ZVV-Ticketautomaten: Hilfe für Personen mit Sehbehinderung

Medienmitteilung vom 01.12.2014 – Der neue «4-Quadranten-Modus» erleichtert Personen mit Sehbehinderungen den Ticketkauf am ZVV-Automaten. Dabei werden die meistverkauften Tickets des betreffenden Standorts gross in vier Quadranten des Bildschirms dargestellt. Der 4-Quadranten-Modus ist eine zusätzliche Funktion zur Vereinfachung des Ticketkaufs am Automaten. Bereits seit längerem können Fahrgäste den Ticketautomaten vom Kundendienst fernbedienen lassen.

Personen mit einer Sehbehinderung können die Bildschirme der Ticketautomaten in einen Spezialmodus umschalten. Dadurch werden die vier meistverkauften Tickets am Standort in den vier Ecken des Bildschirms gross angezeigt und können so einfach gelöst werden. Auf Wunsch werden die Anzeigetexte zudem akustisch angesagt. Diese neuen Dienstleistungen wurden in Zusammenarbeit mit der Fachstelle «Barrierefreier öffentlicher Verkehr» (BöV) umgesetzt und vereinfachen den selbständigen Zugang zum öffentlichen Verkehr für Personen mit einer Sehbehinderung. Die neue Funktion ist an den Ticketautomaten der Bremgarten Dietikon Bahn (BDWM), der Sihltalbahn (SZU), von Stadtbus Winterthur, der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG), der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) undForchbahn aufgeschaltet.

Ticketautomaten können immer mehr

Die Einführung des «4-Quadranten-Modus» ist nur die jüngste Neuerung an den ZVV-Ticketautomaten. Bereits 2012 wurde die Fernbedienung der Automaten eingeführt. Braucht eine Kundin oder ein Kunde Unterstützung beim Ticketkauf, kann diese per Telefon angefordert werden. Mitarbeitende des Kundencenters übernehmen dann aus der Ferne die Bedienung des Automaten und begleiten den Kunden beim Ticketkauf. Je nach Standort des Automaten hilft ZVV-Contact (0800 007 999) oder die SBB (0800 11 44 77). Für die Identifikation des Automaten durch Sehbehinderte werden die Automatennummer und die Telefonnummer im Laufe des Jahres 2015 in Reliefschrift angebracht.

Seit 2013 besteht ausserdem die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens via Bezahlfunktion payWave (Visa) und PayPass (MasterCard). Für den Ticketkauf genügt es, die Kreditkarte an die vordefinierte Fläche zu halten. Damit wird der Kaufvorgang am Automaten beschleunigt und vereinfacht.
Die Finanzierung dieser Ausbauten erfolgt aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes. Der Kanton Zürich bezahlt künftig jährlich rund 117 Mio. Franken in diesen Fonds ein.

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