MEDIENMITTEILUNGEN
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Medienmitteilung vom 3. Februar 2012
Vernehmlassung Tarifanpassung per 2013
Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) plant, die Preise für das Fahrplanjahr 2013 um
durchschnittlich 3.3% zu erhöhen. Diese Anpassung ist nötig, weil der Bundesrat eine Erhöhung der
Trassenpreise für Bahnunternehmen beschlossen hat. Die Gemeinden, Verkehrsunternehmen und
regionalen Verkehrskonferenzen sind zur Vernehmlassung eingeladen.
Im letzten Sommer setzte der Bundesrat eine Erhöhung der Trassenpreise um 200 Mio. Franken
fest. Die Trassenpreise werden für die Benutzung der Eisenbahninfrastruktur erhoben. Auch im ZVV
fallen für das dichte Angebot der Zürcher S-Bahn höhere Gebühren an. Der Bundesrat ist der klaren
Ansicht, dass diese Kosten durch die Benutzerinnen und Benutzer des öffentlichen Verkehrs zu tragen
sind.
Der ZVV rechnet damit, dass die zusätzlichen Kosten durch eine Erhöhung der Tarife um
durchschnittlich 3.3% gedeckt werden können. Dies steht auch in Übereinstimmung mit der bisherigen
Strategie des ZVV, die Preise regelmässig, aber massvoll anzupassen.
Keine Erhöhung auf kurzen Strecken
Die Preisanpassung im ZVV erfolgt differenziert. Die Tickets für kürzere Strecken werden
bewusst geschont: Im Lokalnetz und bei Kurzstrecken gibt es daher keine Preiserhöhungen. Auch bei
den Einzeltickets und Tageskarten für 1 bis 2 Zonen fällt der Anstieg mit 2.4%
unterdurchschnittlich aus. Der Grund dafür liegt darin, dass nur bei der Bahn höhere Kosten
anfallen, und auf kurzen Strecken tendenziell weniger Bahnfahrten unternommen werden. Die Preise
für die Einzeltickets und Tageskarten für 3 und mehr Zonen werden hingegen stärker angehoben. Auf
diesen längeren Strecken benutzen die Kundinnen und Kunden in der Regel die S-Bahn.
Auch die Tarife für Monats- und Jahresabonnemente beim „9-UhrPass Alle Zonen“
steigen.
Vernehmlassung
Vor dem Entscheid von Verkehrsrat und Regierungsrat über die Tarifanpassungen können sich die
Gemeinden, Verkehrsunternehmen und regionalen Verkehrskonferenzen zu den geplanten Änderungen
äussern. Die Vernehmlassung dauert bis zum 19. März 2012.
Medienauskunft: Thomas Kellenberger, Medienstelle ZVV, 043 288 48 09
Tarifbeispiele
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Tarifstufe
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Bisher in CHF
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Neu in CHF
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Differenz in %
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Beispiel
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Einzelbillett,
ermässigt |
Lokalnetz / Kurzstrecke
|
2.20
|
2.20
|
0.0
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Lokalnetz Wetzikon / Kurzstrecke Stadt Zürich
|
|
Einzelbillett,
Erwachsene |
1 – 2 Zonen
|
4.10
|
4.20
|
2.4
|
Stadt Zürich / Winterthur
|
|
Tageskarte,
ermässigt |
Alle Zonen
|
15.80
|
16.60
|
5.1
|
Ganzer Kanton Zürich
|
|
Monatsabonnement, persönlich,
Erwachsene |
Alle Zonen
|
227.00
|
236.00
|
4.0
|
Ganzer Kanton Zürich
|
|
Jahresabonnement, persönlich,
Erwachsene |
1 – 2 Zonen
|
711.00
|
729.00
|
2.5
|
Stadt Zürich / Winterthur
|
|
Jahresabonnement, persönlich,
Erwachsene |
Alle Zonen
|
2043.00
|
2124.00
|
4.0
|
Ganzer Kanton Zürich
|
|
9-Uhr-Monatsabonnement,
persönlich, Erwachsene |
Alle Zonen
|
114.00
|
122.00
|
7.0
|
Ganzer Kanton Zürich
|
* Alle Preise sind für die 2. Klasse berechnet
Medienmitteilung vom 2. Februar 2012
Zürcher S-Bahnen: Kleiner Malus trotz guter Pünktlichkeit
Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) bewertete 2011 zum sechsten Mal die Leistungen der SBB
bezüglich Pünktlichkeit, Information im Störungsfall und Sauberkeit im
Zürcher
S-Bahn-Netz. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Pünktlichkeit der S-Bahnen
wieder
deutlich zu. Trotzdem konnte die SBB das weiterhin ungenügende Resultat bei der
Information
im Störungsfall nicht kompensieren. Gesamthaft ergibt sich für die SBB ein Malus in der Höhe von
rund 250‘000 Franken.
Im vergangenen Jahr verkehrten die Züge der Zürcher S-Bahn pünktlicher als im Vorjahr. Die SBB
erreichten 126 von 144 möglichen Punkten (2010: 119 Punkte). Damit hat die SBB das vom ZVV
vorgegebene Ziel um neun Punkte übertroffen. Insgesamt resultiert für 2011 im Bereich Pünktlichkeit
ein Bonus von knapp 500‘000 Franken.
Bewertet werden die zwölf S-Bahnen des Kernnetzes. Pro Monat sind maximal zwölf Punkte
möglich: Erreichen 95 Prozent der Züge derselben Linie während eines Monats ihr Ziel mit weniger
als sechs Minuten Verspätung, wird ein Punkt gutgeschrieben.
Kundeninformation bei Störungen:
Noch keine Verbesserung möglich
Die Kundinnen und Kunden bewerten, wie sie die Kundeninformation im Störungsfall wahrnehmen, dabei sind die Resultate der ZVV-Kundenbefragung relevant.
Die Kundinnen und Kunden bewerten, wie sie die Kundeninformation im Störungsfall wahrnehmen, dabei sind die Resultate der ZVV-Kundenbefragung relevant.
Da diese Messungen zwei Jahre lang gültig sind, liegt das Resultat wie bereits 2010 bei 63
Punkten. Entsprechend resultiert ebenfalls wie im Vorjahr ein Malus von 750'000
Franken.
Sauberkeit bleibt im neutralen Bereich
In punkto Sauberkeit der Bahnhöfe und Züge bewegt sich die SBB auch 2011 im neutralen Bereich
um die angestrebten Zielwerte. Das heisst, dass unter dem Strich für dieses Kriterium weder ein
Bonus noch ein Malus resultiert.
Zusammenfassend ergibt sich folgendes Gesamtergebnis: Trotz eines Bonus bei der Pünktlichkeit
muss die SBB dem ZVV einen Malus in der Höhe von 250‘000 Franken entrichten (Vorjahr: Malus von 617‘
000 Franken). Sowohl der ZVV als auch die SBB sind weiterhin vom grossen Nutzen des
Bonus-/Malussystems überzeugt. In der Vergangenheit konnten dadurch zahlreiche Verbesserungen in
den Qualitätsstandards erreicht werden.
Medienkontakte:
SBB Medienstelle, 051 220 41 41
Anna Vollmer, ZVV Medienstelle, 043 288 48 45
SBB Medienstelle, 051 220 41 41
Anna Vollmer, ZVV Medienstelle, 043 288 48 45