Ausgabe und Entwertung der Tickets

Hier finden Sie die öffentlich zugänglichen Richtlinien zur Ausgabe und Entwertung Tickets aus dem ZVV-Verbundtarif (Tarif 651.8).

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8      Richtlinie „Ausgabe und Entwertung der Fahrausweise“ (public)

8.0    Weisungen über die Mehrwertsteuer

8.00   

Die Verkehrsunternehmen sind steuerpflichtig für Erträge aus dem schweizerischen Perso­nen- und Gepäckverkehr. In den Prei­sen ist die Mehrwertsteuer von 7.7% (bis 31.12.2017 8.0%) inbe­griffen.

8.01   

Die Verbundfahrausweise tragen den Vermerk „inkl. 07.70% MWST“ und die UID-Nummer des Zürcher Verkehrsverbundes bzw. des Verkehrsunternehmens.

Je nach vorhandenem Platz auf dem Fahrausweis sind dabei zwei Versionen möglich:
Langversion:   inkl. 07.70% CHE-116.287.954 MWST / ZVV
Kurzversion:    inkl. 07.70% MWST / ZVV

8.02   

Gebühren gemäss Ziffern 4.801, 4.820, 4.821, 4.823, 4.824, 4.825 und 4.83 gelten als Schadenersatz und sind somit nicht mehrwertsteuerpflichtig. Wird zu einem gefälschten Abonnement zusät­zlich zu den Gebühren der Fahrpreis verrechnet, ist nur dieser mehrwertsteuerpflich­tig.

8.03   

Damit Geschäftsreisende, die selber mehrwertsteuerpflichtig sind, den Vorsteuerab­zug geltend machen können, benötigen sie für Beträge ab 400 Franken eine Quittung. Sie ist nur auf Verlan­gen auszustellen und muss folgende Angaben enthal­ten:

  • Name, Adresse und Steuerregister-Nummer des Zürcher Verkehrsverbundes
  • Name, Vorname und Adresse der Käuferin/des Käufers
  • Verkaufter Fahrausweis
  • Preis und Vermerk «inkl. 07.70% MWST»
  • Ausgabestelle und Datum (Stempel oder maschinell)
  • Visum des Verkaufspersonals.

Verkehrsunternehmen im Tarifverbund (SBB, BDWM, SOB) geben Quittungen mit ihrer Adresse und UID-Nummer ab.

8.04   

Fahrausweise unter 400 Franken, die den MWST-Vermerk tra­gen, gelten als gültige MWST-Belege. Für solche Fahraus­weise dürfen keine MWST-Belege ausgestellt werden.

8.05   

In den Fahrzeugen und bei Drittverkaufsstellen werden grund­sätzlich keine Quit­tun­gen ausgestellt. Die Kundin oder der Kunde kann am Schalter eines Ver­kehrsunter­nehmens unter Vorwei­sung des Ver­bund­fahraus­weises eine Quittung verlangen.

8.06   

Bei Bezug oder Zustellung von Verbundfahrausweisen gegen Rech­nung gilt die Rech­nung als MWST-Beleg. Sie muss die gleichen Anga­ben enthalten wie die Quittung.

8.07   

Für Fahrausweise, die aufgrund eines Rail Checks oder eines Gut­scheins Dritter (z.B.
Jugend+Sport) ausgegeben werden, ist kein MWST-Beleg zu erstellen.

8.08   

Ein Doppel der ausgestellten Quittungen und Rechnungen ist während 6 Jahren aufzube­wahren bzw. zu speichern.

 

8.1    Ausgabe von Fahrausweisen

8.10      

Grundsätzlich werden die Fahrausweise über elektronische Ver­kaufs­geräte und die persön­lichen Jahresabonnemente des Kernsortimentes auf SwissPass-Karte ausgegeben. Ausnahme: Abonnemente für Hunde werden auf Wertpapier ausgegeben.
Als Vor­druck gestaltete Fahraus­weise haben möglichst das gleiche Layout aufzuweisen wie die durch Verkaufsgeräte aus­gegebenen Fahrausweise. 

8.11      

Verbundfahrausweise als elektronische Tickets (E-Tickets): siehe Ziffern 8.5 und 8.6.

8.12     

Bei Preiserhöhungen können Monats- und Jahresabonnemente bis zu zwei Monaten vor Beginn der Gültigkeitsdauer ausgegeben werden. Der erste Gültigkeitstag bestimmt den zu bezahlenden Preis.

8.13      

Es ist aus kontrolltechnischen Gründen nicht zulässig, Fahrausweise in Folien einzu­schweissen (laminieren) oder mit Transparentfolie zu überkleben.

8.14      

ZVV-Fahrausweise können weder hinterlegt noch verlängert werden.

8.15      

Das Rückdatieren von ZVV-Fahrausweisen ist nicht zulässig.

 

8.2    Ausgabe der persönlichen Abonnemente

8.20   

Die Ausgabe persönlicher ZVV-Jahresabonnemente des Kernsortimentes erfolgt auf der SwissPass-Karte (Ausnahme: Abonnemente für Hunde werden auf Wertpapier ausge­geben). Informationen und Serviceangebote zur SwissPass-Karte sind im Tarif 600, Ziffer 200, beschrieben. Die Daten werden in der „zentralen Kundendatenbank des öV Schweiz“ erfasst und bewirtschaftet.

8.21   

Die Ausgabe persönlicher ZVV-Monatsabonnemente erfolgt je nach Vertriebssystem und Kundenwunsch auf SwissPass-Karte oder Wertpapier. Informationen und Serviceangebote zur SwissPass-Karte sind im Tarif 600, Ziffer 200, beschrieben. Die Daten werden in der „zentralen Kundendatenbank des öV Schweiz“ erfasst und bewirtschaftet.

8.22   

Ausgabe persönlicher Monatsabonnemente auf Wertpapier
Alle Verkaufs­stel­len solcher Monatsabonnemente sind mit elektronischen Schal­­tergeräten CASA oder mit S-POS-Geräten mit Anbindung an die „zentrale Kundendatenbank des öV Schweiz“ ausgerüstet.

Das persönliche Monatsabonnement besteht aus drei Teilen:

  • Grundkarte (Bitte Geltungsdauer/Ablaufdatum beachten, siehe auch Ziffer 8.25)
  • Abonnementskarte
  • Einheitsumschlag (gratis).

Das Abonnement ist gültig, wenn die Grundkarte in der Tasche der linken und das dazu gehörende Abonnement mit glei­cher Num­mer in der Tasche der rechten Innenseite des Einheits­umschla­gs einge­schoben sind. Werden andere Umschläge benützt, hat die Anord­nung ebenfalls diesen Bestimmungen zu entsprechen. Die Formate von Abonnement und Grund­karte dür­fen nicht verändert werden.

8.23   

Beim Erstkauf eines persönlichen Abonnements ist ein quali­tativ gutes und aktuelles Passfoto (farbig oder schwarz­weiss, Erneuerung siehe Ziffer 200.4.007 des Tarifs 600) abzu­geben. Die Personalien sind auf­grund eines amtlichen Ausweises mit Foto und Geburtsdatum (Pass, Identitätskarte, Führerausweis usw.) zu prüfen und samt Geburtsdatum zu übertragen. Das Passfoto wird anlässlich der Kartenproduktion digitalisiert, elektronisch gespeichert und ver­nichtet. Ein Anspruch auf Rückgabe des Fotos besteht nicht.

8.24   

Beginnt die Geltungsdauer des Abonnementes auf der SwissPass-Karte innerhalb von 14 Tagen ab dem Kaufdatum, ist zur Überbrückung der Lieferfrist ein Übergangs-SwissPass abzugeben. Auf dem Übergangs-SwissPass ist keine Leistung aufgedruckt. Die Leistung wird über den Barcode referenziert. Im Verlustfall kann der Übergangs-SwissPass nachgedruckt werden.

8.25   

Ausfertigung der Grundkarte für Abonnemente auf Wertpapier
Die Grundkarte ist gemäss Tarif 600, Ziffer 29, auszufertigen sowie mit den vorgesehenen Sicherheitsmerkmalen (Hologrammfolie) zu versehen.
Als Grundkarte kann auch ein gültiger SwissPass verwendet werden (siehe Tarif 600, Ziffern 200.0.005/007).          

8.26   

Für die Deponierung von persönlichen, auf SwissPass referenzierten Jahres- und Monats­abos, gilt die Ziffer 200.5 des Tarifs 600. Eine Deponierung ist nicht auf Wunsch des Karten­inhabers möglich.

 

8.3    Ausgabebestimmungen weiterer Fahrausweise

8.30     

Gruppenkarten

8.300 

Ändert vor Abfahrt die Teilnehmerzahl einer bereits ausgestellten Gruppenkarte, ist eine neue Gruppenkarte auszugeben.

8.301 

Ist eine PP-Gruppenkarte bereits ausgefertigt, dürfen Preis und Teilnehmerzahl geän­dert werden, wobei unterhalb des Preises der Vermerk Vor Abfahrt geändert anzu­brin­gen ist.

8.302

Wird während der Fahrt eine grössere Teilnehmerzahl festge­stellt als auf der Grup­penkarte vermerkt, ist auf einem dafür geeig­neten Unterwegshalt oder auf der Bestim­mungsstation nachzuzahlen. Dabei wird eine zusätzliche Gruppenkarte ausgestellt, in welche die für die Preisberechnung gültigen Angaben der Hauptkarte übertragen wer­den. In der Spalte «Bezeichnung der Gruppe» wird die Nummer und Ausgabestelle der Hauptkarte eingetra­gen. Auf der Hauptkarte sind unterhalb des Preises der Ver­merk Zusatzkarte Nr.... für .... Personen ausgestellt und der Datumstempel anzu­bringen.

8.303

Nach ausgeführter Reise darf die Ausgabestelle auf der Grup­penkarte Änderungen nur anbringen und Rückzahlungen des für fehlende Per­sonen bezahlten Preises nur vorneh­men, sofern die wirkliche Teil­nehmerzahl während der Reise von Kontroll-, Stations- oder Fahrpersonal nach Möglichkeit je einmal auf der Hin- und auf der Rück­fahrt bescheinigt wurde. Es ist besonders darauf zu achten, dass die Mindestzahl von Personen noch erreicht ist, die zur Gewährung von Gratisfahrten gemäss Ziffer 3.73 massgebend ist.

8.304 

Bei einer Rückzahlung sind die Teilnehmerzahl und der Erhebungsbetrag auf dem Stamm der Gruppenkarte zu berichtigen. Die berechtigte Person hat den Empfang darauf zu beschei­ni­gen. Die Gruppen­karte ist dem Stamm beizulegen.

8.31   

Ausgabe von Junior-Karten: siehe Tarife des nationalen Verkehrs

8.32   

Ausgabe von Kinder-Mitfahrkarten: siehe Tarife des nationalen Verkehrs

8.33    

Besonderheit: Übertragbare Jahresabo in KUBA

8.330 

Bei Ausgabe eines übertragbaren ZVV-Jahresabonnementes über PRISMA2 haben folgende Artikel KUBA-Anbindung:

            261      ZVV-NetzPass, ZVV Abo 12 Mte Erwachsene übertragbar

            4545    ZVV-9-UhrPässe, ZVV Abo 12 Mte übertragbar Alle Zonen

            4549    ZVV-9-UhrPässe, ZVV Abo 12 Mte übertragbar Agglo Zürich

            4553    ZVV-9-UhrPässe, ZVV Abo 12 Mte übertragbar Agglo Winterthur

Obwohl übertragbar, muss der Kunde damit seine Adressdaten angeben. Die Vorteile für den Kunden: so erhält er ein Mailing, welches ihn rechtzeitig auf die Abo-Erneuerung hin­weist, und bei Wiederauffinden eines verlorenen Abos kann vielfach der rechtmässige Kunde eruiert und das Abo zugestellt werden.

Trotzdem gab und gibt es Kunden, die ihre Adressdaten nicht nennen wollen – meist aus Datenschutzgründen. Bisher wurde den Kunden erklärt, dass ihre Daten mittels Robinson­liste gesperrt werden können. Die meisten der betreffenden Kunden waren mit dieser Lösung einverstanden.

Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich vertritt die Haltung, dass bereits das Erfassen der Adressdaten in einem solchen Fall den Grundsatz der Verhältnis­mässigkeit verletze.

Aus diesem Grund wurde in KUBA eine fiktive Kundenadresse beim ZVV-Contact einge­richtet. Es ist somit vor Erfassung der Daten in Erfahrung zu bringen, ob der Käufer eines übertragbaren ZVV-Jahresabonnementes ein Erneuerungsmailing wünscht und dafür seine Adressdaten bekannt geben will.

 

8.4  Entwertung

8.40  

Alle zur Entwertung eingerichteten Fahrausweise sind vor Fahrt­antritt an einem Entwerter zu stempeln. An Haltestellen, die nicht mit Entwerter ausgerüstet sind, ist im Fahrzeug zu entwerten.

8.41   

Mehrfahrtenkarten und Tageswahlkarten zum ermässigten Preis dürfen auch von Erwach­se­nen benützt werden. Dabei sind pro Person zwei Felder zu entwerten.

8.42   

Sind auf einem Fahrausweis mehr Entwertungen vorhanden, als Felder zur Verfügung stehen (z.B. 7 Entwertungen auf einer Mehr­fahrtenkarte), ist nach Ziffer 7.5 vorzugehen.

 

8.5   Online Ticketing

8.50     

Über Web/Internet der SBB können nebst diversen Billetten des nationalen Verkehrs auch Verbundfahrausweise des ZVV ausgegeben werden. Über das Internet ausgegebene Billette werden nachstehend als Online-Tickets bezeichnet.

8.51     

Das Sortiment des ZVV umfasst Einzelbillette, Tageskarten, 9-Uhr-Tagespässe und Anschlussbillette in 1. und 2. Klasse sowie Klassenwechsel und den Nachtzuschlag.

8.52     

Sämtliche OnlineTickets sind persönlich und sind nicht übertragbar.

8.53     

Sämtliche OnlineTickets sind ausschliesslich zusammen mit einem amtlichen Ausweis (z.B. Pass, Identitätskarte) oder/und zusammen mit dem auf die entsprechende Person ausgestellten Halbtax- oder Generalabonnement gültig.

8.54

Kann während der Fahrt der amtliche Ausweis und/oder das Halbtax- oder General­abonnement nicht vorgewiesen werden, so wird der Reisende als Fahrgast ohne gültigen Fahrausweis behandelt. Für die Erledigung von solchen Fällen im Selbstkontrollbereich gilt folgende Regelung:

  • Im Vergessensfall ist die nachträgliche Vorweisung des amtlichen Ausweises nicht möglich.
  • Im Vergessensfall ist die nachträgliche Vorweisung eines Halbtax- oder General­abonnementes nur möglich, wenn während der Fahrt die Identität aufgrund eines amtlichen Ausweises einwandfrei belegt werden konnte.

8.55     

Die als OnlineTicket ausgegebenen Fahrausweise sind grundsätzlich nicht erstattbar. Ausnahmen sind im Tarif 600.9, Ziffer 70.00 geregelt. Diese Erstattungsprozesse können nach entsprechender Prüfung der Umstände unter Einbezug des elektronischen Dossiers abgewickelt werden. Jeder Antrag - auch abgelehnte - sind im elektronischen Dossier unter Angabe von Zeit, Datum, User-ID des Verkäufers und Grund zu vermerken.
Dienststellen ohne elektronisches Dossier verweisen an Verkaufsstellen mit elektronischen Dossiers oder an das Contact Center Brig.

8.56     

Bei sämtlichen OnlineTickets wird das Reisedatum beim Kauf im Internet durch den Kunden definiert.

8.57     

Für Fragen zu sämtlichen OnlineTickets wenden sich die Kunden ausschliesslich an die auf dem OnlineTicket aufgeführte Stelle.

 

8.6    Mobile Ticketing

8.60   

Für die Ausgabe über die Online-Kanäle der SBB gelten die Bestimmungen des Tarifs 600, Kapitel E-Tickets.

8.61    

Werden ZVV-Tickets über die App „ZVV-Tickets“ ausgegeben, so können die entsprechen­den Bestimmungen abweichend sein. In diesem Falle gelten in erster Linie die AGB’s „Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Erwerb und die Nutzung der Mobile Ticketing App des ZVV“ (siehe www.zvv.ch).