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Thorsten
Beigetreten: 09/07/2009 16:16:50
Beiträge: 2
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fsg wrote:
Warum schafft man mit dem zweiten Durchgangsbahnhof zwar beträchtliche neue Kapazitäten für zusätzliche Direktverbindungen, bündelt aber trotzdem weiterhin den gesamten Ostschweiz-Verkehr mit der Flughafenanbindung?
Also ich finde es gut, dass die Züge über den Flughafen verkehren.
Ahja und warum? Wohnst du in Kloten?
Ich finde das absolut unnötig und Zeitverschwendung. Warum müssen unbedingt zwei FV-Züge im Blockabstand hintereinander einen Umweg fahren? Viel sinniger wäre, einen Systemanschluss zusätzlich in Winti am gleichen Bahnsteig einzurichten, und z.B. alle IC über Kloten oder alles was nicht IC ist zu führen -> alle 30min per FV zum Flughafen und alle Stunde direkt. Die direkten Züge könnten dann z.B. in Oerlikon halten (oder zumindest der IR) was auch vielen etwas bringen würde. Vom Osten her könnte man in Winti gleichzeitig ein/ausfahren, mit etwas Umstrickerei der Fahrplanlage, spätestens mit einem vollständigen dreigleisigen Ausbau Winti-Effi auch in Richtung Westen.
Darum denke ich, dass man zuerst schauen sollte, ob man nicht lieber Neubaustrecken realisiert, zum Beispiel Zürich-Winterthur, Zürich-Olten, Olten-Basel, Zürich-Luzern, Lausanne-Genf.
Vor allem sollte man Grossstädte wie z.B. Volketswil per Schiene anschliessen. 400-Seelen-Gemeinden wie z.B. Kaiserstuhl AG hätten nicht unbedingt einen Bahn-Stundentakt nötig.
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domiloo
Beigetreten: 03/07/2008 16:26:37
Beiträge: 30
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Thorsten wrote:
Also ich finde es gut, dass die Züge über den Flughafen verkehren.
Ahja und warum? Wohnst du in Kloten?
Nein. Ich bin als Ostschweizer eigentlich einer, der diesen Umweg immer fahren muss. Ein Halt in Oerlikon wäre mir persönlich auch lieber als am Flughafen. Aber ich schaue das nicht aus meiner Sichtweise an, sondern aus einer allgemeinen.
Vom Osten her könnte man in Winti gleichzeitig ein/ausfahren, mit etwas Umstrickerei der Fahrplanlage, spätestens mit einem vollständigen dreigleisigen Ausbau Winti-Effi auch in Richtung Westen.
Und genau das glaube ich nicht, bis ich es gesehen habe. Der Fahrplan ist auf diesen Strecken sowas von dicht, da kann man keine Aussagen über mögliche Linienführungen von Zügen machen, ohne einen genauen Fahrplan zu erstellen. Z.B. sind zwei Züge, die hintereinander herfahren, betrieblich einfacher, als Züge, die irgendwo auseinanderfahren, die richtig eingefädelt werden müssen und in Winterthur sogar noch Anschluss aufeinander haben müssen.
Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, einen (auch betrieblich) brauchbaren Fahrplan zu erstellen, bei dem bestimmte FV-Züge nicht über den Flughafen fahren. Aber ohne ein handfestes Konzept glaube ich nicht daran. Leider habe ich in den nächsten Wochen keine Zeit, um selber mal dran zu arbeiten, wäre aber wohl schon interessant...
Soviel zur fahrplantechnischen Perspektive. Kommt noch die Angebots-Seite hinzu. Eine direkte Verbindung an den Flughafen wird von vielen Landesteilen gewünscht. Diese einfach wegzunehmen (auch wenn es sich nur um einen Wechsel Stundentakt -> Halbstundentakt handelt), würde bei der betroffenen Region nicht gut ankommen. Ob die Verbindung auch wirklich so stark genutzt wird, ist eine andere Frage, aber es ist zumindest mal eine Prestige-Frage...
Wenn man es aber so herrichten könnte (wie gesagt, ohne genauen Fahrplanentwurf bin ich nicht überzeugt ), dass der Zug dafür in Oerlikon hält, würde das zumindest die Attraktivität für die Verbindung nach Oerlikon steigern.
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Üetlibergbahn
Beigetreten: 22/02/2009 10:23:24
Beiträge: 35
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Thorsten wrote:
Warum schafft man mit dem zweiten Durchgangsbahnhof zwar beträchtliche neue Kapazitäten für zusätzliche Direktverbindungen, bündelt aber trotzdem weiterhin den gesamten Ostschweiz-Verkehr mit der Flughafenanbindung?
Ganz einfach: Weil der Fernverkehr-Korridor über den Flughafen verläuft und es weiterhin so sein soll, weil die Anbindung an den Flughafen einem allgemeinen Bedürfnis entspricht (und auch die Infrastruktur dementsprechend ausgerichtet ist). Nicht nur wegen den Flugverbindungen, sondern weil der Flughafen auch eine ÖV-Drehscheibe ist.
Thorsten wrote:
Vor allem sollte man Grossstädte wie z.B. Volketswil per Schiene anschliessen. 400-Seelen-Gemeinden wie z.B. Kaiserstuhl AG hätten nicht unbedingt einen Bahn-Stundentakt nötig.
Wenn man nach Volketswil zieht, sollte man eigentlich wissen, dass man nicht an jeder Strassenecke eine S-Bahn-Haltestelle findet. Und wenn man nach Kaiserstuhl zieht, sollte man eigentlich auch wissen, dass dort nur jede Stunde ein Zug fährt. Wenn dies nicht den eigenen Wünschen entspricht, dann sollte man woanders mit seinen sieben Sachen hinziehen. Das eine hat aber nicht mit dem anderen zu tun. Es ist sehr naiv zu glauben, man könne Volketswil per Schiene erschliessen, indem man Kaiserstuhl AG nicht mehr bedient. Vielleicht sollte man zuerst einmal eine Landkarte genauer studieren ... .
Volketswil mag eine Stadt sein, eine Grossstadt ist die Gemeinde aber nicht. Immerhin verfügt sie über ein ordentliches Ortsbusnetz mit direkter Anbindung an den Bahnhof Schwerzenbach. Ausserdem lässt sich bei der heutigen Siedlungsstruktur und -dichte kaum mehr Schienen nach Volketswil legen.
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Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance. (Winston Churchill) |
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Thorsten
Beigetreten: 09/07/2009 16:16:50
Beiträge: 2
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Üetlibergbahn wrote:
Ganz einfach: Weil der Fernverkehr-Korridor über den Flughafen verläuft und es weiterhin so sein soll,
Aha, weil das so ist - super Antwort
weil die Anbindung an den Flughafen einem allgemeinen Bedürfnis entspricht
Glaube ich nicht. Es gibt sicher viel mehr Z-W (und weiter)-Pendler als Flieger und Kloten-Umsteiger. Einige werden da wohl die S12 benutzen, aber definitiv nicht alle. Vor allem diejenigen die weiter fahren denn da ist kein Anschluss an die S12.
Ich rede ja nur vom entbündeln des "Hintereinander her fahrens". Es würde weiterhin alle 30min eine Verbindung über Kloten geben - und einmal mehr Umsteigen wenn man grad nen direkten Zug erwischt hat am gleichen Bahnsteig ist nun wirklich kein Akt.
(und auch die Infrastruktur dementsprechend ausgerichtet ist).
Das musst du näher erläutern. Wo hat die Strecke übern Flughafen mehr Kapazität als die direkte über Wallisellen (wenn du da jetzt mal die Baustelle wegdenkst)? Könnte ich mir nur vorstellen wenn die eine bereits ETCS häte und die andere nicht. Und wenn es alle 30min eine Direktverbindung gäbe, wäre diese mind. 5min schneller und damit auch schneller als die S12/11 (die wegen des überlasteten Zürichbergtunnels in der HVZ ohnehin verspätungsgefährdet ist), folglich würde die auch nicht mehr so voll sein (bzw. man könnte sich die in 15 Jahren tägliche S11 sparen), und man hätte Platz für direkte Schnellzüge.
Nicht nur wegen den Flugverbindungen, sondern weil der Flughafen auch eine ÖV-Drehscheibe ist.
Die würde ja auch weiterhin alle 30min bedient.
Wenn man nach Volketswil zieht, sollte man eigentlich wissen, dass man nicht an jeder Strassenecke eine S-Bahn-Haltestelle findet. Und wenn man nach Kaiserstuhl zieht, sollte man eigentlich auch wissen, dass dort nur jede Stunde ein Zug fährt. Wenn dies nicht den eigenen Wünschen entspricht, dann sollte man woanders mit seinen sieben Sachen hinziehen. Das eine hat aber nicht mit dem anderen zu tun. Es ist sehr naiv zu glauben, man könne Volketswil per Schiene erschliessen, indem man Kaiserstuhl AG nicht mehr bedient. Vielleicht sollte man zuerst einmal eine Landkarte genauer studieren ... .
Ja...
ich meinte eher dass Volketswil es viel eher "verdient" als z.B. Kaiserstuhl. Und sag nicht geht nicht. Alles geht, auch wenns nicht danach aussieht.
Es muss nur irgendwie Industrie oder sonstwas (kenne die Gegend da nicht - ist ja nur ein Gedankenspiel) neu hinzukommen wofür die Strassen nicht ausgelegt sind. Ergo: Stau, Busbetrieb kann nicht mehr pünktlich garantiert werden. Spätestens da get es dann. Es bliebe da nur durchgängige Busspur oder etwas bahnmässiges, und wenn Busspur geht, gehen auch Schienen.
Volketswil mag eine Stadt sein, eine Grossstadt ist die Gemeinde aber nicht. Immerhin verfügt sie über ein ordentliches Ortsbusnetz mit direkter Anbindung an den Bahnhof Schwerzenbach. Ausserdem lässt sich bei der heutigen Siedlungsstruktur und -dichte kaum mehr Schienen nach Volketswil legen.
Äh ja, s.o.
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oberländer
Beigetreten: 30/06/2008 23:24:00
Beiträge: 48
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Zu Volketswil: Dein Vorschlag hat mir den Feierabend versüsst.
ich meinte eher dass Volketswil es viel eher "verdient" als z.B. Kaiserstuhl. Und sag nicht geht nicht. Alles geht, auch wenns nicht danach aussieht.
Es muss nur irgendwie Industrie oder sonstwas (kenne die Gegend da nicht - ist ja nur ein Gedankenspiel) neu hinzukommen wofür die Strassen nicht ausgelegt sind. Ergo: Stau, Busbetrieb kann nicht mehr pünktlich garantiert werden. Spätestens da get es dann. Es bliebe da nur durchgängige Busspur oder etwas bahnmässiges, und wenn Busspur geht, gehen auch Schienen.
Ähm, du kennst Volketswil nicht mal, behauptest aber, Volketswil müsse unbedingt einen Schienenanschluss haben? Tu mir einen Gefallen, lerne die Gegend um Volketswil zuerst kennen und dann diskutieren wir weiter, ja? Es geht hier nicht darum, wer einen Schienenanschluss "verdient". Ein neues Tram macht nur dort Sinn, wo es nötig und sinnvoll ist, also wo die jetzigen Verkehrsmittel (Auto/Bus) wegen Stau ans Limit kommen. Bei Volketswil, welches übrigens Viertelstündlich per Bus an Schwerzenbach angeschlossen ist, definitiv nicht der Fall. Busspuren hat man nun eingeführt, kapazitätsmäsig hat man auch keine Probleme, es reichen sogar Solobusse! Und gerade die Industrie ist längs der Bahnlinie angesiedelt, da bin ich in fünf Minuten beim Bahnhof Schwerzenbach, also bitte!
Volketswil mag zwar keinen Schienenanschluss haben, liegt aber gerade mal 2-3 Km vom nächsten Bahnhof entfernt, der Stadtbus braucht keine 10 Minuten dafür!
Volketswil eine Grossstadt? Guter Mann, Volketswil selber hat gerade mal 10'000 Einwohner! Per Definition ist eine Ort erst eine Grossstadt, wenn mehr als 100'000 Einwohner, also wie Zürich und Winterthur.
Dann kommen wir noch zu den Finanzen. Es kostet ziemlich sicher einen dreistelligen Millionenbetrag, da man extra für diese drei Kilometer eine neue Strassenbahn aufbauen müsste. Wenn wir nun bedenken, dass für den öV die Gelder sehr beschränkt sind, ist es ein Witz, für ein Kleinstädtchen wie Voketswil so eine grosse Summe in ein Luxusmittel wie eine Bahn zu stecken, wenn man die Bedürfnisse mit Busverbundungen genauso gut abdecken kann. Da sind die Gelder in 4. Teilergänzung, DML, später ev. Brüttener Tunnel viel besser investiert. DORT hat man Kapazitätsprobleme, in Volketswil sehe ich beim besten Willen keine.
Vor allem sollte man Grossstädte wie z.B. Volketswil per Schiene anschliessen. 400-Seelen-Gemeinden wie z.B. Kaiserstuhl AG hätten nicht unbedingt einen Bahn-Stundentakt nötig.
Äh, wie meinen? Was hat Volketswil mit Kaiserstuhl am Hut? Alles was weniger als 400 Einwohner braucht keinen Schienenanschluss, oder ein öV-Angebot aus der Steinzeit? Was nötig ist und was nicht wird nicht nur anhand der Einwohnerzahlen festgelegt, sondern anhand der Frequenzen.
Wie kannst Du ohne Kentnisse der Regionen mal schnell über den Daumen beurteilen, was die Region benötigt und was nicht?
Das musst du näher erläutern. Wo hat die Strecke übern Flughafen mehr Kapazität als die direkte über Wallisellen (wenn du da jetzt mal die Baustelle wegdenkst)? Könnte ich mir nur vorstellen wenn die eine bereits ETCS häte und die andere nicht. Und wenn es alle 30min eine Direktverbindung gäbe, wäre diese mind. 5min schneller und damit auch schneller als die S12/11 (die wegen des überlasteten Zürichbergtunnels in der HVZ ohnehin verspätungsgefährdet ist), folglich würde die auch nicht mehr so voll sein (bzw. man könnte sich die in 15 Jahren tägliche S11 sparen), und man hätte Platz für direkte Schnellzüge.
In Walisellen hast du noch S-Bahnen, die den Schnellzügen in die Querre kommen. S12/S11 dienen in erster Linie für Pendler in der Region Zürich, die Schnellzüge für Pendler, die über Zürich und Winterthur hinaus verkehren. Wenn diese Schnellzüge nun auch noch die S-Bahn Pendler aufnehmen müssten, dann Gute Nacht. S11 dient nicht für Zürich-Winterthur, sondern als Entlastung für die S12, die kannst du nicht so einfach streichen, da diese die S-Bahn Bahnhöfe bedient, wo die Schnellzüge nicht hinkommen.
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Üetlibergbahn
Beigetreten: 22/02/2009 10:23:24
Beiträge: 35
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Thorsten wrote:
Üetlibergbahn wrote:
Ganz einfach: Weil der Fernverkehr-Korridor über den Flughafen verläuft und es weiterhin so sein soll,
Aha, weil das so ist - super Antwort
Ja, das ist die alles und entscheidende Antwort, lieber Thorsten. Ausser, Du findest ganz viel Geld, um das zu ändern. Denn mit der Eröffnung der Flughafenlinie anno dazumal wurden Infrastruktur und damit die Trassen so ausgerichtet, dass der FV über diese Linie verläuft, der Regionalverkehr über die anderen. Nun gut, das könnte man jetzt schon ändern, das hiesse aber Kapazitäten beschränken und Züge verlangsamen. Ob das in Deinem Sinne ist?
Für den Rest danke ich Oberländer.
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Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance. (Winston Churchill) |
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