Zürcher S-Bahn: Dichteres Angebot und neue Direktverbindungen im Raum Winterthur

Medienmitteilung vom 16.05.2018 – Am 9. Dezember 2018 wechseln die Fahrpläne im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV). Mit dem Fahrplanwechsel geht ein weiterer Angebotsausbau auf dem Schienennetz einher, vor allem rund um Winterthur. Neue Linienverknüpfungen und mehr Kapazitäten entschärfen einige der dringendsten Engpässe auf dem S-Bahn-Netz.

Nach gezielten Infrastrukturausbauten in den vergangenen Jahren wird im Dezember 2018 die dritte und letzte Etappe der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn umgesetzt. Damit wird der grösste Angebotsausbau in der Geschichte des ZVV abgeschlossen. Der Ausbau ist nötig, weil sich die Passagierzahlen auf der Zürcher S-Bahn seit 1990 mehr als verdreifacht haben.

Durchgehender Viertelstundentakt zwischen Zürich und Winterthur

Kernstück der letzten Ausbauetappe bildet die neue S11. Heute verkehrt diese Linie nur in den Hauptverkehrszeiten zwischen Winterthur und Zürich Hardbrücke bzw. Zürich Altstetten. Ab Dezember 2018 fährt die S11 neu den ganzen Tag halbstündlich zwischen Aarau–Zürich–Winterthur. Darüber hinaus verkehrt sie abwechselnd weiter nach Seuzach oder Sennhof-Kyburg bzw. in den Hauptverkehrszeiten bis nach Wila im Tösstal. Die neue S11 bringt den durchgehenden, schnellen Viertelstundentakt zwischen Winterthur und Zürich, entlastet die S12 und ersetzt zwischen Zürich und Aarau die heutige S3 mit längeren Zügen.

Die S12 verkehrt weiterhin halbstündlich zwischen Brugg–Zürich–Winterthur und neu je stündlich nach Schaffhausen und Wil SG. So entstehen neue attraktive Direktverbindungen. Mit den Doppelstockzügen der S12 stehen den Fahrgästen zwischen Winterthur und Schaffhausen bzw. Wil künftig auch mehr Sitzplätze zur Verfügung.

Auch die S24 schafft neue Direktverbindungen: Ab Dezember verkehrt sie von Zürich via Flughafen–Winterthur nicht nur stündlich über Schaffhausen nach Thayngen, sondern auch stündlich nach Weinfelden (anstelle der S8). Alle Bahnhöfe dieser Strecke erhalten damit einen umsteigefreien Anschluss an den Flughafen.

Neue Angebote im Stammertal und Unterland

Die S29 zwischen Winterthur–Stein am Rhein verkehrt neu den ganzen Tag halbstündlich. Das Tösstal erhält auf der S26 neu einen regelmässigen Halbstundentakt. Dieser kann vorläufig nur bis Bauma statt Rüti ZH angeboten werden, da sich der Ausbau des Bahnhofs Tann-Dürnten aufgrund einer Einsprache verzögert.

Auf dem Korridor Zürich–Bülach verkehrt neu die S3 in den Hauptverkehrszeiten als Entlastungslinie. Wegen eines ungelösten Trassenkonflikts ist zum heutigen Zeitpunkt noch offen, ob diese Linie halbstündlich oder nur stündlich angeboten werden kann. Der ZVV hat in dieser Angelegenheit eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht.

Im Sommer 2019 wird am rechten Zürichseeufer die neue S20 in den Hauptverkehrszeiten einen schnellen Viertelstundentakt ermöglichen. Dieses Projekt wurde seit 2015 durch einen Rekurs verzögert.

Anpassungen im ganzen ZVV-Netz erhöhen Zuverlässigkeit

Im Rahmen des Fahrplanwechsels werden zudem vielerorts die Fahrzeiten der S-Bahnen im ZVV leicht angepasst. Damit sollen die Zuverlässigkeit und die Pünktlichkeit der Züge vor allem in den Hauptverkehrszeiten weiter verbessert werden. Auch das Busangebot in den Regionen wird entsprechend angepasst, damit zuverlässige und sichere Anschlüsse an die S-Bahn gewährleistet werden können.

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