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Halbstundentakt für alle
Forum-Index » Themen aus den Medien
Autor Beitrag
fsg


Beigetreten: 11/08/2008 12:38:13
Beiträge: 47
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Im Kanton Zürich ja in weniger als einem Monat über den Halbstundentakt abgestummen.
Was für direkte Folgen wird das haben?
Weiss hier jemand mehr

Vielen Dank schon im Voraus für eure Antworten

(Übrigens: An Üetlibergbahn: Habe gelernt die Gross/Kleinschreibtaste zu bedienen .)

This message was edited 2 times. Last update was at 08/05/2009 18:05:52

Basi81

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Beigetreten: 30/06/2008 10:53:28
Beiträge: 42
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Am 17. Mai stimmen Zürcherinnen und Zürcher darüber ab, ob die Züge im ganzen Kantonsgebiet im Halbstundentakt fahren sollen.
Slein

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Beigetreten: 01/07/2008 16:43:18
Beiträge: 11
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Ob die Abstimmung angenommen wird oder nicht wird nicht ausschlaggebend sein. Die meisten Elemente der Initiative ist schon in den Richtplan aufgenommen worden und werden bis 2018 erstellt werden, bzw. die Regionen werden bis dann einen 30 min Anschluss haben. Einzig einige kleine Regionen, die mit dem Bus die meiste Zeit besser bedient sind als mit der Bahn, werden dann weiterhin den Stundentakt haben.

Der von den Initianten vorgeschlagene Zeitraum zur umsetzung (2012) ist absolute nicht genügend, da meist noch Infrastruckturausbauten getätigt werden müssen.

Gruss Slein
ju


Beigetreten: 01/07/2008 17:58:38
Beiträge: 35
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Nicht zu vergessen ist auch, dass Sihlbrugg oder Zweidlen - wo wirklich niemand die Nachfrage nach einem 1/2-Stundentakt herbeireden kann - gezwungenermassen auch mehr Züge bekämen. Ganz zu schweigen von der Nostalgie-Linie des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland (Bauma - Bäretswil (- Hinwil)), die - streng nach Initiativtext - ebenfalls zwei Züge pro Stunde bekommen müsste...

Der Bahnverkehr macht nicht an den Grenzen des Kantons halt und kann deshalb auch nicht einseitg von diesem gestaltet werden. Weitere Ausbauten des Angebots hängen im Grossraum Zürich direkt von der Druchmesserlinie (2013/2015) und einem Ausbau des Korridors Flughagfen - Effretikon - Winterthur (wohl nicht vor 201 ab. Den Initiaten geht es primär um den Halbstundentakt im Tösstal; weil eine so regional-einseitige Forderung in einer kantonalen Abstimmung aber wohl kaum Chancen gehabt hätte, wurde kurzerhand eine allgemeine Zauberformel für den ganzen Kanton geschaffen, ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Bedürfnisse und Gegebenheiten...

Fazit: die Initiative vertritt ein berechtigtes Anliegen, ist allerdings zu starr und zu wenig durchdacht um den konkreten Anforderungen der einzelnen Regionen und schlicht der Realität gerecht zu werden. Mit dem Gegenvorschlag wird das Ziel des Halbstundentakts in den Gebieten, wo dies nötig ist oder nötig sein wird (Tösstal; Niederglatt) in einem realistischen Zeithorizont realisiert, ohne sinnlose Millionenausgaben für gezwungene Zwischenlösungen.
Slein

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Beigetreten: 01/07/2008 16:43:18
Beiträge: 11
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Für alle interessierten kann ich nur folgendes Forum bzw. Thread empfehlen (müsst euch so viel ich weiss registrieren, um es zu lesen.) http://www.bahnforum.org/index.php?page=Thread&postID=279280#post279280

This message was edited 1 time. Last update was at 01/05/2009 18:29:47

Michel


Beigetreten: 06/05/2009 12:54:39
Beiträge: 6
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Hallo

wohne in Gibswil (Fischenthal). Für uns, die auf dem Land wohnen, ist der Halbstundentakt sehr wichtig. Unsere Gemeinde wird immer grösser und viele nutzen das Angebot des ÖV um ihrer Arbeit nachgehen zu können. Auf der ganzen Tösstallinie ist nur Fischenthal nicht im Halbstundentakt angeschlossen. Nur, wenn die S26 im Halbstundentakt verkehrt kann sich der Kanton und insbesondere unsere Landgemeinde weiterentwickeln und noch mehr Arbeitnehmer bewegen den ÖV zu nutzen. Das lange warten in Rüti oder Bauma hätte endlich ein Ende! Uns ist es ein Bedürfnis mit Zürich verbunden zu sein - es ist ein Akt der Solidarität!

Aus diesem Grund brauchen wir Eure unterstützung und ein Ja an der Urne!
Danke an alle die uns dies ermöglichen möchten!

ju


Beigetreten: 01/07/2008 17:58:38
Beiträge: 35
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@Michel: Dass das Tösstal den Halbstundentakt bekommen soll, bestreitet eigentlich niemand... Allerdings gibt es gewichtige Gründe die gegen die Volksinitiative sprechen (siehe oben...) und Du bist auf keinen davon eingegangen...
Üetlibergbahn


Beigetreten: 22/02/2009 10:23:24
Beiträge: 35
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fsg wrote:
(Übrigens: An Üetlibergbahn: Habe gelernt die Gross/Kleinschreibtaste zu bedienen .)


Läck Bobby, genial! Da macht das Lesen der Beiträge doch gleich mehr Spass!

Zu Michel ist zu sagen, dass es kein Menschenrecht gibt, attraktiv im Grünen zu wohnen und stets staufreie Fahrt mit persönlichem Parkplatz in der Stadt zu haben oder jeden Weiler halbstündlich mit der S-Bahn zu erschliessen. Wichtig sind nicht die 10 Gibswiler, die mit ihrem Auto zur Arbeit fahren, sondern Ausbauten dort, wo viel mehr Menschen unterwegs sind. So gross ist das Pendlerpotenzial in Fischenthal mit weniger als 2000 Einwohnern nicht, und der Bus wäre die weitaus bessere Verbindung für die zerstreute Siedlung als die Bahn.

Bauma hat übrigens schon 2 Züge pro Stunde, sowie eine attraktive Busverbindung nach Wetzikon mit Anschluss an die S-Bahn ... .

Die Üetlibergbahn meint, dass der ZVV einen guten Gegenvorschlag auf den Tisch gebracht hat und die Initiative, die mit zu viel Kosten zu wenig Nutzen für wenige Leute mit sich bringt. Habe fertig.

Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance. (Winston Churchill)
Michel


Beigetreten: 06/05/2009 12:54:39
Beiträge: 6
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Ist immer interessant die Gegenargumente zu hören!

Zum letzten Eintrag:
Wir sind definitiv nicht zehn Personen die regelmässig nach Zürich pendeln!

Wir sind keine Gemeinde mit 2000 Einwohnern sondern mit 2200! Und die Einwohnerzahlen steigen (siehe Statistik – Gemeinde Fischenthal).

In Bauma ist für jede zweite S 26 Endstation. Diese S-Bahn könnte im „Hinketakt“ weitergeführt werden. Kreuzungsstationen bleiben weiterhin die Gleichen. S 29 würde ebenfalls im "Hinketakt" weitergeführt

Die Kostenberechnungen sind sehr unterschiedlich. Die Regierung schätzt die Investitionskosten auf 55 Millionen / Initiantenkomitee schlägt vor keine Investitionen zu tätigen. Die Betriebskosten wird geschätzt auf 16 Millionen Franken oder 2% des ZVV- Budget. (Schätzung 2006 / ohne Einsparungen im Busbetrieb Wald – Rüti)
Bin überzeugt, dass Dank dem "Hinketakt" keine grossen Investitionen nötig sind.

Wichtig: Es geht bei der S 26 um die Wiederherstellung des Zustandes vor 2006.

Bei der Weinländer Linie Winterthur – Stammheim lässt der Steiner Stadtrat verlauten: „Wirksames Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr ist auf dieser Strecke nur mit der Einführung des Halbstundentaktes zu erreichen.“ Diese Meinung teile ich.

Die ganze Initiative ist ein Nachholbedarf und keine übertriebene Forderung. Unser Kanton besteht aus Stadt und Land! Shilbrugg gehört zu unserem Kanton wie Zürich oder Niederglatt.
Nicht zu vergessen ist, dass die Initianten nicht auf einen nonstop 30 Minutentakt fordern. In den Hauptverkehrszeiten und Hinketakt wäre bereits i. O.
Jede Initiative hat Ihre Vor- und Nachteile. Schlussendlich wird es um eine Güterabwägung. Ich hoffe möglichst viele Zücher und Zücherinnen zeigen sich soliarisch mit der Landbevölkerung.

Für jedes“ Ja“ ein herzliches Dankeschön
fsg


Beigetreten: 11/08/2008 12:38:13
Beiträge: 47
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Finde die Initiative ¨Halbstudentakt für alle¨ auch eine sehr gute Sache, finde jedoch, dass auch die 4. Teilergänzung der S-Bahn sehr früh realisiert werden sollte.
Um beide Projekte und noch weitere zu sichern, gibt es eine Initiative vom VCS ( http://www.verkehrsclub.ch/index.php?id=47 ), die die jährlichen Ausgaben von Bahn und Auto gleich stellen möchte (50%/50%), nicht wie heute (25%/75%)
Auch Projekte, wie Zimmelberg-Basistunnel, 3.Gleis Lausanne-Genf, Brüttenertunnel, Tiefbahnhof Luzern, etc. könnten so früher realisiert werden.

Noch ein paar Worte zu dieser Initiative:

Hinketakt Tösstal, sowie Halbstundentakt Winterthur-Stein am Rhein könnte sich sicher so wie die Initianten behaupten sehr billig realisiert werden.
Was die Haltestelle Sihlwald/Sihlbrugg anbelangt, finde ich, würde es vielleicht Sinn machen, die S-Bahn bis nach Zug fahren zu lassen (benötigt Zimmelbergtunnel II )
Was die Strecke Bülach-Eglisau-Bad Zurzach anbelangt: Hier könnte man ganz einfach den Halbstundentakt realisieren! Nämlich, dass die heute in Bülach wendende S-Bahn nach Koblenz-Baden verkehren würde ( . -> Durchbindung der S 27 Baden-Zurzach des Kt. Aargau und der S41 Winterthur-Bülach -> Stündliche Direkt Verbinung Winterthur-Baden via Bülach & Koblenz.
Was die Strecke der S5 Oberglatt-Bülach betrift, weiss ich nicht ob man hier den Halbstundentakt ohne Ausbauten (der 4. Teilergänzung) realisieren kann. Wenn dies nicht der Fall wäre, müssten diese vorverschoben werden! (wahrscheinliche Einhaltefrist 2012 nicht möglich)
Was die Strecke Hinwil-Bauma betrift, hätte ich nichts dagegen, diese zu reaktivieren -> Verlängerung der S14 bis Bauma. Dieses neue Angebot würde sicher zusätzliche Fahrgäste aus den Ortschaften Bauma und Bäretswil ergeben.
Eine Frage noch: Ist die Linie Hinwil-Bauma kompett elektrifiziert?
oberländer


Beigetreten: 30/06/2008 23:24:00
Beiträge: 48
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Ich denke, es ist an der Zeit, hier mal ein paar Sachen ganz grundlegend klarzustellen. Es geht nicht darum, dass man dem Tösstal den Halbstundentakt verweigern will. Der Halbstundentakt kommt auf der S26 und S29 definitv, und zwar 2018, auf der S5 2013. Nur ist das den Iniitianten nicht genug, es soll noch früher sein, obwohl ein Halbstundentakt im Tösstal ab 2012 nicht möglich ist. Die Gründe werde ich nachfolgend ausführen.
@fsg:
Woher willst du wissen, dass der Halbstundentakt im Tösstal so einfach realisiert werden kann? Die Kreuzung wäre in Wald, dort dürfen aber wegen dem fehlenden schienenfreien Zugang keine Fahrgäste mehr auf Gleis 2 einsteigen. Den von den Initianten geforderten IHinketakt ist genau wegen Wald nicht möglich, da das Bundesamt für Verkehr dafür keine Bewiligung gibt. Und ohne Bewiligung keinen Hinketakt, so einfach ist das!

Wart ihr schonmal in Sihlwald/Sihlbrugg? Diese Bahnhöfe liegen auf der grünen Wiese! Dort fuhren die Züge schon immer leer!
Halbstundentakt nach Bad Zurzach ist schon möglich, doch den müsste der Kanton Aargau finanzieren, der Kt. Zürich hört nach Zweideln auf.

Die 4. Teilergänzung kann man nicht vorverschieben, das Kernstück, die Durchmesserlinie wird erst 2013 fertig. Die Initiative ist deshalb gar nicht umsetzbar, da die Termine seitens der SBB gar nicht einhalten werden können.

Die Reaktivierung von Hinwil-Bauma ist wohl der grösste Blödsinn von allem Vorschlägen! Die Linie ist zwar elektrifiziert, wird aber seit über 30 Jahren nur noch vom ansässigen Dampfverein genützt. Ich habe grosse Zweifel, ob diese Strecke für einen fahrplanmässigen Halbstundentakt mit den schweren DTZ ausgelegt ist. Da wäre ziemlich sicher zuerst eine Sanierung angebracht.

Kannst du mir bitte erklären, wer die Strecke für was benutzen soll? Die Bäretswiler und Baumer sind mit direkten Bussen nach Wetzikon besser bedient. öV in Ehren, aber irgendwo gibts Grenzen. Sihlwald-Sihlbrugg und Bauma-Hinwil wurden wegen zu schlechten Frequenzen eingestellt, und daran hat sich bis Heute nichts genändert. Schau dir die Strecken zuerst mal an, bevor du deren Reaktivierung befürwortest. Gerade Bäretswil hat aktuell mit Viertelstundentakt aktuell ein besseres Angebot, als die Bahn mit Umweg in Hinwil bieten könnte. Schlussendlich ist es eine Kostenfrage. Auf der S14 wäre eine zusätzliche Komposition notwendig.

Die Initiative selber gehört abgelehnt. Es gibt kein einziges vernünftiges Argument, weshalb man einen Ausbau vorziehen sollte. Es macht viel mehr Sinn, statt dem Hinketakt einen sauberen halbstundentakt mit guten Anschlüssen in Winterthur zu machen. Die S26 und S29 müssen sich an die anderen S-Bahnen anpassen, nicht umgekehrt. Der Nachteil des späteren Ausbaus (2018 ) ist angesichts der kommenden Vorteile zu verkraften.

This message was edited 1 time. Last update was at 07/05/2009 23:49:48

Üetlibergbahn


Beigetreten: 22/02/2009 10:23:24
Beiträge: 35
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Die Üetlibergbahn hat bereits, sicher zu Michels Enttäuschung, das Nein brieflich den Stimmenzählern gesendet. Die Üetlibergbahn ist, wie auch die Mehrheit des Zürcher Wahlvolkes, nicht gegen den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, im Gegenteil. Aber die naiven Initianten haben es eine geschafft, eine unnötige, teure Forderung mit unrealistischem Zeitplan, Widersprüchen (was jetzt, 30'-Takt oder Hinketakt) und rechtlichen Formfehlern zu lancieren. Und überhaupt, in Zeiten, in denen das Geld für Ausbauten knapp ist, sollte dort investiert werden, wo deutlich mehr als 2000 Personen wohnen und zur Arbeit pendeln: Engpass Effretikon-Winterthur, Glatttal, Limmattal ... . Und die Initianten rechnen naiverweise mit einer sehr günstigen Lösung, was überhaupt nicht zutrifft.

Die Initiative ist sehr extrem und argumentiert mit beschönigenden Aussagen, aber auch mit lustigen Argumenten, z.B. das Tösstal sei das Armenhaus des Kantons Zürich und benötige die uneingeschränkte Solidarität, oder mit Schwarzmalereien. Demgegenüber hat der ZVV mit der 4. Teilergänzung ein gutes Angebot formuliert, auch wenn auch nicht alle Gegenargumente gegen die Initiative wirklich gut sind. Die Mehrheit ist es aber.

Da die Üetlibergbahn viel im Kanton herumkommt und viel Wissen über die Materie hat, sind die Aussagen stichhaltig.

Konkret geht es um drei Linien, die S26, S29 und S41. Erstere und letztere haben schon auf ihren nachfragestärksten Abschnitten den Halbstundentakt, ausgenommen Wald-Rüti. Sonst fahren die Linien durch dünn-besiedelte Landschaft. Ein-zwei Zusatzzüge morgens und abends würden die Nachfrage abdecken, mehr braucht es nicht. Zweidlen ist mit einer Buslösung über Glattfelden gut bedient als Ergänzung zur stündlichen S41, ebenso wären es Steg und Fischthal mit der direkten Busverbindung nach Wetzikon und Rüti. Nur weil Schienen liegen, muss das nicht heissen, dass das Bähnli die beste Lösung darstellt. Hier geht es vor allem um die Ehre, von einer richtigen S-Bahn bedient zu werden. Und das ist für mich kein Argument.

Die Initianten haben es mit ihrer Zwängerei verpasst, rasch gute Lösungen zu erzielen, eben Zusatzzüge oder -busse. Dumm, sehr dumm.

Wie FSG sind die Initianten Träumer, die vielleicht mit der Modellbahn umzugehen wissen, von den realen Verhältnissen keinen blassen Schimmer haben.

Meine Kollegin, die Sihltalbahn, fuhr in der Vergangenheit schon bis nach Zug. Die morgendlichen und abendlichen Verbindungen wurden mangels Nachfrage wieder eingestellt. Mit dem Schnellzug sind die Zentralschweizer schneller in Zürich als über das Sihltal. Zudem will kaum jemand ins Sihltal. Sihlbrugg wird als Halt bald geschlossen. Die Station steht meilenweit von einer Ansiedlung entfernt, die einen Halt rechtfertigen würde.

Hinwil-Bauma gehört teils dem hiesigen Dampfverein und müsste, obwohl elektrifiziert, mit hohen Kosten umgebaut werden. Zudem sind die Baumer und Bäretswiler mit dem Bus besser bedient, bedient dieser doch die Schulen und Läden in Wetzikon, und zudem bietet er Anschluss an die S5. Eine verlängerte S41 bietet keinerlei Vorteile, der Bus holt die Leute dort ab, wo sie wohnen.

Eine Verdichtung der S-Bahn nach Bülach kann nicht erfolgen, bevor im Bahnhof Oerlikon zwei zusätzliche Gleise liegen, die mit der DML kommen.

um die S41 zu verdichten, braucht es keine Annahme der Initiative, sondern Gespräche mit dem Kanton Aargau.

Bei der S26 wird kein "früherer" Zustand wiederhergestellt. Es gab da die S43 Wald-Rüti, der leider eingestellt wurde.

Und nochmals muss die Üetlibergbahn ihrer Verwunderung Ausdruck geben, dass hier um Solidarität gebeten wird. Natürlich braucht es ein Miteinander und Ausgleich. Aber eben, mann muss nicht weitab ins Grüne ziehen und sich nachher beklagen, man habe ungenügende ÖV-Anbindung. Das ist dasselbe, wenn die Üetlibergbahn in die Anflugschneise des Flughafens Kloten ziehen und sich nachher über Fluglärm beklagen würde!

Solidarität ist eben nicht, teure Sonderlösungen für eine verschwindend kleine Minderheit zu zeigen. Der überweigende Teil der Landbevölkerung hat sehr gute Verbindungen, der kleine Rest erhält seinen gerechten Anteil mit der 4. Teilergänzung.

Dies ist die genaue Güterabwägung, die aufgrund der massiven Nachteile und wenigen Vorteile zu einem Nein geführt hat.

Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance. (Winston Churchill)
Michel


Beigetreten: 06/05/2009 12:54:39
Beiträge: 6
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Wenn ich all diese Antworten lese gibt es Aussagen und Gegenaussagen. Meistens liegt der Kern der Wahrheit in der Mitte. Bin jedoch überzeugt, dass viele von Euch bereits in der glücklichen Lage seid mindestens einen Halbstundentakt zu haben...

Der Hinketakt könnte ohne weiteres realisiert werden. Die Kreuzung der beiden Züge würde Fischenthal bleiben. Die Mehrkosten sind nicht belegt - jedoch die Betriebskosten!

Das Argument, Mann und Frau müssen ja nicht auf das Land ziehen um die gleichen Verbindungen zu haben wie jene in den städtischen Gebieten finde ich unpassend:
1. Viele Familien können sich nur noch auf dem Land Wohneigentum leisten...
2. Wollen wir auf dem Land keinen 12 / 15 Minutentakt
3. Gehören Stadt und Land zusammen (haben die St. Galler bereits umgesetzt: Wil - Wattwil im Halbstundentakt)

Habe heute wenig Zeit - bin jedoch gespannt wie die Diskussion weitergeht.

Michel


Beigetreten: 06/05/2009 12:54:39
Beiträge: 6
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Hier noch ein aktueller Leserbrief von unserer Gemeindepolitikerin:

Halbstundentakt im Tösstal - aber nicht erst 2018
Im Herbst 2007 sammelten Mitglieder der FDP und der SP Fischenthal in Gibswil, Fischenthal und Steg Unterschriften für die Halbstundentakt-Initiative. Die Unterschriften flogen uns nur so zu! Selbst Skeptiker, die an die kleine Auslastung zu gewissen Zeiten erinnerten, konnten wir grösstenteils überzeugen. Mit folgenden Argumenten:- Die Mehrzahl unserer Jugendlichen absolviert auswärts eine Lehre oder eine weiterführende Schule. Arbeits- und Schulzeiten halten sich nicht an den Stundentakt. Das ergibt unmöglich lange Wartezeiten und somit sehr lange Abwesenheiten von zu Hause.- Schon seit Jahren arbeiten immer mehr Einwohner des oberen Tösstals in Zürich und Umgebung.- Ab Winterthur fährt jede halbe Stunde ein Zug ins Tösstal. Aber nur bis Bauma. Danach fährt jeder zweite zurück. Wer weiter muss, wartet eine halbe Stunde, bis der «Durchfahrer» nach Rüti kommt.- Ab Rüti fährt viertelstündlich ein Zug (einer pro Stunde) oder ein Bus (drei pro Stunde) nach Wald. Aber nicht weiter.- An schönen Sonntagen, Sommer- und Winterabenden wird vor allem Steg von anfahrenden und parkierenden Autos heimgesucht. Die Tagesausflügler aufs Hörnli und aufs Schnebelhorn wünschen zeitlich kurze Reisezeiten. Der Stundentakt kann das nicht bieten.- Der Halbstundentakt würde im Moment entgegen anderslautenden Behauptungen keine Investitionskosten nach sich ziehen. Denn die Initiative verlangt realistischerweise vorerst (bis zur vierten Teilergänzung der Zürcher S-Bahn) auf unserer Strecke nur den hinkenden Halbstundentakt, das heisst mit je einem Intervall von 20 und von 40 Minuten. Solidarität gefordert Auch wir in einer schönen ländlichen Umgebung brauchen nicht erst 2018 oder 2025 oder wer weiss wann eine halbstündliche Verbindung. Die Einwohner des Kantons sollten sich deshalb solidarisch mit den Randregionen zeigen und am 17. Mai Ja stimmen. Das obere Tösstal dankt es ihnen.


ju


Beigetreten: 01/07/2008 17:58:38
Beiträge: 35
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Selbst wenn alle Aussagen in diesem Brief korrekt sein sollten (Machbarkeit des Hinketakts, Kosten...), so unterschlägt die Dame doch, dass es in der Initiative nicht nur ums Obere Tösstal geht, sondern auch für alle anderen Regionen des Kantons ein Halbstundenakt gefordert wird - auch wenn dieser unnötig, unmachbar oder unverhältnismässig teuer sein sollte... Die Initiative hat einen Klumpfuss...
 
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