Preisgestaltung, Nutzung und Gültigkeit der Fahrausweise

Hier finden Sie Informationen zur Preisgestaltung, zur Nutzung und Gültigkeit der Fahrausweise im ZVV-Verbundtarifes (Tarif 651.8).

Eine PDF-Version dieser Seite finden Sie hier (PDF, 216 KB)

3 Preisgestaltung, Nutzung und Gültigkeit der Fahrausweise

3.0 Zonentarif und Anwendung der Tarifstufen

3.0.1

Für die Preisberechnung ist die Zahl der befahrenen Zonen gemäss Tarifzonenplan massgebend. Zonen, die verkehrstechnisch nicht direkt miteinander verbunden sind, können nicht direkt kombiniert werden (zBsp 133 mit 172, 162 mit 160 etc.). Alle möglichen Verbindungen sind in der Verbindungsliste in Ziffer 14 aufgeführt.

Ausnahmen:

  • 9-UhrPässe (Tarifstufen 20 bis 22)
  • Albis-Tageskarte (Tarifstufen 11 bis 15)
  • Nachtzuschlag
  • Anwendung eines Wahlweges gemäss Verbindungsliste.

3.0.2 

Jede befahrene Zone wird auch dann nur einmal berechnet, wenn sie auf einer Fahrt zwei- oder mehrmals berührt wird.

3.0.3 

Die Zonen 110 (Stadt Zürich) und 120 (Stadt Winterthur) werden je als zwei Zonen gezählt.

3.0.4

Einzelbillette, Tageskarten, Mehrfahrtenkarten, Tageswahlkarten und Gruppenkarten gelten mit Tarifstufe 8, Monats- und Jahres­abonne­mente mit Tarifstufe 6 für das ganze Verbund­tarifgebiet.

3.0.5

Es bestehen die folgenden Tarifstufen:

Tarifstufe 1 Lokalnetz  
Tarifstufe 2  1 - 2 Zonen   
Tarifstufe 3  3 Zonen   
Tarifstufe 4  4 Zonen   
Tarifstufe 5  5 Zonen   
Tarifstufe 6  6 Zonen  Abonnemente = Alle Zonen 
Tarifstufe 7  7 Zonen   
Tarifstufe 8  Alle Zonen   
Tarifstufe 9  Kurzstrecke  Städte Zürich/Winterthur 
Tarifstufe 11  4 Zonen  Albis-Tageskarte
Tarifstufe 12  5 Zonen  Albis-Tageskarte
Tarifstufe 13  6 Zonen  Albis-Tageskarte
Tarifstufe 14  7 Zonen  Albis-Tageskarte
Tarifstufe 15  Alle Zonen  Albis-Tageskarte 
Tarifstufe 20  Alle Zonen  9-Uhr Pass
Tarifstufe 21  Agglo Zürich  9-Uhr Pass
Tarifstufe 22  Agglo Winterthur  9-Uhr Pass 

3.1 Benützungsbedingungen im Einzelreiseverkehr

3.1.1  Einzelbillette, Tageskarten, Albis-Tageskarten, 9-Uhr-Tagespass

Anspruch auf den ermässigten Preis haben Kinder, Inhaberinnen und Inhaber von Halbtax-Abos sowie Hunde. Zwei Personen mit Anspruch auf den ermässigten Preis können zusam­men Einzelbillette oder Tages­karten zum vollen Preis der Tarif­stufe 3 oder höher (ohne TS 9 Kurzstrecke) zur Fahrt benützen. Dasselbe ist möglich mit Albis-Tageskarten (Tarif­stufen 11 bis 15) und dem 9-Uhr-Tages­pass.

3.1.2  Mehrfahrtenkarten, Tageswahlkarten

Anspruch auf den ermässigten Preis haben Kinder bis 16 Jahre, Inhaberinnen und Inhaber von Halb­tax-Abos sowie Hunde. Zwei Personen mit Anspruch auf den ermässigten Preis können zusam­men ein entwertetes Feld einer Mehrfahrten- oder Tageswahlkarte der Tarif­stufe 3 oder höher zum vollen Preis benützen.

Eine MFK/TWK zum ermässigten Preis kann auch von Vollzahlern benützt werden, in diesem Falle sind je Vollzahler zwei Felder zu entwerten.

3.1.3  Multikarte 9-Uhr-Tagespass und Multikarten Klassenwechsel

Anspruch auf den ermässigten Preis haben Kinder bis 16 Jahre, Inhaberinnen und Inhaber von Halb­tax-Abos sowie Hunde. Zwei Personen mit Anspruch auf den ermässigten Preis können zu­sammen ein entwerte­tes Feld einer Multikarte 9-Uhr-Tagespass oder Multikarte Klassenwechsel zum vollen Preis benützen, ausgenommen die Multikarte Klassenwechsel für 1-2 Zonen.
Multikarten zum ermässigten Preis können auch von Vollzahlern benützt werden, in diesem Falle sind je Vollzahler zwei Felder zu entwerten.

3.2 ZVV-Jahresabo mit Mobility (Ausgabe/Änderungen siehe auch 2.4)

3.2.1

Das ZVV-Jahresabo mit Mobility ermöglicht die freie Fahrt in den gelösten Zonen sowie, dank dem integrierten Mobi­lity-Chip, Reservation und Nutzung von Mobility-Autos schweiz­weit rund um die Uhr. Der Verkauf dieses Kombi-Angebots wurde per 1.5.2018 eingestellt.

3.2.2 

Bestehende Kunden konnten ihr Kombi-Abo (ZVV-NetzPass resp. ZVV-9-UhrPass mit Mobility) bis 30.4.2018 (1. Geltungstag) nach dem alten System erneuern. Solche Kombi-Abos sind bis längstens 29.4.2019 im Umlauf.

3.2.3 

Alle übrigen Interessenten wenden sich für ein An­gebot „Standard“ oder „Click&Drive“ direkt an Mobility, unabhängig davon, ob es sich um bestehende oder neue Kunden handelt.

3.3 ZVV-BonusPass

3.3.1 

Der Preis für den ZVV-BonusPass basiert auf der effektiven Zonen- und Klassenverteilung aller aktiver ZVV-BonusPass-KundInnen (Mischpreisberechnung). Auf diesen Mischpreis wird zusätzlich noch ein Zuschlag für die Ausweitung des Abonnementes auf alle Zonen und eine Bearbeitungsgebühr erhoben.

3.3.2 

Die Mischpreisberechnung basiert auf dem Regeltarif für persönliche Jahresabonnemente des aktuell gültigen Tarifs. Der Mischpreis wird bei Tarifmassnahmen entsprechend angepasst, ebenso der Zuschlag für die Ausweitung des Abonnementes auf alle Zonen.

3.3.3 

Bei jeder Tarifanpassung wird die effektive Zonen- und Klassenverteilung aller aktiven BonusPass-KundInnen neu bestimmt und der Mischpreis entsprechend angepasst.

3.3.4 

Pro bezogenen ZVV-BonusPass entrichtet das jeweilige Partnerunternehmen dem ZVV einen fixen Beitrag. Dieser ist abhängig vom gewählten Abgabemodell (siehe Ziffer 3.3.5) und der entsprechenden Mengenrabattstaffelung (siehe Ziffer 3.3.6) inkl. Einführungsrabatt im 1. Vertragsjahr.

3.3.5 

Die Firmen können zwischen verschiedenen Abgabemodellen wählen. Mit dem Abgabe­modell legt das Unternehmen die Höhe der Vergünstigung fest, welche es seinen Mit­arbeitern auf ihr Abonnement gewährt.

3.3.6 

Der Mengenrabatt berücksichtigt einerseits die Höhe des Unternehmensbeitrages brutto und andererseits die Anzahl abgesetzter ZVV-BonusPässe eines Unternehmens.

3.3.7 

Für Grosskunden, d.h. A-Kunden besteht bei Vertragsabschluss grundsätzlich die Möglichkeit einer firmenspezifischen Vorkalkulation. Zum Zeitpunkt der periodischen Tarifanpassungen werden indes firmenspezifische Berechnungen im Sinne der zugrunde liegenden Mischpreiskalkulation in letztere überführt.

3.4 Fahrten im Nachtnetz

3.4.1

Die Kurse des Nachtnetzes sind im Fahrplan vor der Kursnummer mit «SN» (S-Bahn) oder «N» (Bus) gekennzeichnet und/oder verkehren ausserhalb der üblichen Betriebszeiten.

3.4.2 

Wird zwischen Abgangs- und Zielort eine vom Tagnetz abweichende längere Strecke befahren, genügt ein Fahrausweis für die kürzere Tagstrecke.

3.4.3 

Verbundfahrausweisen gleich gestellt sind die im Verbundtarifgebiet anerkannten pauscha­len Fahrausweise gemäss Ziffer 6. Fahrausweise gemäss Ziffer 6.8 (FVP) werden im Rah­men ihres Gültigkeitsbereichs anerkannt, wobei der Nachtzuschlag zu bezahlen ist. Das Angebot „Gleis 7“ wird entsprechend seinem Geltungsbereich nur im SBB- und THURBO-Nachtnetz (SN) anerkannt.

3.4.4 

Mit Fahrausweisen des nationalen und internationalen Verkehrs können die Kurse des Nachtnetzes bis zum aufgedruckten Bahnhof benützt werden. Für die allfällige Weiterfahrt über diesen Bahnhof hinaus ist ein Verbundfahrausweis zu lösen (auch Lokalnetz möglich).

3.4.5 

Für Fahrten in den Nachtangeboten der Verbünde ZVV, A-Welle, Ostwind, TV Zug, TV Schwyz und Z-Pass sowie im Nachtzug Zürich – Luzern muss zusätzlich zum Fahrpreis ein Einheits-Nachtzuschlag gelöst werden. Der Einheits-Nachtzuschlag gilt in Verbindung mit einem gültigen Fahrausweis für beliebige Fahrten während einer Nacht (max. 18 Stunden) und ist unabhängig von der Anzahl zu befahrender Zonen, Verbünde oder Strecken zum Einheitspreis zu lösen.

3.4.6 

Für die Tarifbestimmungen zum Einheits-Nachtzuschlag sowie dessen Ausgabe und Kontrolle ist in erster Linie der T 651.31 (Tarifbestimmungen zum Einheits-Nachtzuschlag zu einem gültigen Fahrausweis) massgebend.
Die Gültigkeit des ZKB Nachtschwärmers ist in Ziffer 0.1 geregelt.

3.4.7

Über die ZVV-Verbundgrenze hinaus fahrende Verkehrsunternehmen anerkennen im ZVV-Nachnetz folgende Fahrausweise und Nachtzuschläge:

Strecke

Kurs

Fahrausweis

Gültige Nachtzuschläge

Zürich – Niederweningen – Schneisingen

PostAuto N51

ZVV, mind. Zonen 112 und 117

Einheits-Nachtzuschlag, ZKB-Nachtschwärmer

Zürich – Niederweningen – Fisibach

PostAuto N51

ZVV, mind. Zonen 112 und 118

Einheits-Nachtzuschlag, ZKB-Nachtschwärmer

Andelfingen – Schaffhausen

PostAuto N69

National oder ZVV, mind. Z 115 u. 116

Einheits-Nachtzuschlag, ZKB-Nachtschwärmer

3.4.8

Werden bei öffentlichen Grossanlässen Kursangebote verstärkt und/oder Extraleistungen angeboten, ist für die Abfahrten ab 1 Uhr der Nachtzuschlag ebenfalls zu erheben. Aus­nahmen legt der ZVV fest.

3.5 Anschlussbillette, Streckenwechsel und aneinander anschliessende Fahrausweise

3.5.1 

Für eine Fahrt können beliebige aneinander anschliessende Ver­bund­fahrausweise benützt wer­den, soweit sich deren Geltungs­bereich mit den befahrenen Zonen deckt. Die ZVV-Zone resp. das ZVV-Lokalnetz eines City-Tickets (gemäss T 600.7) oder eines Modulabos (gemäss T 657) sind einem Verbundfahr­ausweis gleichgestellt.

3.5.2 

Zwei oder mehrere Fahrausweise für aneinander anschliessende Lokal­netze oder Zonen können zur durchgehenden Fahrt benützt werden. Ein Lokal­netz gilt als an die Nachbar­zone anschlies­send, wenn keine Haltestelle eines andern Lokalnetzes (räumliche, nicht linienbezogene Betrachtung) dazwischen liegt. Bei den Schiffs-Querfahrten auf dem Zürich- und Greifensee können nur (Anschluss-) Zonen miteinander kombiniert werden, keine Lokalnetze. Praxisbeispiele und Sonderfälle werden in der Ziffer 12.3 geführt.

3.5.3 

Mit einem Anschlussbillett kann der Geltungsbereich eines Ver­bund­fahrausweises überfah­ren werden. Das Anschlussbillett ist nur zusam­men mit dem Verbundfahrausweis gültig und muss an eine im Ver­bundfahrausweis enthaltene Zone oder Lokalnetz anschliessen. Die Gültigkeitsdauer der Anschlussbillette ist in Ziffer 3.94 geregelt.

3.5.4 

Zu Modul-Abonnementen gem. Ziffer 2.8.3 und Kombi-Tageskarten gem. Ziffer 2.8.4 kann ein Anschluss­billett aus­gegeben werden, wenn es an eine im Fahrausweis enthaltene ZVV-Zone anschliesst.
Ein gültiges ZVV-Ticket, welches räumlich an einen Z-Pass gem. Ziffer 2.8.2 anschliesst, kann zusammen mit diesem zur durchgehenden Fahrt benützt werden, sofern das benützte Verkehrsmittel einen fahrplanmässigen Halt innerhalb einer auf dem Z-Pass aufgeführten ZVV-Zone (1xx) hat.

3.5.5 

Zu Fahrausweisen des nationalen Verkehrs sind keine Anschlussbillette, sondern Verbund­fahrausweise auszugeben.

3.5.6 

Anschlussbillette können auch als Streckenwechsel verwendet wer­den. Für die fehlenden Zonen des neu zu befahrenden Weges sind Anschlussbillette zu lösen, mindestens Tarif­stufe 2.

3.5.7 

Wird im Nachtnetz eine längere Strecke als im Tagnetz gefahren, ist kein Anschlussbillett erforderlich.

3.5.8 

Ein ZVV-Verbundfahrausweis, für den mit einem Anschlussbillett zusammen mindestens  8 Zonen bezahlt worden sind, berechtigt zur Fahrt in allen Zonen (siehe auch Ziffern 3.6.2 und 3.9.5). Andere Kombinationen verschiedener Fahrausweise (z.B. Abonnemente, Tageswahlkar­ten, Mehrfahrtenkarten, mehrere Anschlussbillette) berechtigen nicht zur Fahrt in allen Zonen.

3.5.9 

Fahrausweise der Tarifstufen 21 (Agglo Zürich) und 22 (Agglo Winterthur) berechtigen zusam­men mit einem Anschlussbillett für 4 Zonen zur Fahrt in allen Zonen.

3.5.10 

Lässt sich die bezahlte Tarifstufe durch den Kunden nicht ermitteln, ist die Anzahl aufge­druckter Zonen mass­gebend, wobei die Zonen 110 und 120 doppelt zu zählen sind. Bei 7 und mehr aufgedruckten Tarifzonen ist ein Anschlussbillett für 1-2 Zonen zu lösen, um in allen Zonen gültig zu sein.

3.6 Lokalnetz und Kurzstreckentarif

3.6.1 

Ausserhalb der Zonen 110 und 120 gilt für gemeindeinterne Ver­bindun­gen das Lokalnetz (Tarifstufe 1). Details siehe Ziffer 1.4. Die einzelnen Lokalnetze und die Zugehö­rigkeit der Haltestellen zu den Lokalnetzen gehen aus dem Haltestellen- bzw. Lokalnetzverzeichnis her­vor.

3.6.2 

Das Lokalnetz ist für sämtliche Fahrausweise anwendbar. Ein Fahr­ausweis des Lokalnet­zes zusammen mit einem Anschluss­billett für 7 Zonen berechtigt zur Fahrt in allen Zonen. Bei Kombi­nation von Lokalnetz-Fahraus­weisen mit andern Verbundfahraus­weisen ist Ziffer 3.5 zu beachten.

3.6.3 

In den Städten Winterthur und Zürich gilt ein Kurzstreckentarif.

3.6.4 

Der Kurzstreckentarif umfasst in der Regel in Winterthur höchs­tens 3.2, in Zürich höchs­tens 2.0 Streckenkilometer. Er wird auch für Fahrten über die Stadtgrenze angewendet. Er gilt nicht für Fahrten auf Zürichsee- und Limmatschiffen der ZSG.

3.6.5 

Der Kurzstreckentarif ist für Einzelbillette, Mehrfahrtenkarten und Kurzzeit-Gruppenkarten anwendbar.

3.7 Gruppenkarten

3.7.1 

Für Gruppen gelten die Bestimmungen gemäss Tarif 600, Kapitel 9, mit folgender Ergänzung: Jugendliche Teilnehmer von 6-25 Jahren erhalten im ZVV aufgrund ihres Alters immer den ermässigten Gruppenpreis.

3.7.2

Bei der Gruppenkarte für eine Schulklasse gemäss Ziffer 2.6.2 sind zur Ermittlung des Preises pro Entwertungsfeld folgende Elemente zu berücksichtigen:

  • Durchschnittliche Anzahl Teilnehmende bzw. durchschnittliche Klassengrösse inkl. Lehrpersonen der Schule, mit der die Vereinbarung abgeschlossen wurde. Daten jährlich einmal prüfen.
  • Abzüglich Anteil der Teilnehmenden mit eigenem ZVV-Abonnement, dessen Geltungsbereich (Lokalnetz, Zonen) in der Gruppenkarte für eine Schulklasse enthalten ist.
  • Abzüglich Anteil Gratisfahrten für Gruppen ab 10 Personen.
    Wird der Anteil an Gruppenfahrten mit 10 und mehr Personen jährlich neu erhoben, kann der effektive Wert berücksichtigt werden.
  • Die so ermittelte Anzahl der zahlenden Personen ist mit dem ermässigten Gruppenkartenpreis der entsprechenden Tarifstufe zu multiplizieren.

Beispiel (24-Stunden-Gruppenkarte, Tarifstufe 2, Tarif 17): 

Durchschnittliche Anzahl Teilnehmende

20.5

Für die Berechnung der Gratisfahrten relevante Zahl

20.5

Teilnehmende mit eigenem ZVV-Abonnement (10%)

- 2.0

Freifahrten gemäss Tarif 600, Ziffer 9.2.5

- 2.0

Zahlende Personen

16.5

= Preis pro Entwertungsfeld: 16.5 Personen x CHF 4.80 =

CHF 79.20

3.7.3

Werden in der einen Richtung teilweise Extrafahrten ausgeführt, kann der Anteil an Kurzzeit-Gruppenkarten angerechnet werden. In den Städten Zürich und Winterthur umfasst der Geltungsbereich der Gruppenkarte für eine Schulklasse mindestens die Zone 110 bzw. 120. Für die Preisberechnung kann aber der Anteil an Kurzstreckenfahrten berücksichtigt werden.

Beispiel (24-Stunden-Gruppenkarte, Tarifstufe 2, Tarif 17):

85% aller Fahrten zum ermässigten Preis Tarifstufe 2 (CHF 4.80) CHF 4.08

5% aller Fahrten mit Kurzzeit-Gruppenkarte (CHF 2.40)

CHF 0.12

10% aller Fahrten sind Kurzstrecken (CHF 1.80)

CHF 0.18 

Preis pro zahlende Person

CHF 4.38 

= Preis pro Entwertungsfeld: 16.5 Personen x CHF 4.38 =

CHF 72.30 

3.7.4 

Pro Schulklasse ist ein Feld zu entwerten. Höchstens zwei Grup­pen­mit­glieder dürfen über 25 Jahre alt sein. Reisen zwei Schul­klassen gemeinsam, sind zwei Felder zu entwerten. Im Übrigen gelten die allgemeinen Bestimmungen für Gruppenkarten.

3.7.5 

Die marktverantwortlichen Verkehrsunternehmen bestel­len die Gruppenkarten für eine Schulklasse bei den Ver­kehrsbetrieben Zürich. Die Abrechnung mit den Schul­gemeinden hat jährlich minde­stens einmal durch das zuständige marktverant­wortliche Verkehrs­unter­neh­men zu erfolgen. Gleichzeitig ist bei der Schulgemeinde die durchschnitt­liche Klassen­grösse (Anzahl Klassen und Anzahl Schüle­rinnen/Schüler/Lehrpersonen) anzu­fordern.

3.8 Schifffahrt Zürichsee und Greifensee

3.8.1 

Zürichsee und Obersee sowie Limmat:
Der Fahrausweis muss die Ein- und die Ausstiegszone sowie die dazwischen liegenden Zonen des einen Ufers enthalten. In Zonen, die auf dem Fahrausweis nicht enthalten sind, darf die Fahrt nur zum sofortigen Umsteigen auf ein anderes Schiff unterbrochen werden.
An den Ausflugszielen Au ZSG und Insel Ufenau ist die Fahrtunterbrechung auch möglich, wenn der Fahrausweis die gegenüberliegende Zone sowie mindestens Tarifstufe 2 umfasst (Zone 142 für Au ZH, Zone 133 für Insel Ufenau).
Bei den Querfahrten Thalwil – Küsnacht, Thalwil – Erlenbach, Horgen – Meilen, Männedorf – Wädenswil und Stäfa – Wädenswil sind im Lokalverkehr nur die Ein- und die Ausstiegs­zonen erforderlich.

3.8.2 

Greifensee: Der Verbundtarif gilt nur für die Kursfahrten Uster – Maur – Uster.

3.9 Gültigkeitsdauer

3.9.1 

Einzelbillette, abgestempelte Felder von Mehrfahrtenkarten und Kurzzeit-Gruppenkarten haben folgende Gültigkeitsdauer:

  • Lokalnetz (Tarifstufe 1): 1/2 Stunde
  • Kurzstrecke (Tarifstufe 9): 1/2 Stunde
  • 1-2 und 3 Zonen (Tarifstufe 2 und 3): 1 Stunde
  • 4 und mehr Zonen (Tarifstufen 4 - 8): 2 Stunden.

Tageskarten, abgestempelte Felder von Tageswahlkarten und 24-Stunden-Gruppenkarten gelten vom Zeitpunkt ihrer Ausgabe bzw. Abstempelung 24 Stunden.

3.9.2

Monats- und Jahresabonnemente (NetzPass, BonusPass) gelten vom 1. Gültig­keitstag 0:00 Uhr bis 05:00 Uhr des dem letzten Gültig­keitstag folgenden Tages.

3.9.3 

9-Uhr-Tagespässe und abgestempelte Felder der Multikarte 9-Uhr-Tagespass gelten am Ausgabetag bzw. Entwertungstag wie folgt:

  • Montag bis Freitag ab 09:00 Uhr (massgebend ist die effektive Abfahrtszeit, nicht die Fahrplanzeit) bis 05:00 des Folgetages.
  • Samstag, Sonntag und allgemeine Feiertage gemäss Ziffer 3.99 ohne zeitliche Einschränkung.

3.9.4 

9-UhrPässe Monat und Jahr gelten vom 1. Gültigkeitstag bis 05:00 Uhr des dem letzten Gültigkeitstag folgenden Tages wie folgt:

  • Montag bis Freitag ab 09:00 Uhr (massgebend ist die effektive Abfahrtszeit, nicht die Fahrplanzeit) bis 05:00 Uhr des Folgetages.
  • Samstag, Sonntag und allgemeine Feiertage gemäss Ziffer 3.9.10 ohne zeitliche Einschränkung.

3.9.5 

Anschlussbillette haben folgende Gültigkeitsdauer:

  • Anschlussbillette für 1-2 und 3 Zonen: 1 Stunde
  • Anschlussbillette für 4 und mehr Zonen: 2 Stunden
  • 24-Stunden-Anschlussbillette: 24 Stunden. 

Anschlussbillette dürfen nur innerhalb der Gültigkeitsdauer des Hauptfahrausweises benützt werden.

3.9.6 

Klassenwechsel haben folgende Gültigkeitsdauer:

  • Klassenwechsel für 1-2 und 3 Zonen: 1 Stunde
  • Klassenwechsel für 4 und mehr Zonen: 2 Stunden
  • 24-Stunden-Klassenwechsel: 24 Stunden.

3.9.7 

Der Nachtzuschlag ist max. 18 Stunden gültig, die Multikarte Nachtzuschlag max. 18 Stunden nach Entwertung.

3.9.8 

Verbundfahrausweise gelten bis zum letzten fahrplanmässigen Halt, der vor Ablauf der Gültigkeits­dauer erreicht werden kann. Ist die Fahrt mit einem bis zu zwei Stunden gültigen Verbundfahraus­weis auf direktem und ununterbrochenem Weg gemäss Fahrplan nicht innerhalb der Gültigkeitsdauer möglich, kann die Fahrt bis zum Reiseziel fortgesetzt wer­den. Dies gilt auch für Anschlussbillette, die zu einem Verbundfahrausweis gelöst wurden. Umwegsfahrten, Rückwärtsfahrten und nicht fahrplanbedingte Fahrtunterbrechun­gen sind in diesem Fall ausgeschlossen.
Diese Bestimmung ist auch anwendbar für einen Verbundfahrausweis, welcher für eine direkte Fahrt ausserhalb des Verbundgebietes entwertet wurde und entsprechend früher abläuft. Als Nachweis sind bei einer Kontrolle alle zur Fahrt verwendeten Fahrausweise vorzuweisen.

3.9.9 

Fahrausweise, deren Gültigkeitsdauer auf Kalendertage lautet, sind im anschliessenden Nachtnetz gültig. Dies gilt auch für Billette des nationalen und internatio­na­len Verkehrs.

3.9.10 

Als allgemeine Feiertage gelten: 1. und 2. Januar, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, 1. Mai, 1. August, 25. und 26. Dezember.