahrplan ist auf www.zvv.ch abrufbar oder kann als CD-ROM bestellt werden.
Seit dem 26.10. 2004 ist der neue Fahrplan 2005 auf www.zvv.ch abrufbar. Kundinnen und Kunden
können aber mit dem neu gestalteten CD-ROM-Fahrplan 2005 auch unabhängig vom Internet rasch und
unkompliziert Fahrplandaten abfragen. Die CD-ROM wie auch der Online-Fahrplan beinhalten den
gesamten Fahrplan Schweiz plus Tram, Bus, Postauto, Bahn, Schiff und sämtliche
Nachtnetzverbindungen im Kanton Zürich. Fahrplanänderungen infolge von Bauarbeiten oder
Spezialfahrpläne (Feiertage oder Anlässe) werden online laufend angepasst. Der CD-Fahrplan kann
über das Internet kostenlos aktualisiert werden.
Persönliche Aushangfahrpläne zum herunterladen
Für jede Haltestelle im Wirtschafts- und Lebensraum Zürich kann der jeweilige Fahrplan pro
Linie ausgedruckt und beispielsweise an den Kühlschrank gehängt werden. Neu ist diese Funktion auch
auf der CD-ROM enthalten. Die praktischen Taschenfahrpläne der einzelnen Verkehrsunternehmen des
ZVV sind ebenfalls neu Bestandteil der CD. Ob übers Internet oder mittels CD-ROM, die Tür-zu-Tür
Suchhilfe schlägt für den Bereich der Stadt Zürich die nächst gelegenen Haltestellen und optimalen
Verbindungen von Start- zu Zieladresse vor. Über das Internet kann ausserdem auch die genaue Lage
der Haltestellen abgefragt werden. Das Kartenmaterial kann bis zu den einzelnen Hausnummern
vergrössert werden, was das Reisen im ZVV noch angenehmer und einfacher macht.
Erhältlich ist der CD-ROM-Fahrplan 2005 für PC ab sofort zum Preis von neu Fr. 15.-:
- an allen grösseren Verkaufsstellen im ZVV
- über ZVV-Contact , 0848 988 988 (Bezahlung ausschliesslich mit Kreditkarte)
Kontakt: Beatrice Henes, Medienstelle ZVV: 043 288 48 45
Medienmitteilung vom 2. November 2004
Grosse Kapazitätsengpässe, knappe Finanzen: das neue Verkehrsangebot im ZVV ab 12.12.2004
Die kontinuierliche Verkehrszunahme auf dem S-Bahnnetz und den Zubringerlinien hat in den
letzten Jahren zu Kapazitätsengpässen geführt. Auf den Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004
entschärft der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) diese Situation auf einigen Linien.
Die Zahl der Fahrgäste auf der Zürcher S-Bahn hat sich seit ihrem Start 1990 verdoppelt. Rund
320'000 Fahrgäste überqueren heute täglich die Stadtgrenze Zürich, im Jahr 1990 waren es 160'000.
Während den Hauptverkehrszeiten ist damit die Kapazitätsgrenze erreicht. Um die bestehenden
Engpässe zu beheben, muss das Verkehrsangebot auf der S-Bahn und den Zubringerlinien dringend
ausgebaut werden. Auf den Fahrplanwechsel vom 12.12.2004 können erste Elemente der 3.
Teilergänzungen der S-Bahn in Betrieb gehen.
Veränderungen auf dem S-Bahn Netz
Die grössten Veränderungen auf dem S-Bahnnetz betreffen das linke Zürichseeufer, das Weinland
sowie das Limmattal.
Die S2 wird von Montag bis Freitag bis 20 Uhr zu einem Halbstundentakt zwischen Effretikon
und Pfäffikon SZ verdichtet. In der Hauptverkehrszeit fährt sie im Halbstundentakt bis und ab
Ziegelbrücke. Zwischen Zürich HB und Horgen-Oberdorf wird eine neue S-Bahnlinie eingeführt. Die
neue S24 verkehrt im Halbstundentakt täglich bis 20 Uhr.
Das Weinland erhält annähernd einen Halbstundentakt: Die S33 verkehrt von Montag bis Freitag
neu zweimal pro Stunde bis 20 Uhr.
Die S3 im Limmattal verkehrt neu auch abends und an Sonntagen halbstündlich bis Dietikon.
Zusätzlich wird sie stündlich bis nach Aarau verlängert.
Zur Behebung der Kapazitätsengpässe im Knonaueramt wird in den Hauptverkehrszeiten am Abend
und am Morgen ein weiterer Zusatzzug ab/bis Birmensdorf eingeführt.
Auf dem Korridor Schaffhausen-Bülach-Zürich wird das Angebot in der morgendlichen
Hauptverkehrszeit systematisiert. Dadurch ändern die Fahrpläne der meisten Züge und werden leichter
merkbar.
Anpassungen im Busbereich
Das Busnetz wird auf die neuen S-Bahnen angepasst, damit durchgehende Transportketten
erhalten bleiben. Ausserdem sollen bestehende und sich abzeichnende Kapazitätsengpässe entschärft
werden.
Am linken Zürichseeufer werden die Busse an die neuen S-Bahnangebote angepasst, die Buslinien
im Limmattal auf die neuen Betriebszeiten der S3. In Kloten wird das Ortbussystem überarbeitet, im
Glattal wird das Busangebot systematisiert und verdichtet. Im Oberland und Unterland werden in den
Hauptverkehrszeiten Zusatzkurse auf Buslinien eingeführt. Taktverdichtungen auf verschiedenen
Linien im Knonaueramt sollen die Kapazitätsprobleme in diesem Gebiet entschärfen.
Grössere Veränderungen gibt es in der Stadt Winterthur. Neu wird die Linie 14 eingeführt, die
das Entwicklungsgebiet Hegi erschliesst.
Nachtangebot
Auch auf den Nachtbus- und Nacht-S-Bahnlinien kam es wegen grosser Nachfrage zu
Kapazitätsengpässen. Mit der Zustimmung des Kantonsrats können diese ausgebaut und damit entschärft
werden. Das Angebot im Oberland mit der Nacht-S-Bahn SN5 und den Anschlussbussen ab Schwerzenbach,
Uster und Wetzikon wird auf einen Stundentakt verdichtet. Am linken Zürichseeufer wird der heutige
Nachtbus durch die neue Nacht-S-Bahnverbindung SN8 von Zürich nach Lachen mit Anschlussbuslinien in
Horgen und Wädenswil ersetzt. Die Nachtbuslinie N21 im Knonaueramt wird durch zwei neue Buslinien
ersetzt.
In Zusammenarbeit mit dem Kanton Schaffhausen und den Thurgauischen Nachbargemeinden wird
zwischen Winterthur, Schaffhausen und Stein am Rhein mit der SN4 eine neue Nacht-S-Bahnverbindung
eingeführt.
Kontakt für den ZVV:
Dominik Brühwiler: 043 288 48 30
Für Fragen zu den einzelnen Regionen:
Kontakt für PostAuto Zürich: Markus Hegglin: 01 317 27 22
Kontakt für SBB: Medienstelle SBB: 0512 20 41 11
Kontakt für Stadtbus Winterthur: Reto Abderhalden: 052 235 35 34
Kontakt für SZU: René Koch: 01 206 45 25
Kontakt für VBG: Georg von Graefe: 01 809 56 00
Kontakt für VBZ: Martin Osuna: 01 434 46 67
Kontakt für VZO: Werner Trachsel: 01 936 53 04
Kontakt für ZSG: Conny Hürlimann: 01 487 13 43
Medienmitteilung vom 28. Oktober 2004
Nacht-S-Bahnen und -busse verkehren eine Stunde länger
Die Umstellung auf die Winterzeit verlängert die Nacht vom Samstag auf den Sonntag (30./31.
Oktober) um eine Stunde. Busse und S-Bahnen des ZVV-Nachtnetzes passen sich an und fahren
durchgehend im Stundentakt. So kommen auch Nachtschwärmer, die nicht um drei Uhr ihre Uhr
zurückstellen, sicher nach Hause. Der Nachtzuschlag muss auch in dieser langen Nacht gelöst
werden.
VAm kommenden Wochenende wird die Sommerzeit auf die Winterzeit umgestellt. Dies verlängert
die Nacht vom Samstag auf den Sonntag um eine Stunde. Doch nicht nur die Nacht wird länger, auch
das ZVV-Nachtnetz ist eine Stunde länger in Betrieb. Ausserdem verkehren die meisten Nacht-S-Bahnen
und -busse in den Regionen stündlich statt im Zweistundentakt. Wer die Uhr nicht pünktlich um drei
Uhr zurückstellt, kommt also trotzdem sicher nach Hause.
Wer das ZVV-Nachtnetz benutzen möchte, muss zusätzlich zum ZVV-Fahrausweis einen
Nachtzuschlag lösen. Dieser beträgt pauschal fünf Franken und ist 12 Stunden gültig. Er kann am
Automaten mit *162 bezogen werden. Da viele Fahrgäste den Zuschlag oft unmittelbar vor der Abreise
lösen, führt dies nicht selten zu Warteschlangen an den Automaten. Wesentlich bequemer und erst
noch günstiger geht es mit der Zuschlags-Multikarte (sechs Zuschläge zum Preis von fünf), die an
bedienten Verkaufsstellen bezogen werden kann. Am günstigsten fahren Inhaberinnen und Inhaber einer
ZKB-Nightcard: Sie müssen keinen Nachtzuschlag lösen.
Kontakt: Marco Rüdisühli, Projektleiter Nachtnetz: 043 288 48 45
Medienmitteilung vom 18. Oktober 2004
ZVV evaluiert neue Ticketautomaten
Die Ticketautomaten im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) sind veraltet und müssen ersetzt werden.
Die neuen Automaten, die voraussichtlich bis Ende 2007 überall in Betrieb sein werden, sollen den
Kundinnen und Kunden das Ticketlösen vereinfachen. Dank eines breiteren Ticketsortiments sowie
komfortableren Zahlungsmöglichkeiten soll das Ticketkaufen am Automaten attraktiver werden. Die
Bedienungsoberfläche wird neu mit einem Touchscreen ausgestattet.
Vor rund 15 Jahren wurden die heutigen Ticketautomaten und die Fahrscheindrucker im Gebiet
des ZVV in Betrieb genommen. Diese Systeme nähern sich dem Ende ihres Lebenszyklus und sollen nun
durch eine neue Vertriebsmittelgeneration abgelöst werden. Eine der wichtigsten Veränderungen zu
den bestehenden Automaten wird die Bedienung mittels sogenanntem Touchscreen. Dieser ermöglicht das
Angebot eines breiteren und flexibleren Ticketsortiments, wie beispielsweise Abonnemente und
Einzeltickets für den Z-Pass. Ausserdem wird die möglichst flächendeckende Bezahlung mit Postkarte,
Maestro- sowie Kreditkarte, aber auch mit der elektronischen Geldbörse „CASH“ angestrebt.
Schweizweit standardisierte Vertriebsmittel
Das Projekt des ZVV steht in einem nationalen Kontext. Mehrere Schweizer Transportunternehmen
und Verbünde haben sich zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen. Es soll schweizweit eine
möglichst gleiche Benutzeroberfläche geschaffen werden, die das Lösen von Tickets vereinheitlicht
und folglich für die Fahrgäste vereinfacht.
Zeitplan
Die marktverantwortlichen Verkehrsunternehmen des ZVV werden anfangs 2005 unter Federführung
der VBZ die Beschaffung der neuen Vertriebsmittel öffentlich ausschreiben. Diese Ausschreibung
dient dem Verkehrsrat als Grundlage für den Investitionsentscheid. Die ersten Vertriebsterminals
sollen 2006 als Pilot-Serie an einzelnen Standorten im Raum Zürich erscheinen. Voraussichtlich Ende
2007 werden die ZVV Kundinnen und Kunden im ganzen Verbund ihre Tickets an den neuen Geräten lösen
können.
Kontakt: Lorenzo Martinoni, ZVV: 043 288 48 23 (Gesamtprojektleiter)
Medienmitteilung vom 28. September 2004
ZVV passt Ticketpreise an
Nach gut 8 Jahren erhöht der ZVV erstmals auf den 12.12.2004 die Ticketpreise. Die
Preisanpassung von durchschnittlich 5,8% erfolgt differenziert.
Die letzte Preiserhöhung im ZVV datiert vom 2. Juni 1996. Die seit 1996 erfolgten
Kapazitätsausbauten und Qualitätsverbesserungen konnten bisher durch Mehreinnahmen und
Produktivitätssteigerungen bei den Partnerunternehmen im ZVV finanziert werden. Auf Ende 2004 wird
ein zusätzliches Engagement der ZVV-Kundinnen und -Kunden nötig.
Preiserhöhung tiefer als Teuerung
Mit den Tarifmassnahmen sollen Mehreinnahmen von jährlich rund 20 Mio. Franken realisiert
werden. Der ZVV verzichtet bei der Preiserhöhung auf den vollen Ausgleich der seit 1996
auflaufenden Teuerung von ca. 7%. Seit 1996 wurden zudem weder die Preisanpassungen der SBB noch
die erfolgten Erhöhungen der Mehrwertsteuer auf die Kundinnen und Kunden abgewälzt.
Differenzierte Preisanpassung
Die Preise werden nicht linear um 5.8% angehoben, sondern je nach Fahrausweiskategorie und
Tarifstufe unterschiedlich angepasst. Da übertragbare Abos mehr genutzt werden als persönliche
Abos, werden hier die Preise differenziert. Die stark ermässigten Abos Junior (Jugendliche bis zum
25. Altersjahr) werden nur noch als persönliche Abos ausgegeben. Die Gültigkeit der Kurzzeittickets
im Bereich von drei Zonen wird von zwei auf eine Stunde gekürzt. Neu eingeführt werden Multikarten
(6 Entwertungen) für den 9-Uhr-Tagespass und den Klassenwechsel.
Weiter soll die Attraktivität der Abonnemente für die Städte Zürich und Winterthur durch
relativ moderate Preisanpassungen gefördert werden, um dem seit Jahren rückläufigen Trend beim
Verkauf von Abonnementen in den beiden grossen Städten im ZVV-Gebiet entgegenzuwirken. Wer ein
Halbtax-Abo besitzt, wird für Einzelbillette und Tageskarten für bis zu drei Zonen den bisherigen
Preis bezahlen. Eine Ausnahme bilden die Kurzstreckentickets. Gekürzt werden zudem die Rabatte auf
Mehrfahrten- und Tageswahlkarten, sie belaufen sich jedoch immer noch auf bis zu 10%.
Positives Ergebnis der Vernehmlassung
Das Vernehmlassungsverfahren zum Tarif 05 bei Gemeinden, regionalen Verkehrskonferenzen und
marktverantwortlichen Verkehrsunternehmen verlief positiv. Gegenüber der Vernehmlassungsvorlage war
lediglich eine Änderung des Tarifzonenplans notwendig: Neu liegen die Gemeinden Oberglatt und
Rümlang in Zone 21 (statt 11). Mit dieser Korrektur liegt nun die ganze Gemeinde Opfikon-Glattbrugg
in einer einzigen Zone. Damit fällt die Unsicherheit weg, ob nach Glattbrugg nun die Zone 11 oder
21 gültig ist.
Weitere Änderungen des Tarifzonenplans per 12. Dezember 04: Die in der Gemeinde Jona SG
liegende SBB-Haltestelle Blumenau wurde in die Zone 80 aufgenommen, analog der um diese Bahnstation
liegenden Bushaltestellen. Da Altikon neu mit der Buslinie 615 via Ellikon und Rickenbach
erschlossen wird, liegt diese Gemeinde nun neu in der Zone 63 (statt 60). Damit sind beispielsweise
nach Winterthur weiterhin 3 Zonen zu bezahlen.
Kontakt:
Lorenzo Martinoni, Projektleiter: 043 288 48 23
Medienmitteilung vom 20. September 2004
Z-Pass – das neue Abonnement für den Lebensraum Zürich
Die Nachfrage im öffentlichen Verkehr zwischen den Tarifverbunden im Lebens- und Wirtschaftsraum Zürich nimmt zu. Um Fahrten über die Kantonsgrenzen hinweg kundenfreundlicher zu gestalten, entwickelte der ZVV mit seinen Nachbarverbunden und der SBB den Z-Pass. Dank diesem gemeinsamen Zonentarif für Abonnemente benötigen die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler zwischen den Nachbarkantonen und dem ZVV-Gebiet ab dem 12. Dezember 2004 nur noch ein einziges Abo.
Drei Tickets für eine Fahrt?
Der ZVV grenzt fast lückenlos an die Tarifverbunde benachbarter Kantone. Wer heute mit dem öffentlichen Verkehr aus einem Nachbarkanton in den Kanton Zürich fährt, benötigt bis zu drei verschiedene Tickets: ein Ticket am Startort, ein Streckenticket der SBB über die Verbundgrenze hinweg und ein ZVV-Ticket am Zielort. Das ist unpraktisch, teuer und widerspricht dem Verbundgedanken. Die bisher angebotene Lösung, die Inter-Abos, haben zwar zu Verbesserungen für interkantonal Reisende geführt, können aber nur für bestimmte Zonen im ZVV gelöst werden und sind meist relativ teuer.
Diese unbefriedigende Situation wird durch die Tatsache verschärft, dass die Anzahl Reisender aus Nachbarkantonen stetig wächst und die geplante Ausdehnung des S-Bahn Netzes in Gebiete der Nachbarkantone diesen Trend noch verstärken wird. Angesichts der Erfolge der Verbundsysteme und der Ansprüche der Fahrgäste an einfache Reisemöglichkeiten besteht hier ein grosser Handlungsbedarf.
Mit dem Z-Pass über die Kantonsgrenzen hinweg
Der ZVV, seine Nachbarverbunde und die SBB haben mit dem Z-Pass ein gemeinsames Fahrausweisangebot entwickelt, das auf einem Zonensystem basiert und grenzüberschreitende Fahrten mit Start oder Ziel innerhalb des ZVV deutlich vereinfacht. Der Z-Pass löst die bestehenden Strecken- und Inter-Abonnemente ab und ist auch in den Fernverkehrszügen gültig. Er ermöglicht Verbindungen innerhalb der vier Korridore:
- ZVV/FlexTax (Tarifverbund Schaffhausen)
- ZVV/A-Welle (Tarifverbund A-Welle, Aargau)
- ZVV/Ostwind (Tarifverbund der Kantone Thurgau, St.Gallen und Appenzell) bis Zonen Weinfelden, Wil und Ziegelbrücke
- ZVV/Tarifverbunde Schwyz und Zug inkl. dem ansonsten verbundlosen Schwyzer Bezirk March sowie der Glarner Gemeinde Bilten
Der
Z-Pass ist für eine beliebige Zonenkombination erhältlich und im gewählten Gebiet auf allen
öffentlichen Verkehrsmitteln gültig. Für verbundinterne Fahrten bleiben die bisherigen Verbunde
autonom und wenden weiterhin ihre eigenen Tarifsysteme an.
Preisanpassungen
Der
Z-Pass soll für die öffentliche Hand und die SBB kostenneutral sein. Einige Abonnentinnen
und Abonnenten werden künftig günstiger fahren, andere hingegen müssen mehr bezahlen. Diese
unvermeidlichen Preisanpassungen ergeben sich durch den Systemwechsel vom Strecken- zum
Zonentarifsystem. Dank des verbesserten Preis-Leistungsverhältnisses des
Z-Passes gegenüber den bestehenden Abos ist jedoch mit der Erschliessung von zusätzlichen
Marktanteilen und folglich mit Einnahmesteigerungen zu rechnen.
Start mit Monats- und Jahresabos
Mit dem Fahrplanwechsel 2004/2005 wird am 12. Dezember 2004 der
Z-Pass in einem ersten Schritt als Jahres- und Monatsabonnement angeboten. Die Einführung
weiterer Fahrausweise wie Einzeltickets, 9-Uhr-Pässe und Angebote für Arbeitgeber sind in
Diskussion.
Gesamtprojektleiter und Kontakt für den ZVV:
Lorenzo Martinoni, 043 288 48 23
Kontakt für Aargau:
Matheus Tischhauser, Baudepartement des Kantons Aargau, Abteilung Verkehr, Sektion
Öffentlicher Verkehr, 062 835 33 57
Kontakt für St.Gallen und Thurgau:
Ernst Wittmer, Tarifverbund Ostwind, 071 228 23 13
Kontakt für Schwyz:
Markus Meyer, Tiefbauamt des Kantons Schwyz, Abteilung öffentlicher Verkehr, 041 819 25 21
Kontakt für Zug:
Hans-Kaspar Weber, Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons Zug, 041 728 55 44
Kontakt für Schaffhausen:
Patrick Altenburger, Kanton Schaffhausen, Koordinationsstelle öffentlicher Verkehr, 052 632
73 85
Marcel Gfeller, Tarifverbund Schaffhausen, 052 644 20 50
Kontakt für SBB:
Roger Baumann, Medienstelle Zürich, 051 222 21 36
Medienmitteilung vom 3. September 2004
Treffen der Regierungsräte Marco Borradori (Tessin), Robert Cramer (Genf), Rita Fuhrer (Zürich) und zu den drohenden Verzögerungen bei der Realisierung von Bahninfrastruktur-Projekten
Schlüsselprojekte des Bahnverkehrs fristgerecht realisieren
Die grenzüberschreitenden Bahnverbindungen Mendrisio - Varese (FMV) und Genf Cornavin - Eaux -
Vives-Annemasse (CEVA) sowie die Zürcher Durchmesserlinie (DML) mit dem Bahnhof Löwenstrasse müssen
planmässig realisiert werden. Diese Überzeugung äusserten die Regierungsvertreter der Kantone
Tessin, Genf und Zürich anlässlich eines Meinungsaustauschs in Zürich. Bei allen drei Bauvorhaben
handle es sich um Schlüsselprojekte zur Bewältigung des Verkehrswachstums in den Agglomerationen.
Die vom Bundesrat angekündigte „Denkpause“ gefährde die Qualität des öffentlichen Verkehrs und sei
mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Um ihren Anliegen mehr Gehör zu verschaffen, haben die
Kantonsregierungen die Bildung eines kantonsübergreifenden Bündnisses beschlossen.
Der Bundesrat beabsichtigt, aus Spargründen verschiedene Infrastruktur-Projekte 2007/08 einer
Gesamtüberprüfung zu unterziehen. Von dieser Denkpause betroffen wären drei Projekte in den
Kantonen Tessin, Genf und Zürich, die von den SBB als „Schlüsselprojekte“ zur Bewältigung des
Verkehrswachstums auf der Schiene bezeichnet werden. Ihre fristgerechte Realisierung wäre so nicht
mehr möglich.
Agglomerationsprojekte mit Netzwirkung
Die grenzüberschreitende Linie Tessin - Mendrisio - Varese (FMV) ist Bestandteil des S-Bahn
Systems Tessin-Lombardei TILO. Dazu verbindet Sie die Region Lugano mit dem Mailänder Flughafen
Malpensa und ermöglicht auch eine stark verbesserte Anbindung des Tessins via Simplon an die
Westschweiz und Bern.
Die Realisierung der Bahnverbindung Genf Cornavin - Eaux-Vives - Annemasse (CEVA) ermöglicht
im Wirtschaftsraum Genf mit knapp einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern die Verlagerung des
Verkehrs von der heute überlasteten Strasse auf die Schiene. Der Ausbau der Bahninfrastruktur
fördert die urbane Entwicklung von Genf und der ganzen Agglomeration. Zudem schafft das
CEVA-Projekt eine enge Verknüpfung der Eisenbahnnetze in der Westschweiz und in der französischen
Haute-Savoie.
Die Zürcher Durchmesserlinie (DML) mit dem Bahnhof Löwenstrasse ist Voraussetzung
für die Beseitigung des Flaschenhalses Zürich. Der mit Abstand grösste Schweizer Bahnknoten ist
heute bereits am Anschlag. Störungen sind oft auf dem ganzen Schweizer Schienennetz spürbar. Ein
Ausbau ist Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Fernverkehrs und der S-Bahn und ermöglicht
schnellere Verbindungen der Ostschweiz mit den zentralen und westlichen Landesteilen.
Bei allen drei Projekten können nationale und regionale Interessen optimal verbunden werden,
womit sich eine gemeinsame Finanzierung von Bund und Kantonen aufdrängt. Dem hat der Bund mit der
Aufnahme der Bauvorhaben in die Leistungsvereinbarung 2007-2010 mit den SBB Rechnung zu tragen. Der
Souverän des Kantons Zürich hat einem Kredit von 580 Millionen Franken, der Genfer Kantonsrat einem
Kredit von 400 Millionen Franken zugestimmt. Noch dieses Jahr wird Italien die 215 Mio. Euro (330
Mio. Franken) zur Realisierung des italienischen Abschnittes der FMV genehmigen. Die Projekte
befinden sich in fortgeschrittenem Stadium, es wurden bereits erhebliche Mittel investiert.
Bündnis für die Begleitung der politischen Meinungsbildung
Für die Regierungen der betroffenen Kantone ist eine massgebliche Verzögerung der Projekte
nicht akzeptabel. Der Bundesrat wird aufgefordert, die drei Bauvorhaben in die
Leistungsvereinbarung 2007-2010 und den entsprechenden Zahlungsrahmen der SBB aufzunehmen. Für die
Begleitung des politischen Meinungsbildungsprozesses haben die Kantone die Bildung eines
kantonsübergreifenden Bündnisses beschlossen. Ein entsprechender Aktionsplan wird
ausgearbeitet.
National- und Ständerat werden sich voraussichtlich in der kommenden Wintersession mit dem
Thema beschäftigen.
Für Rückfragen:
Regierungsrat Marco Borradori (Tessin): 091 814 35 89
Regierungsrat Robert Cramer (Genf): 022 327 29 50
Regierungsrätin Rita Fuhrer (Zürich): 043 259 26 02
Medienmitteilung vom 31. August 2004
Der ZVV im 2003 : Positive Nachfrageentwicklung, S-Bahn an Kapazitätsgrenze
Die Rechnung 2003 konnte mit einem erfreulichen Ergebnis abgeschlossen werden. Erfreulich waren
auch die Fahrgastzahlen, die erneut zunahmen. ZVV-Contact und das ZVV-Nachtnetz ziehen nach dem
ersten Jahr eine positive Bilanz und auch die Einführung der Zugsbegleitung nach 21 Uhr zeigt
messbare Erfolge.
Erfreuliches finanzielles Ergebnis
Im Jahr 2003 fiel das Defizit mit 282.4 Mio. Franken um 20.8 Mio. geringer aus als geplant.
Der Aufwand lag 22.1 Mio. Franken oder 3.2 Prozent tiefer als budgetiert, was vor allem auf die
guten Rechnungsabschlüsse der Verkehrsunternehmen zurückzuführen war. Obwohl die Einnahmen aus dem
Tarif gegenüber dem Vorjahr um 1.2 Prozent anstiegen, lagen die Verkehrserträge um 13.6 Mio. unter
dem Voranschlag. Grund dafür war die erstmalige Abgrenzung für Generalabonnemente in der Höhe von
13.2 Mio. Franken.
Kapazitätsengpässe trotz Angebotsausbauten
Heute benutzen beinahe doppelt so viele Menschen die Zürcher S-Bahn wie bei ihrem Start 1990.
Im Jahr 2003 überquerten an einem Werktag rund 300'000 Personen die Stadtgrenze von Zürich, 5
Prozent mehr als im Vorjahr. Als Folge davon kam es trotz Angebotsausbauten immer wieder zu
Kapazitätsengpässen. Um diese im Rahmen der dritten Teilergänzungen bis 2007 zu beheben, bewilligte
der Kantonsrat 95.8 Mio. Franken.
Zugbegleitung ab 21 Uhr
Als Reaktion auf das gesunkene Sicherheitsempfinden der S-Bahn-Benutzerinnen und –Benutzer
wurde per Ende 2003 auf fünf S-Bahnlinien die Zugsbegleitung eingeführt und bis Mitte 2004 auf alle
S-Bahnlinien im Kernnetz ausgedehnt. Ergänzend dazu sorgen Bahnpolizisten rund um die Uhr für
Sicherheit. Bei der Zahl der Übergriffe und der Schwarzfahrerquote zeigen sich erste messbare
Erfolge.
Erfolgreiches erstes Jahr für ZVV-Nachtnetz und ZVV-Contact
Das Nachtnetz übertraf im ersten Betriebsjahr mit durchschnittlich 4’500 Einsteigern pro
Nacht bereits im November die für 2004 erwarteten Fahrgastzahlen. An Spitzentagen führten die über
8'500 Einsteiger zu ersten Kapazitätsengpässen. Auch ZVV-Contact verzeichnete mit rund 80'000
Kontakten ein erfolgreiches Startjahr. Dabei wurden neben der Erteilung von Auskünften und
Informationen auch bereits rund 20 Prozent der persönlichen Jahresabonnemente über den
Distanzverkauf erneuert.
Kontakt
Dominik Bernet, 043 288 48 08
Medienmitteilung vom 17. August 2004
ZVV befragt seine Kundinnen und Kunden
Bereits zum vierten Mal befragt der ZVV (Zürcher Verkehrsverbund) seine Kundinnen und Kunden
nach ihrer Meinung zur Qualität des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zürich. Die Resultate dieser
Befragung ermöglichen es dem ZVV, sein Angebot den Bedürfnissen seiner Benutzerinnen und Benutzer
optimal anzupassen.
Vom 16. August bis zum 19. September verteilt das Marktforschungsinstitut LINK im Namen des
ZVV 8'500 Fragebogen an seine Kundinnen und Kunden in Tram, Bus und Bahn. Diese seit 1998 alle zwei
Jahre durchgeführte Befragung ermöglicht es dem ZVV, die Qualität seiner Dienstleistungen aus
Kundensicht zu erfahren. Aufgrund der Befragungen von 1998 bis 2002 wurden verschiedene Projekte
wie z.B. die Errichtung eines Contact Centers oder die Optimierung der Fahrgastinformation
ausgelöst. Die Servicequalitätsmessung erlaubt zudem, den Erfolg der eingeführten Massnahmen zur
Qualitätsverbesserung zu bemessen. Der ZVV hofft deshalb auf eine engagierte Teilnahme seiner
Kundinnen und Kunden.
Für Fragen zur Servicequalitätsmessung 2004 wenden Sie sich bitte an Kathrin ter Hofte, 043
288 48 22
Medienmitteilung vom 3. August 2004
Wenn Zürich tanzt, sind S-Bahn, Tram und Bus wie gewohnt noch häufiger unterwegs!
Auch zur diesjährigen Street Parade sind S-Bahn, Tram und Bus im Zürcher Verkehrsverbund mit einem Sonderfahrplan bis 4 Uhr morgens auf Achse. Die meisten Stadtlinien der VBZ verkehren sogar durchgehend. Nicht vergessen: Ab 01 Uhr ist für die Benutzung des Street Parade-Nachtangebots zusätzlich zum ZVV-Ticket ein Nachtzuschlag (Fr. 5.-; Automat: *162) notwendig.
Wer an der diesjährigen Street Parade teilnimmt, lässt sein Auto einmal mehr am besten zu Hause stehen. Denn im Auftrag des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) werden in der Nacht Samstag/Sonntag 7./8. August 2004 S-Bahn, Tram und Bus ihren Betrieb weit über Mitternacht hinaus verlängern und bis vier Uhr morgens nach Spezialfahrplan im ganzen Kanton Zürich verkehren. Während die meisten städtischen Tram- und Buslinien der VBZ die ganze Nacht hindurch im Einsatz stehen, verkehren die S-Bahnlinien bis 4 Uhr morgens im Stundentakt. Damit die Heimreise nicht am Bahnhof endet, übernehmen verschiedene Regionalbusse die Spätheimkehrer der S-Bahn. Im Einsatz stehen der Postautodienst der Region Zürich, die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland, die Verkehrsbetriebe Glattal, Stadtbus Winterthur sowie die Zimmerbergbusse der SZU.
Die günstigsten Tickets
Für die Reise auf dem ZVV-Netz in der Street Parade-Partynacht gilt das normale ZVV-Ticketsortiment. Zusätzlich dazu ist ab 01 Uhr der Nachtzuschlag von Fr. 5.- zu bezahlen.
Der ZVV empfiehlt folgende Tickets:
-
bis 5 Tarifzonen (Zonen 10 und 20 zählen doppelt): Die Tageskarte und den Nachtzuschlag. Sie
kostet nicht mehr als zwei Einzeltickets, ist aber 24 Stunden unbeschränkt gültig. Die Tageskarte
kann an allen Ticketautomaten im Verbundgebiet bezogen werden.
- ab 6 Tarifzonen (Zonen 10 und 20 zählen doppelt): Den 9-Uhr-Tagespass und den Nachtzuschlag. Er berechtigt zur unbeschränkten Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel im ZVV bis Betriebsschluss (inkl. Street Parade-Nachtangebot). der 9-Uhr-Tagespass kann mit Code *141 ebenfalls an allen Ticketautomaten im Verbundgebiet bezogen werden.
Nicht vergessen: Ab 01 Uhr ist auf den Nachtverbindungen des ZVV zum Ticket ein Nachtzuschlag
(Fr. 5.-) erforderlich.
Zur finanziellen Absicherung des umfangreichen Street Parade-Nachtangebotes des ZVV ist für
die Nachtverbindungen zusätzlich zum regulären Ticket der Nachtzuschlag (CHF 5.-) erforderlich.
Dieser ist an allen ZVV-Billettautomaten mit Code *162 erhältlich. Unser Tipp: Nachtzuschlag mit
Ticket schon auf der Hinfahrt am Nachmittag lösen. Damit lässt sich ein langes Anstehen vor den
Billettautomaten vermeiden.
Das umfassende Nachtangebot des ZVV wird in einer Spezialbroschüre publiziert, welche in den „
official guide“ des Vereins Street Parade eingebunden ist und jetzt an den ZVV-Verkaufsstellen
erhältlich ist.
Medienmitteilung vom 16. Juni 2004
Medienmitteilung des Regierungsrates
Zum Züri Fäscht 2004 sind S-Bahn, Tram und Busse im ZVV rund um Uhr auf Achse. Und: der ZVV schenkt den Nachtzuschlag.
Damit hunderttausende von Festbesuchern vom 2. bis 4. Juli am Züri Fäscht ausge-lassen feiern
können, verkehren im Auftrag des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) S-Bahn, Tram und Busse von Freitag
bis Sonntag rund um die Uhr. Somit gelangen die Festbesucher zu jeder Tages- und Nachtzeit mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln bequem ans Fest und wieder nach Hause. Und: Der ZVV schenkt zum Züri
Fäscht den Nachtzuschlag. Ein gültiges Ticket reicht für die Nutzung aller Nachtangebote des
öffentlichen Verkehrs.
Wenn Zürich feiert, sind S-Bahn, Tram und Busse in Fahrt. Unter diesem Motto wird zum
diesjährigen Züri Fäscht der öffentliche Verkehr rund um die Uhr auf Achse sein. Die Linien S1 bis
S35 der S-Bahn Zürich sowie die meisten Linien der VBZ Züri Linie verkehren beide Festnächte
durchgehend im Grundtakt. Damit die Heimreise nicht am Bahnhof endet, holen Regionalbusse die
Festfreudigen am Bahnhof ab und bringen sie sicher nach Hause. Im Einsatz stehen der Postautodienst
der Region Zürich, die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland, die Verkehrsbetriebe Glattal, die
Winterthurer Verkehrsbetriebe sowie die Zimmerbergbusse der SZU. Aber auch über das Gebiet des ZVV
hinaus bestehen die ganze Nacht hindurch Spätverbindungen. Die SBB führen Nachtextrazüge nach Bern,
Luzern, Basel und Chur. Ab Ziegelbrücke bestehen Nachtbusverbindungen ins Glarnerland. Dank der
THURBO ist auch die Ostschweiz bis Rorschach stündlich mit dem Züri Fäscht verbunden. Die
Nachtbusse von Nightbird nach Biel und Bern, Basel und Luzern runden das Angebot der SBB ab.
ZVV-Nachtzuschlag für einmal geschenkt.
Das Beste an diesem Angebot: Der Zürcher Verkehrsverbund schenkt der Bevölkerung zum Züri
Fäscht den Nachtzuschlag. Exklusiv am Züri Fäscht-Wochenende sind die über 400 S-Bahn-Extrazüge
sowie die über 1000 Tram- und Busverbindungen im Verbundgebiet für einmal ohne Nachtzuschlag
nutzbar. Ein gültiges Ticket reicht. Der ZVV wünscht damit allen Besuchern ein fröhliches Fest bei
herrlichem Wetter und tollen Feuerwerken.
Medienmitteilung vom 4. Juni 2004
Medienmitteilung des Regierungsrates
Regierungsrat fordert fristgerechten Bau des Durchgangsbahnhofs Löwenstrasse
Der Zürcher Regierungsrat wehrt sich gegen Verzögerungen beim Bau des Durchgangsbahnhofes Löwenstrasse und der Durchmesserlinie Wiedikon/Altstetten – Hauptbahnhof – Oerlikon. Der neue Durchgangsbahnhof muss fristgerecht im Jahr 2013 eröffnet werden. Der Bundesrat beabsichtigt, das Projekt im Rahmen einer Gesamtschau neu zu prüfen. Das würde zu einer Verzögerung bis mindestens 2020 führen. Der Zürcher Regierungsrat befürchtet bei einer derartigen Verschiebung negative Folgen bis hin zum Verkehrszusammenbruch auf Schiene und Strasse im Verkehrsknoten Zürich mit erheblichen Schäden für die schweizerische Volkswirtschaft.
2001 haben die Stimmberechtigten des Kantons Zürich einem Kredit von 580 Mio. Franken für den Bau einer neuen Bahnstrecke Wiedikon / Altstetten – Zürich Hauptbahnhof – Oerlikon mit einem neuen unterirdischen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse mit 82 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. Damit übernimmt der Kanton Zürich 40 Prozent der Gesamtkosten von 1450 Mio. Franken dieses wichtigen nationalen Projektes. Die Planungs- und Projektierungsarbeiten verlaufen plangemäss. Bisher sind Vorinvestitionen von 90 Mio. Franken getätigt worden. Um den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse im Jahr 2013 in Betrieb nehmen zu können, muss mit dem Bau des Kernstückes Ende 2006 begonnen werden.
Am 7. April 2004 hat der Bundesrat angekündigt, 2007/2008 alle Projekte ausser den Bahngrossprojekten, die sich schon im Bau befinden, einer Gesamtschau zu unterziehen. Für den Durchgangsbahnhof Löwenstrasse würde dies bedeuten, dass mit dem Bau nicht Ende 2006 begonnen werden könnte. Damit wäre eine Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs nicht vor 2020 zu erwarten.
Der Regierungsrat des Kantons Zürich kann diese Verzögerung nicht akzeptieren. Er ist mit einem Schreiben an den Bundesrat gelangt und beantragt, dass der Durchgangsbahnhof und die Durchmesserlinie von der Gesamtschau ausgenommen und die Mittel für den Bau ab 2007 bereitgestellt werden.
Folgende Überlegungen haben den Regierungsrat zu diesem Schritt veranlasst:
- Der Zürcher Hauptbahnhof ist das Herz des Schweizer Eisenbahnnetzes. Sein Verkehrsvolumen
übersteigt jenes anderer grosser Schweizer Bahnhöfe bei weitem. Mit der Inbetriebnahme von Bahn
2000 Ende 2004 und der 3. Teilergänzungen der S-Bahn sind der Bahnknoten Zürich und seine
Zufahrtskorridore bis auf das letzte Gleis ausgelastet.
- Das Volumen und die Wachstumsraten des Agglomerationsverkehrs übersteigen jene des Fernverkehrs
deutlich. Seit 1990 hat sich die Zahl der Fahrgäste an der Stadtgrenze Zürich beinahe verdoppelt.
Ein Trendbruch ist mit Blick auf das gesättigte Strassennetz nicht absehbar. Verspätungen oder gar
ein Verkehrskollaps im Verkehrsknoten Zürich hätte Auswirkungen auf die ganze Schweiz mit
Zehntausenden von Betroffenen.
- Grossagglomerationen sind die Wachstumsmotoren der Schweiz. Der Wirtschaftsraum Zürich spielt
dabei eine Schlüsselrolle. Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist Bedingung für
wirtschaftliches Wachstum und ein wichtiger Standortfaktor. Die hohe Qualität und Zuverlässigkeit
des öffentlichen Verkehrs ist heute ein unbestrittener Standortvorteil der Schweiz, der nicht
fahrlässig aufs Spiel gesetzt werden darf.
- Der Kanton Zürich hat seit Ende der Sechziger Jahre 1.15 Mia Franken in den Ausbau des SBB-Netzes investiert. Zusätzlich hat der Souverän 580 Mio. für den zweiten Durchgangsbahnhof mit 82 Prozent Ja-Stimmen bewilligt. Das ist in der Schweiz einmalig. Trotzdem ist der Kanton Zürich von Sparmassnahmen des Bundes über Gebühr betroffen: Die Neubaustrecke Flughafen – Winterthur wurde schon in den 90er Jahren trotz erteilter Baubewilligung zurückgestellt. Jetzt soll dieser grösste Flaschenhals im Netz in die Gesamtschau aufgenommen werden, was weitere Verzögerungen befürchten lässt. Dem Zimmerberg-Basistunnel drohen trotz Vorinvestitionen von 81 Mio. Franken und trotz Überlastung der einspurigen und sanierungsbedürftigen alten Strecke weitere Verzögerungen.
Werden im Knoten Zürich nicht sehr rasch zusätzliche Kapazitäten geschaffen, so droht der Verkehrszusammenbruch sowohl auf der Schiene wie auch auf der Strasse. Das hätte nicht nur unabsehbar nachteilige Folgen für den öffentlichen Verkehr in Zürich und in der Schweiz, sondern auch für die schweizerische Volkswirtschaft.
Ansprechperson für Fragen: Irène Schellenberg, Informationsbeauftragte der Volkswirtschaftsdirektion, 043 259 26 17
die Mittel für den Bau ab 2007 bereitgestellt werden.18. Mai 2004
ZVV-Nachtnetz auch in der Nacht vor Auffahrt
Das ZVV-Nachtnetz ist auch in Nächten vor Feiertagen in Betrieb. So fahren in der Nacht vor Auffahrt die Nacht-S-Bahnen und Nachtbusse gemäss normalem ZVV-Nachtnetz-Fahrplan.
In der Nacht vor Auffahrt ist das ZVV-Nachtnetz wie an Wochenenden in Betrieb. Fahrpläne zum ZVV-Nachnetz liegen an bedienten Verkaufsstellen sowie in den Fahrzeugen auf.
Wer das ZVV-Nachtnetz benutzen möchte, muss zusätzlich zum ZVV-Fahrausweis einen Nachtzuschlag lösen. Dieser beträgt pauschal fünf Franken und ist 12 Stunden gültig. Er kann am Automaten mit *162 bezogen werden. Da viele Fahrgäste den Zuschlag oft unmittelbar vor der Abreise lösen, führt dies nicht selten zu Warteschlangen an den Automaten. Wesentlich bequemer und erst noch günstiger geht es mit der Zuschlags-Multikarte (sechs Zuschläge zum Preis von fünf), die an bedienten Verkaufsstellen bezogen werden kann. Am günstigsten fahren Inhaberinnen und Inhaber einer ZKB-Nightcard: Sie müssen keinen Nachtzuschlag lösen.
Kontakt: Marco Rüdisühli, Projektleiter Nachtnetz, 043 288 48 33
Medienmitteilung vom 5. April 2004
Ab 21 Uhr werden alle S-Bahnlinien begleitet
Seit Anfang April werden alle Linien im Kernnetz der S-Bahn Zürich ab 21 Uhr bis Betriebsschluss begleitet. 180 SBB-Mitarbeitende, die jeweils eine sechs-monatige Ausbildung durchlaufen haben, sorgen für mehr Sicherheit, für eine tiefere Schwarzfahrerquote und informieren bei Störungen.
Im Dezember 2002 bestellte der ZVV die Begleitung der S-Bahn-Züge ab 21 Uhr bis Betriebsschluss. Diese Begleitung ist Teil eines Massnahmenpakets, welches das subjektive Sicherheitsempfinden der Reisenden erhöhen soll. Seit Januar 2003 wurde die Begleitung der S-Bahnen in den Abendstunden sukzessive eingeführt. Als erste Linie wurde die S 6 von jeweils zwei «Zugchefs S-Bahn» begleitet. Seit Anfang April gilt dies auch für die Linien S 7, S 8, S 9, S 12, S 14 und S 16. Als letzte Linie folgt im Juli 2004 die S 26.
Fundiert ausgebildetes Personal
Die SBB bereitete die heute 180 Zugchefs während einer sechsmonatigen Ausbildung auf ihre
Aufgabe vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser neu geschaffenen Funktion verfügen über
eine Basisausbildung als Zugbegleiter. Das Aufgabengebiet des Zugchefs S-Bahn umfasst die
Billett-Kontrolle, die sichtbare Präsenz in den S-Bahnen während den Abendstunden sowie
Informations- und Dienstleistungsfunktionen. Mit der integralen Begleitung ab 21 Uhr wurde der
Einsatz der Bahnpolizei angepasst. Sie wurde von der Begleitfunktion von S-Bahnzügen entlastet und
kommt dann zum Einsatz, wenn ein polizeiliches Eingreifen erforderlich ist.
Messbarer Erfolg
Die Präsenz von Begleitpersonal beugt Vandalenakten vor. Zudem sorgen die Zugchefs auch aktiv
für saubere S-Bahnen. Ein messbarer Erfolg ist die Schwarzfahrerquote: In den begleiteten Zügen
konnte sie halbiert werden - und dies auf den betroffenen Linien auch tagsüber. Hierzu hat auch das
neue Ticket-Kontrollkonzept der SBB beigetragen.
Weitere flankierende Massnahmen
Die Begleitung der S-Bahnen im Kernnetz der Zürcher S-Bahn kostet jährlich 14 Mio. Franken.
Sie wird durch weitere Massnahmen im Bereich Sicherheit flankiert. Wie bereits erwähnt senken
verstärkte Fahrausweiskontrollen die Schwarzfahrerquote. Da ein direkter Zusammenhang zwischen der
Sauberkeit des Rollmaterials und dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Fahrgäste besteht, werden
zusätzlich zur bestehenden Reinigung mobile Reinigungsteams eingesetzt. Zudem wird der Einsatz von
Videosicherheit in den S-Bahnen geprüft.
Medienmitteilung vom 4. März 2004
Aus den Verhandlungen des Regierungsrates Sitzung vom 3. März 2004
Regierungsrat beantragt Ausbau des ZVV-Nachtnetzes
ki. Das im Dezember 2002 eingeführte Nachtangebot des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) hat die
angestrebte Nachfrage im ersten Betriebsjahr deutlich übertroffen und weist bereits
Kapazitätsengpässe auf. Die angestrebte Kostendeckung wird wie geplant im Jahr 2004 erreicht. Der
Regierungsrat beantragt deshalb dem Kantonsrat, das ZVV-Nachtangebot per Fahrplanwechsel im
Dezember 2004 sowie für die künftigen Fahrplanperioden nachfragegerecht auszubauen. Er beantragt,
dazu den Kantonsratsbeschluss vom März 2003 betreffend Grundsätze über die mittel- und langfristige
Entwicklung von Angebot und Tarif im öffentlichen Personenverkehr entsprechend zu ändern.
Für das erste Betriebsjahr 2003 strebte der ZVV eine Nachfrage von 3750 Personen pro Nacht
an. Mit durchschnittlich 4474 Fahrgästen pro Nacht wurde dieser Wert um nahezu 20 Prozent
übertroffen. Gegenüber den Nachtbusangeboten vor der Einführung des ZVV-Nachtnetzes wurde sogar
eine Verdreifachung der Nachfrage erreicht. Im vierten Quartal des Jahres 2003 wurden mit
durchschnittlich 5074 Fahrgästen pro Nacht bereits die für 2004 erwarteten Fahrgastzahlen
überschritten. Die grösste Nachfrage wurde im November mit durchschnittlich 5658 Fahrgästen
verzeichnet. An Spitzentagen konnten bereits über 8500 Personen befördert werden.
Grössere Kapazitätsengpässe bei Bahn und Bus
Der grösste Anteil der Nachfrage wird von den städtischen Buslinien bewältigt (40 Prozent).
Rund ein Drittel der Fahrgäste benutzen die neuen Nacht-S-Bahnen. Die übrigen 25 Prozent entfallen
auf die regionalen Busse ab Zürich und Winterthur sowie auf die Anschlussbusse auf die
Nacht-S-Bahnen.
Als qualitativ vertretbare Auslastung gilt bei einem Standardbus eine Auslastung von rund 50
Personen. Bei einer Spitzenbelastung von mehr als 100 Personen muss bei einem Standardbus unter
Umständen die Beförderung weiterer Fahrgäste verweigert werden. Die überaus grosse Nachfrage führt
bei mehreren Bahn- und Buslinien regelmässig zu grösseren Kapazitätsengpässen. Diese treten vor
allem in der Nacht von Samstag auf Sonntag und bei den Abfahrten zwischen 1 und 3 Uhr auf. Neben
der Nacht-S-Bahn SN5 (Zürich-Uster-Rapperswil) sind 14 von 37 Linienästen der Nachtbusse von
regelmässigen Kapazitätsengpässen betroffen.
Kostendeckung 2003 und Ausblick 2004
Den Einnahmen von 2,99 Mio. Franken aus Tickets und Zuschlägen steht 2003 ein Aufwand von
3,50 Mio. Franken für Fahrleistungen, Kontroll- und Sicherheitspersonal gegenüber. Damit wurde im
vergangenen Jahr ein für die Einführung eines neuen Angebots sehr hoher Kostendeckungsgrad von 86
Prozent erreicht. In den Kosten enthalten sind auch die Mehraufwendungen für den Ausbau der
Massnahmen zur Einnahmensicherung (Fahren ohne gültigen Fahrausweis) und zur Eindämmung von
Verschmutzung und Vandalismus. Dadurch wurde auch das subjektive Sicherheitsgefühl verbessert.
Für das Jahr 2004 wird im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2003 (4474 Fahrgäste) mit einer
durchschnittlichen Frequenzzunahme von mindestens 10 Prozent gerechnet. Mit den erwarteten 4900
Fahrgästen pro Nacht kann die angestrebte Kostendeckung im Jahr 2004 erreicht werden.
Zufriedene Kundinnen und Kunden
Im August/September 2003 führte der ZVV eine schriftliche Umfrage bei den Nutzerinnen und
Nutzern des Nachtnetzes durch. Die Fahrgäste zeigten sich sehr zufrieden und stuften das Angebot
auf einer Skala von 1 bis 7 mit einer Durchschnittsnote von 5,6 ein. Die Umfrage hat zudem gezeigt,
dass 60 Prozent der Fahrgäste vor Einführung des ZVV-Nachtangebots keine Nachtbusse benutzten. Der
Nutzerkreis hat sich damit erheblich erweitert.
Nachfragegerechter Ausbau notwendig und dringlich
Das ZVV-Nachtnetz erfreut sich einer grossen Nachfrage und hat sich bei den Nachtschwärmern
etabliert. Ohne systematische Angebotserweiterungen ist ein weiteres Wachstum auf den kritischen
Linien allerdings nur noch sehr beschränkt möglich. Deshalb ist eine punktuelle Anpassung des
heutigen Nachtangebotes notwendig und dringlich, sofern dies kostendeckend geschehen kann. Die
dafür erforderliche Weiterentwicklung ist auf den Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004
(Fahrplanjahre 2005/2006) vorzunehmen. Im Vordergrund stehen Massnahmen zur Behebung der
Kapazitätsengpässe. Dabei sind insbesondere Angebotsausbauten in den stark ausgelasteten Regionen
Oberland, Zimmerberg/Linkes Zürichseeufer, Knonaueramt und in der Stadt Zürich vorzusehen. Die
Weiterentwicklung des ZVV-Nachtangebots ist auch künftig der jeweiligen Nachfrage anzupassen und im
Rahmen des ordentlichen kantonalen Fahrplanverfahrens durchzuführen.
Ansprechperson für Fragen:
Marco Rüdisühli, Zürcher Verkehrsverbund,
Projektleiter Nachtnetz, Telefon 043 288 48 33
Medienmitteilung vom 20. Januar 2004
ZVV-Contact: Erfolgreiches erstes Betriebsjahr
ZVV-Contact blickt auf ein erfolgreiches Startjahr zurück. Die zentrale Anlaufstelle für Fragen und Kundenreaktionen zu allen im ZVV zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen wickelte 2003 rund 80'000 Kontakte ab. Die Kundenreaktionen betrafen hauptsächlich die Bereiche Zuverlässigkeit, Verhalten des Fahrpersonals sowie Fahrgastinformation. Am meisten Auskünfte erteilte ZVV-Contact zum Fahrplan und zum Tarif. Auch der Ticket-Verkauf via ZVV-Contact wurde im ersten Betriebsjahr bereits rege genutzt.
Positives Fazit nach einem Jahr
Seit dem 15. Dezember 2002 beantwortet das 14-köpfige Team von ZVV-Contact alle Anfragen
und Kundenreaktionen zu sämtlichen im ZVV zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen. Diese
Zentralisierung erspart den ZVV-Kundinnen und Kunden die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner
für Ihre Anliegen und Reklamationen. Fazit nach einem Jahr: Die neue Dienstleistung wird geschätzt,
ZVV-Contact verzeichnete im Jahr 2003 rund 80'000 Kontakte per Telefon, E-mail, Brief, Fax und
Internet, Tendenz steigend. Auch die vor einem Jahr gesteckten Ziele in Bezug auf Qualität und
Erreichbarkeit wurden fast vollumfänglich erreicht. So konnten beispielsweise 80 Prozent der Anrufe
in 15 Sekunden entgegengenommen und über 90 Prozent der eingehenden E-mails innerhalb von 5 Stunden
beantwortet werden.
Breites Spektrum an Kundenreaktionen und Anfragen
Der überwiegende Teil der Kundenreaktionen betraf die Bereiche Zuverlässigkeit
(Einhaltung des Fahrplans, Anschlüsse), Verhalten Fahrpersonal (Freundlichkeit und
Hilfsbereitschaft, Anfahren von Haltestellen) und Fahrgastinformation (Internet- und
Taschenfahrpläne). Sämtliche Kundenreaktionen fliessen in die kontinuierliche Verbesserung der
Qualität des öffentlichen Verkehrs ein. Die Informationsanfragen betrafen hauptsächlich den
Fahrplan und den Tarif. Insbesondere bei Störungen auf dem Netz wurde ZVV-Contact rege genutzt.
Aber auch ganz spezifische Informationen wie beispielsweise technische Fahrzeugdaten,
Angebotsgestaltung oder unternehmensspezifische Anliegen wurden durch ZVV-Contact beantwortet.
Rege genutzter Ticket-Verkauf via ZVV-Contact
ZVV-Contact verkauft sämtliche im Verbundgebiet gültigen Fahrausweise. Bereits rund 20
Prozent der persönlichen Jahresabos werden über den Distanzverkauf erneuert.
Bekanntheitsgrad steigern
Ende Januar 2004 startet eine Werbekampagne, die den Bekanntheitsgrad von ZVV-Contact
erhöhen soll. Unter dem Motto „Wir erledigen jede Frage“ sollen die Kundinnen und Kunden ermuntert
werden, ZVV-Contact für jederlei Anfragen in Zusammenhang mit dem öffentlichen Verkehr im Kanton
Zürich zu kontaktieren.
Kontakte ZVV-Contact (täglich von 0600-2200 geöffnet):
Telefon: 0848 988 988 oder 0848 ZVV ZVV (8 Rappen/Min.)
Telefax: 0848 988 989
Post: ZVV-Contact, Postfach, 8040 Zürich
Internet: www.zvv.ch
Rückfragen bitte an: André Meier, Leiter ZVV-Contact, 043 343 32 50
Medienmitteilung vom 14. Januar 2004
ZVV-Automaten und Internet-Fahrplan: Tipps und Tricks für Seniorinnen und Senioren
Immer mehr ZVV-Kundinnen und -Kunden beziehen ihre Tickets und Fahrplanauskünfte am Automaten oder per Internet. Seniorinnen und Senioren bekunden jedoch oft Mühe im Umgang mit elektronischen Hilfsmitteln. Deshalb lädt der ZVV seine Kundschaft ab 60 an die FESPO ein und zeigt Tipps und Tricks rund um ZVV-Automaten und elektronische Fahrpläne.
Computer und Internet: eine Hürde?
Wer heute ein ZVV-Ticket lösen oder im ZVV-Fahrplan nachschlagen will, tut dies am
effizientesten per Computer. Vom Ticket-Automaten bis zum Reiseplaner auf fahrplan.zvv.ch läuft
heute alles elektronisch. Doch gerade ältere Personen bekunden oft Mühe beim Umgang mit dem
Computer oder schrecken vor dem Gebrauch des Internets zurück. Hier möchte der ZVV Hand bieten.
Praxis gewinnen am ZVV-Messestand
Am ZVV-Messestand in der Halle 4 der FESPO wird Seniorinnen und Senioren die
Berührungsangst vor technischen Hilfsmitteln genommen. Besucherinnen und Besucher des
ZVV-Messestands können an zwei Computer-Stationen nach Lust und Laune im ZVV-Netz surfen oder den
Ticket-Automaten ausprobieren. Selbstverständlich gibt das anwesende Standpersonal gerne Auskunft
und beantwortet Fragen.
Gratis-Eintritte für Seniorinnen und Senioren ab 60
Um möglichst viele Seniorinnen und Senioren mit diesem Angebot anzusprechen, offeriert
der ZVV 5000 Gratis-Eintritte. Die ersten 5000 Besucherinnen und Besucher ab 60, die am Freitag,
23. Januar an der speziellen Tageskasse einen ZVV-FESPO-Coupon sowie einen persönlichen Ausweis
vorweisen, erhalten einen Gratis-Eintritt, gültig für einen Tag.
Kontakt: Stephan Betschart, 01 317 27 36
Medienmitteilung vom 7. Januar 2004
ZVV verbessert Angebot für Gehbehinderte
Der ZVV hat das Angebot für gehbehinderte Personen verbessert: Seit dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2003 verkehren auf rund zwei Dritteln aller Buslinien niederflurige Fahrzeuge. Vom verbesserten Einstieg profitieren alle ZVV-Kundinnen und Kunden.
Im Rahmen des Projekts MobilPlus vereinfacht der ZVV schrittweise den Zugang und die Benützung des öffentlichen Verkehrs für Menschen mit einer Behinderung. Mit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2003 wurde das Busangebot für gehbehinderte Personen verbessert.
Auf 70 Linien im ZVV-Verbundgebiet verkehren fahrplanmässig nur noch niederflurige Busse, auf weiteren 131 Linien sind teilweise Niederflurbusse im Einsatz. Vom verbesserten Einstieg profitieren in erster Linie rund 10'000 Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie 60'000 Gehbehinderte, welche im Verbundgebiet leben. Aber auch Seniorinnen und Senioren sowie Reisende mit Gepäck, Einkäufen oder Kinderwagen können leichter ein- und aussteigen.
Neu können bei ZVV-Contact (0848 988 988, 8 Rappen pro Minute) sowie via Internet unter www.zvv.ch/handicap die Reisemöglichkeiten auf von niederflurigen Bussen bedienten Linien abgeklärt werden. Für Linien, auf denen erst teilweise Niederflurbusse im Einsatz sind, ist eine Anfrage vor jeder Fahrt nötig. Informationen zu diesen Linien sind vorerst nur für Fahrten von Montag bis Freitag erhältlich.
Fortlaufende Ausdehnung des Angebots
In den nächsten Jahren wird ein grosser Teil der Busflotte erneuert. Bis 2008 werden bereits
70% aller Busse mit Niederflureinstieg unterwegs sein. Bis 2014 wird die Ersatzbeschaffung der
Busse weitgehend abgeschlossen sein, sodass auf allen Linien ein einfacher Zugang zum Bus möglich
sein wird.
Kontakt: Andreas Meili, Projektleiter: 043 288 48 34