Hintergrund

Die 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn bilden den grössten Angebotsausbau in der Geschichte des ZVV. Bis Ende 2018 werden das S-Bahn-Angebot, aber auch die daran anschliessenden Busverbindungen bedeutend erweitert. Das ist notwendig, denn die Bevölkerung des Kantons Zürich wächst und immer mehr Menschen zählen auf den öffentlichen Verkehr als Garant für ihre Mobilität.

Die Zürcher S-Bahn ist das grösste S-Bahnsystem der Schweiz und gleichzeitig das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Lebens- und Wirtschaftsraum Zürich. Rund 206 Millionen Fahrgäste benutzen es jährlich. Die Passagierzahlen sind seit dem Start der S-Bahn im Jahr 1990 um 204 Prozent gestiegen. Dreimal wurden das Netz und das Angebot bisher erweitert. Doch die rasant steigende Nachfrage führte rasch wieder zu Engpässen. Vor allem in den Hauptverkehrszeiten gehören überfüllte Züge auf vielen Linien zum Alltag der Pendlerinnen und Pendler. Um diese Kapazitätsengpässe zu beseitigen, wird die S-Bahn mit den 4. Teilergänzungen bis Ende 2018 ausgebaut. Das zentrale Element dieses Ausbaus ist die Durchmesserlinie.

Grafik, die zeigt, dass die Nachfrage der Zürcher S-Bahn seit 1990 um ca. 160% zugenommen hat.

25 Prozent mehr Angebot

Die 4. Teilergänzungen bringen zusätzliche S-Bahn-Linien und Kurse. Die Durchmesserlinie am Zürcher Hauptbahnhof mit ihren vier neuen Gleisen sowie rund 40 Infrastruktur-Projekte im ganzen Kanton ermöglichen, dass künftig in der Agglomeration Zürich sowie für die grösseren Orte der Viertelstundentakt eingeführt wird. Die restlichen Gebiete im ZVV werden im Halbstundentakt erschlossen. Umsteigefreie Linien zwischen wichtigen Wohn- und Arbeitsorten und beschleunigte Verbindungen aus dem Umland in die Städte Zürich und Winterthur erhöhen die Attraktivität und Leistungsfähigkeit der S-Bahn. Zusätzlich werden auch 49 neue Doppelstockzüge beschafft, die für eine spürbare Entlastung auf vielen Strecken sorgen werden. Insgesamt wird das Angebot um einen Viertel erhöht.

Abstimmung auf nationale Grossprojekte

Der Kapazitätsausbau ist auf nationale und regionale Grossprojekte abgestimmt. Damit werden Synergien genutzt und Kosten gespart. Neben der Durchmesserlinie sind folgende Projekte von zentraler Bedeutung.

  • Die Ost- und die Westschweiz werden an das europäische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen (HGV-Anschluss). Auf dem Netz der Zürcher S-Bahn bedeutet dies Ausbauten zwischen Bülach und Schaffhausen sowie zwischen Zürich und Winterthur.
  • Schliesslich zielt auch das Konzept ZEB (Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur) auf eine Verbesserung der Bahninfrastruktur im Personen- und Güterverkehr ab. Dazu gehören zahlreiche Bauprojekte im Gebiet der Zürcher S-Bahn, insbesondere zwischen Zürich und Winterthur.