Zürcher Regierungsrat beantragt Staatsbeitrag für die Limmattalbahn

Medienmitteilung vom 19.08.2014 – Der Regierungsrat des Kantons Zürich beantragt dem Kantonsrat einen Staatsbeitrag von 510 Millionen Franken für den Bau der Limmattalbahn. Diese soll ab 2017 gebaut und ab Ende 2019 etappenweise in Betrieb genommen werden. Die 13 Kilometer lange Strecke führt von Zürich-Altstetten via Schlieren und Dietikon nach Spreitenbach/Killwangen im Kanton Aargau. Für ergänzende Massnahmen am Strassennetz im Zusammenhang mit dem Projekt werden zusätzlich 136 Millionen Franken beantragt.

Das Limmattal hat sich in den letzten Jahren überdurchschnittlich stark entwickelt. Für die Region zwischen der Stadt Zürich und Spreitenbach/Killwangen wird auch in Zukunft mit stark steigenden Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen gerechnet. Das grosse Wachstum belastet zunehmend die bestehende Verkehrsinfrastruktur.

Um das Verkehrsaufkommen in der Region Limmattal langfristig bewältigen zu können, sind mehrere, aufeinander abgestimmte Massnahmen für alle Verkehrsträger notwendig. Vor allem im Bereich des öffentlichen Verkehrs sind zusätzliche Kapazitäten notwendig. Die Kantone Zürich und Aargau planen deshalb gemeinsam mit den Standortgemeinden seit einigen Jahren die Limmattalbahn. Sie soll zukünftig einen grossen Teil der Verkehrsströme aufnehmen und dadurch unter anderem auch die Strassen entlasten. Die Strecke der Limmattalbahn verläuft vom Bahnhof Zürich Altstetten über Schlieren, Urdorf und Dietikon bis nach Spreitenbach und Killwangen im Kanton Aargau.

Gemeinsame Finanzierung durch die Kantone Aargau, Zürich und den Bund

Der Zürcher Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Beitrag von 510 Millionen Franken aus dem kantonalen Verkehrsfonds an den Bau der Limmattalbahn. Gesamthaft betragen die Kosten 755 Millionen Franken (inkl. MwSt.). Darin sind die Bahninfrastruktur, die bisherigen Planungskredite sowie die notwendige neue Depotanlage enthalten. Die Kosten werden im Verhältnis drei Viertel zu einem Viertel von den Kantonen Zürich und Aargau getragen. Der Bund hat im Rahmen seiner Botschaft zum Infrastrukturfonds für den  Agglomerationsverkehr in Aussicht gestellt, 35 Prozent der Gesamtkosten zu finanzieren.     

Flankierende Strassenmassnahmen aus gesamtverkehrlicher Sicht

Zusammen mit dem Kredit für die Limmattalbahn beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat 136 Millionen Franken aus dem kantonalen Strassenfonds für flankierende Massnahmen am Limmattaler Strassennetz. Die Ausbauten entlang des Neubautrasses ermöglichen die Integration der Limmattalbahn in den bestehenden Strassenraum und sichern die Leistungsfähigkeit für den Individualverkehr. Der Durchgangsverkehr soll auf übergeordnete Achsen verlagert werden, um die Ortszentren der rasch wachsenden Städte Schlieren und Dietikon zu entlasten. Dafür sind an Kreuzungen auf der nördlich gelegenen Verkehrsachse (Überland-/Bernstrasse) verschiedene Anpassungen geplant. Die Bauten sind zeitlich mit dem Bau der Limmattalbahn koordiniert.

Limmattalbahn: Inbetriebnahme zwischen 2019 und 2022

Die Arbeiten für die Limmattalbahn schreiten planmässig voran. Der Bund hat im letzten Jahr die Infrastrukturkonzession erteilt. Seit Ende 2013 befindet sich das Projekt Limmattalbahn zur Genehmigung beim Bundesamt für Verkehr. Sämtliche für die Baubewilligung relevanten Aspekte wie Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Strassenleistungsfähigkeit konnten während der Projektierung nachgewiesen werden. Die noch offenen Punkte werden im Verlaufe des Verfahrens geklärt. Ende 2015 wird die Plangenehmigungsverfügung des Bund es erwartet, so dass 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die erste Etappe zwischen Zürich Altstetten und Schlieren Geissweid soll Ende 2019 in Betrieb genommen werden. Die restliche Strecke soll bis 2022 fertiggestellt werden. 

Der Regierungsratsbeschluss Nr. 793/2014 ist unter www.rrb.zh.ch verfügbar.

Bildmaterial sowie weitere Unterlagen finden Sie unter www.limmattalbahn.ch.

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